Mädchenkram - Supernatural

Kaffee in Vermont

Aussprache nach der Untersuchung der Anstalt in Delaware

Wie abgemacht, trafen sich Bart und Emily eine Woche später, nachdem er mit den beiden zurückgefahren war und sie Ethan abgeliefert hatten, am frühen Nachmittag im Café. Er nickt ihr zu als sie zu sehen ist, er selbst wartet schon vor dem kleinen Laden. Mit ihr zusammen spaziert er ins Innere des Cafés und zieht sich in eine Ecke zurück, weit genug entfernt von den anderen Gästen und dem Personal, dass sie sie nicht all zu leicht belauscht werden können. Er bestellt sich einen Espresso, der Kellner nimmt wohl auch noch ihre Bestellung entgegen. Längere Momente herrscht Schweigen vor im Raum, ehe er sie wieder anschaut. “Wie geht es dir, nach der ganzen Sache?” fragt er sie schließlich.

Emily hat sich einen Kaffee und ein Wasser bestellt.”Es war ein Job, also ganz gut, denke ich. Ich meine so gut kannte ich McKenzi auch nicht. Ich bin ihm bloß einmal übern Weg gelaufen.” Sie setzt sich im Schneidersitz auf den Stuhl. “Und dir? Alles soweit wieder ok? Du hasst ja diese Einrichtungen. Für dich war das ganze ja nicht einfach.” Sie spricht sehr leise, als befürchtete sie belauscht zu werden.

Bart kann nicht anders als leicht zu schmunzeln als sie elegant die Beine in den Schneidersitz bringt. Ihre Manierismen waren schon nicht uninteressant. “Gut. Es ging ja auch im großen und ganzen alles zum besten aus. Erst recht wenn man bedenkt womit wir uns angelegt haben….” einen kurzen Moment wirkt er nachdenklich, lächelt leicht als er ihre leise Frage hört, ihre Stimme leise und beinahe mitleidig. “Am besten du hältst dich in der nächsten Zeit etwas vom Meer fern. Es geht mir gut. Solche Orte sind nur nicht angenehm, weil ich es mir gewohnt bin… Nun, sagen wir einfach man glaubte mir nicht. Das war auch der Grund aus dem ich Erfahrung mit so einer Institution gemacht habe.” erklärt er ihr, “Aber wenn ich nicht im Gebäude bin, ist es schon besser.” Dann betrachtet er sie. “Ich hatte dir ja noch Details versprochen.” Er seufzt leise, “Keine Sorge, ich fühle mich nicht gedrängt.”

Sie lächelt. “Ich habe keine Angst vor denen, ich meine dass war schon ein schwerer Brocken und es war gut, dass ich nicht alleine war. Aber es war bei weitem nicht das schlimmste Monster was mein Weg gekreuzt hat. Aber keine Sorge, ich habe auch nicht das Bedürfnis in nächster Zeit einen Strandurlaub zu machen.” Sie stockt kurz, als der Kellner die Getränke bringt und wartet bis er wieder verschwunden ist, nachdem er sich nochmal vergewissert hat, dass sie keine weiteren Wünsche haben.
Nachdem ihr Blick dem Kellner gefolgt ist, bis er außer Reichweite war, blickt sie Bart wieder an, direkt in die Augen. “Sicher? Ich will dich wirklich nicht drängen oder alte Wunden aufreißen.“ Sie legt den Kopf dabei schief und gibt sich alle Mühe dem Drang zu widerstehen in ihren Haaren oder mit der Tischdeko zu spielen, was ihr auch erstmal gelingt. Die Augen ruhen weiter auf Bart, obwohl er eine gewisse Anspannung bemerkt, die sie nicht abzulegen vermag. Der Kaffee und das Wasser bleiben unangerührt vor ihr stehen.

“Nicht im geringsten.” er lächelt leicht, “Der Hausmeister war… Nicht übermäßig gefährlich. Aber von den Tiefen, wie sie genannt werden, geht schon eher eine Gefahr aus, wenn du in der Nähe des Wassers bist. Sie sind recht stark und können ohne weiteres erfahrene Schwimmer ertränken.” erklärt er ihr und schweigt selbst als der Kellner an den Tisch kommt. Er nimmt seine Tasse in die Hand, erwidert ihren Blick, seine Augen ein warmes Braun, nimmt einen kleinen Schluck, “Du sagtest, du möchtest mir helfen. Das weiß ich sehr zu schätzen und ich finde, du hast dann verdient genau zu wissen worum es geht.” erklärt er ihr mit sanfter Stimme. “Und du weckst damit nichts auf. Das sind Dinge die ich nicht so leicht vergessen kann.” Kurz überlegt er, ehe er erklärt, “Ich komme ähnlich wie du aus einer Familie von Jägern. Allerdings hatte ich kein Interesse daran das Familiengeschäft fortzuführen. Ich habe studiert und einen kleinen Laden aufgemacht. Ich habe geheiratet. Ich hatte eine Tochter. Dann, starb mein Vater. Er lag, als einziges verbrannt, auf dem Sofa seiner Villa und wurde noch ins Krankenhaus gebracht. Er lag schon im sterben als ich dort ankam. Wirklich viel bedeutet hat er mir nie. Er teilte mir den Code für den Tresor in seinem Haus mit. Dort fand ich ein Buch, gebunden in Menschenhaut. Im inneren waren auf Latein und Sumerisch alte Rituale der Zauberei und Hexenkunst beschrieben.” erklärt er und nimmt wieder einen Schluck aus der Tasse.

Sie schmunzelt kurz. „Naja, solange mich das Duschen nicht umbringt, bin ich glaube ich nicht in Gefahr.“ Dann nickt sie und wird wieder etwas ernster, als er das mit der Hilfe anspricht. „Ich danke für dein vertrauen. Das bedeutet mir viel. Wirklich. Und ich meine es so, ich werde dir helfen, egal was und wieviel du erzählen magst.“ Sie hört ihm aufmerksam zu und nickt immer mal bei seinen Erzählungen, lässt ihm aber Zeit. Allmählich scheint sie sich immer mehr zu entspannen und legt ihr Hände in den Schoß.

Er lächelt weiter leicht, eine Sache erfreut ihn tatsächlich; Sie entspannt sich in seiner Nähe, er weiß schon jetzt, so wie er sie kennt, das es ein vertrauensbeweis ist, der nicht sehr häufig vorkommt.
“Ich konnte den Text nicht komplett verstehen und die Thematik war… Unangenehm. Es war ein Buch über Feuerzauberei. Zerstörung, Vernichtung, verbrennen von Menschen um Macht zu gewinnen. Ich hätte es am liebsten weggeworfen, oder vernichtet, aber… Worte haben Macht. Es hätte eine Verschwendung sein können, irgend ein Archäologe… Naja.” kurz scheint er nachzudenken, “Ich habe das Buch einem Kollegen zugeschickt, der sich mit der Hexenkunst in Europa auskannte. Wenige Wochen später erhielt ich das Buch zurück, Laut meinem Kollegen handelte es sich um ein gesuchtes Einzelstück. Die “Principia Ignis” Die Grundlagen des Feuers, oder auch das Buch des Feuers.
Ein paar Tage später…” erneut stockt er und nimmt einen Schluck von seinem Kaffee, “Ein paar Tage später bekam ich besuch von einer Frau. Die Türklingel erklang… Ich schickte meine Tochter nach oben. Ein Geruch von kalter Asche machte sich breit. Sie fragte mich nach dem Buch… Doch weil sie mir unheimlich war und ich mir noch nicht sicher war was genau ich mit dem Buch machen wollte, behauptete ich, ich wüsste nicht von was sie spricht.. Sie erzählte mir, dass der Laden meines Kollegen niedergebrannt wurde. Drohte mir… Dann schoß Feuer aus ihren Fingerspitzen, während sie gemächlich zwischen den Bücherregalen umher wanderte und ein riesiges Feuer legte. Ich warf ihr das Buch zu und… Der Buchrücken riss. Sie kreischte wie Kreide auf einer Tafel und mit einer Handbewegung wurde ich unter meinem Tresen begraben. Sie ging die Treppe hinauf in meine Wohnung und… Mein Nachbar rief die Feuerwehr. Die Flammen breiteten sich rasant aus, sie konnten mich gerade noch so aus dem Verkaufsraum retten. Ich… Sie behaupteten das Kohlenmonoxid hätte meine Frau getötet, wahrscheinlich sei sie im schlaf gestorben, aber… Ich weiß es besser. Nachdem ich wieder gesund war, wurde ich in ein Sanatorium eingewiesen, da Niemand die Frau gesehen hatte.” Dann lehnt er sich leicht vor, spricht noch einmal etwas leiser, “Die Leiche meiner Tochter wurde nie gefunden. Ich begrub Holzasche. Und vor ein paar Monaten, als ich einen Hexer zusammen mit Ethan in Dana Point aufspürte, fand ich dort ein Bild. Ein Bild von der Frau die damals in meinen Laden gekommen ist. Mit meiner Tochter.” Sein Blick besitzt eine merkwürdige Qualität. Der Ausdruck in seinen Augen ist nicht traurig. Nicht wütend. Stattdessen, erstaunlich kalt, kalkulierend. Als ob er in der Lage wäre jedes Gefühl weg zu sperren, wenn es darum ging. “Der Hexer erzählte mir, sie sei die Schülerin der Hexe. Ich jage sie. Ich jage diese Frau. Sie nennt sich Madame Fiora. Oder etwas sehr ähnliches, je nach dem. Und wenn ich sie finde, werde ich sie töten. Danach… Entscheide ich was ich mit dem Buch tue.” einen kurzen Moment schweigt er, ehe er hinzu fügt. “Und ich werde… sehen wie weit meine Tochter ist.” mit diesem merkwürdigen Ausdruck in seinen Augen fixiert er sie, ehe er hinzufügt, “Wenn du mir wirklich helfen willst, musst du einer Sache zustimmen und es mir versprechen. Wenn sie zu weit ist, wenn sie ein Monster ist, werde ich sie töten. Das steht nicht zur Debatte.” erklärt er mit leiser Stimme, beinahe ein Hauchen.

Sie schaut ihn weiter an und lauscht seinen Worten. Ihr Blick verfinstert sich kurz, wenn er über das Buch spricht. Scheint etwas sagen zu wollen, lässt ihm aber Zeit die ganze Geschichte zu erzählen. Sie nimmt auch die Tasse in die Hand und trinkt einen großen Schluck, ohne die Augen von ihm abzuwenden. Wartet bis er geendet hat und spricht dann leise: „Es tut mir leid für deine Frau….“ sie schweigt ein kleinen Augenblick „…und dich. Daher dein unwohlsein, in solchen Gebäuden, verstehe. Was haben die anderen geglaubt was mit deiner Tochter passiert ist? Ich meine, wenn sie keine Überreste gefunden haben?“ Sie schüttelt den Kopf. „Wir haben es nicht leicht, mit dem was wir wissen, ich meine es ist gut, wenn die Leute…“ dabei lässt sie den Blick durchs Kaffee gleiten. „..nicht wissen was da draußen ist, aber dich deshalb für verrückt zu erklären und nicht mal deine Tochter zu suchen…“ Emily wirkt etwas wütend darüber und scheint gleichzeitig etwas verwirrt über Bart`s Blick. Sie fragt sich, ob er wirklich in der Lage wäre die Gefühle weg zusperren und ob das wohl eine gute oder schlechte Eigenschaft wäre.
Dann lächelt sie verschmitzt: „Nur eine tote Hexe ist eine gute Hexe. Hexe, hm. Sie scheinen einen größeres Problem zu sein, als ich vermutet hätte. Kann ein Buch sowas wie ein Vertrautentier sein?“ Emily scheint einen Moment zu grübeln. „Mit Hexen kenn ich mich leider nicht so aus.“ Es wirkt fast wie eine ernste Entschuldigung “Und was das Buch angeht, könntest du es Irene nicht zur Aufbewahrung geben, ich habe gehört sie hat wohl einen sicheren Ort für solche Gegenstände.“ Jetzt wird sie wieder ernster und das Lächeln verschwindet. „Meinst du nach all der Zeit, ist deine Tochter noch zu retten, ich meine du sagtest im Auto es wären jetzt fünf Jahre her. Fünf Jahre bei einer Hexe, dass scheint mir für ihr Alter schon eine Ewigkeit und allzu klein war sie auch nicht mehr.“ Sie scheint für einen Moment in ihre Gedanken abgetaucht zu sein. Und nuschelt dann kaum verständlich was von „Fünf Jahre“, seufzt kurz und blickt ihn wieder an. Scheint nicht zu wissen, was der Blick jetzt für sie bedeutet, lehnt sich ein Stück nach hinten, um den Abstand zwischen ihr Bart aufrechtzuerhalten und sagt dann leise, aber mit kräftiger Stimme „Gut, ich meine hier geht es zwar um deine Tochter, aber dann sind wir uns einig. Und dir sollte bewusst sein, wenn du es nicht kannst, wenn du sie nicht töten kannst, werde ich das machen und mich nicht aufhalten lassen.“ Danach nimmt sie wieder einen Schluck Kaffee. „Danke, dass du mir das anvertraust. Aber erst Mal schulde ich dir noch was und zweitens wäre es mir eine Freude, dir dabei zu helfen.“ Dabei zeigt sich ein leichtes glitzern in ihren Augen.
Nach einem kurzen zögern. „Warum hast du dich eigentlich gegen die Jagd entschieden, damals? Hattest du deinem Vater auch nicht geglaubt?“ Emily schaut ihn fragend an.

“Ich glaubte, sie sei gestorben. Genau wie jeder andere. Das Feuer war… sehr heiss.” erklärt er ihr leise, ehe er den Kopf schüttelt. “Nein, das ist nicht ganz richtig. Es gibt… Gute und böse Hexer und Hexen. Ich habe mich mit einer Gruppe in Italien unterhalten die mir geholfen hat und… Eine Freundin von mir, ein Mädchen das noch zur Uni geht ist selber eine Hexe. Sie hatte sich von einer Gruppe böser Hexen zu… schlimmen Dingen überreden lassen.”
“Sie war damals Sieben Jahre alt. Ich hoffe das die ersten Jahre eher Normale Übungen sind, Stärkung des Geistes und ähnliches. Sie… Ist stark. Ich hoffe sie ist nicht zu sehr verändert.” stellt er fest, “Ich kann nicht sicher sein, aber das ist meine einzige Hoffnung.” Ihre anderen Worte übergeht er. Er kann nicht anders. Wenn er darauf eingehen würde, müsste er wütend auf sie sein. Und das will er nicht, in diesem Moment.
“Ich habe mich damals dazu entschieden nicht zu Jagen, weil es kein Leben war das ich wollte. Auch, weil ich es für einen Wahn meines Vaters hielt. Ich habe nur am Rande davon erfahren, kleinere Andeutungen. Ich dachte er sei auf Geschäftsreisen unterwegs und die esoterischen Dinge seien nur eine Art Hobby.” er schüttelt den Kopf. “Und was das Buch angeht… Es ist eher unwahrscheinlich, das das Buch als Vertrauter fungiert, aber ich habe demletzt von einem Pilz gehört, es ist nicht unmöglich.” meint er nachdenklich, “Und wenn ich es Jemandem übergeben würde, dann meiner eigenen Familie. Die Hooper-Winslows haben eine Tendenz dazu auf unvorsichtige Weise mit ihren Artefakten umzugehen. Deswegen gab es auch eine Spaltung unserer Familien.” erklärt er ihr.

Sie trinkt einen Schluck aus ihrem Wasserglas. “Also war das Foto in Dana Point ein erstes Lebenszeichen?” Sie schaut ihn ungläubig an “Eine Hexe als Freundin. Oki.” Die Skepsis ist ins Gesicht geschrieben. Als sie merkt, dass er nicht weiter darauf eingehen möchte, lässt sie es auch erstmal im Raum stehen.
“Hm, das höre ich nicht zum ersten Mal. Ich versuche es zu verstehen und ein wenig kann ich es auch nachvollziehen. Etwas normalität. Nur ist es schwer für mich. Vor allem wenn ich höre, dass jemand ebenfalls aus einer Jägerfamilie stammt.” Sie blickt aus dem Fenster, löst den Schneidersitz und streckt die Beine einmal aus, bevor sie die Beine wieder an sich heranzieht. Dann sieht sie wieder zu Bart rüber. “Ich kann verstehen, dass du es lieber in deiner Familie lassen willst. Dachte nur, wenn du keinen wüsstest und Irene macht mir nen vernünftigen Eindruck.” Trotz des ernsten Themas lächelt sie, sie scheint seine Gesellschaft zu genießen, auch wenn sie nicht so genau weiß warum.

“Das erste seit dem ich sie verloren habe.” erklärt er ihr leise, er kann sie nicht noch einmal verlieren. “Ja. Sie ist einfach eine junge Frau die den falschen Leuten vertraut hat. Sie ist recht gut darin Leute zu verarzten, aber… Sie kämpft immer mit der Versuchung mehr zu tun.” antwortet er.
“Mein Vater hatte seinen Beruf geheim gehalten, wohl um mich zu schützen, oder weil er vermutete dass andere Leute ihn für verrückt halten könnten. Ersteres scheint mir eher unwahrscheinlich… Immerhin hat er mich ausgebildet. Ich weiß es nicht und seine genaue Motivation… Ist mir eigentlich auch einerlei. Natürlich.” nickt er dann, “Wenn man Niemanden hat, der sich solchen Dingen annehmen kann, sind die HWs. immer noch besser als nichts.”

“Dann hoffen wir, dass deine Freundin stark genug ist, der Versuchung zu widerstehen.” Sie stützt sich mit dem Ellenbogen auf dem Tisch und legt ihren Kopf in die Hände. “Naja, Familien können schon sehr kompliziert sein…..Was wirst du jetzt als nächstes tun? Also ich meine, wenn du jetzt grade kein Anhaltspunkt hast.” Ihre Stimme klingt hell und freundlich.

“Ich passe auf sie auf.” leise lacht er, “Ich habe langsam… Recht viel zu tun, der Ex-Werwolf dem wir demletzt begegnet sind, geht an dieselbe Uni wie sie.” meint er schmunzelnd, betrachtet sie einen Moment, “Sind sie. Aber ich denke das liegt nun einmal in der Natur der Sache. Und… Ich werde weiter Fioras Töchter jagen und verfolgen. Ich weiß mir nicht anders weiter zu helfen.” er nimmt erneut einen Schluck aus der Tasse, trommelt nachdenklich, etwas nervös auf den Tisch mit den Fingern seiner linken. “Was… Was hast du vor?”

Sie grinst “Eine “begabten/Monster” Uni.” Dabei macht sie mit den Fingern die Anführungszeichen. “Wer passt auf die beiden auf, wenn du unterwegs bist?” Sie legt den Kopf in den Nacken und starrt an die Decke. “Mal sehen, irgendwo gibt es immer was zu jagen. Ein genaues Ziel habe ich noch nicht.” Sie senkt den Kopf wieder und schaut ihn an. “Naja, falls du Fiora oder eine ihrer Töchter findest. Ich bin nur ein Anruf entfernt.”

“Wenn man so will.” dann schmunzelt er leicht, “Aber das heisst noch lange nicht das ich mir eine Glatze rassiere.” stellt er fest, auch wen er nicht weiß wie aktuell die junge Frau ist, was solche Sachen angeht. “Julie passt auf ihn auf. Ich kann sie nicht überwachen, Em. Es sind normale Menschen… Normaler als ich wahrscheinlich.” meint er mit einem leichten lächeln. “Aber ich weiß, wie gefährlich es sein könnte, wenn sie zusammenbricht… Deswegen bin ich auch so wütend auf Flann.” meint er mit Gift in der Stimme, mustert sie einen Moment, ehe er vorschlägt, “Was meinst du… Wollen wir ein paar Wochen zusammenarbeiten? Wir scheinen recht gut klar zu kommen.” fragt er sie mit einem leichten lächeln, merkt ihr an, dass sie selbst unsicher scheint, etwas haltlos.

Sie scheint kurz nachzudenken was er meint und lacht dann kurz und leise auf. „Könnte interessant aussehen.“Auf seine Erklärung hin nickt sie Stumm. „Tja, Flann. Ich glaube vor den muss man auf der Hut sein. Ich meine ich habe kein Problem mit ihm, aber ich würde ihm auch nicht zwingend den Rücken zu drehen. Aber was hat er damit zu tun? Ich meine wegen ihm wird sie doch nicht wieder böse, oder?“
Als er den Vorschlag macht sieht man etwas Panik in ihren Augen. „Versteh mich bitte nicht falsch und ähm…ähm….“ sie scheint nach den richtigen Worten zu suchen. „…du scheinst sehr nett zu sein, aber zu lange in meine Nähe ist gefährlich. Glaub mir.“ Ihre Anspannung ist mit einem Schlag wieder da.

Er schmunzelt selbst, hebt nur leicht eine Augenbraue, scheint dann kurz zu überlegen als sie wegen Flann fragt, seufzt dann leise, “Sie ist Flann über den Weg gelaufen, der hat sie angegraben, sich häufiger mit ihr getroffen, ihr Vertrauen erschlichen, sie kamen zusammen… Ich bin mir nicht ganz sicher wie weit das ging, aber ich denke recht weit. Dann ist er abgehauen, hat seine Nummern und sein Handy weggeschmissen und sämtlichen Kontakt mit einem Brief abgebrochen.” brummt er leise.
Kaum merklich schmunzelt er. “Ganz ruhig. Ich wollte dich zu nichts drängen.” meint er zu ihr, “Denk einfach darüber nach, lass dir Zeit. Und glaub mir, ich habe weder vor dir Angst, noch davor dass mir deine Anwesenheit schaden könnte. Und wenn in deiner nähe gefährliche Dinge passieren, wäre es umso wichtiger dass du Leute in deiner Nähe hast, mit denen du zusammenarbeiten kannst. Aber es ist deine Entscheidung.” erklärt er ihr sanft.

“Ok. Das ist gemein. Aber vielleicht stand im Brief eine vernünftige Erklärung oder hat sie dir den gezeigt?” Sie lächelt zögerlich. “In Ordnung. Ich werde darüber nachdenken. Aber du weißt nicht wo du drauf du dich einlässt, wenn du mit mir arbeiten willst. Andererseits, wäre es vielleicht ganz gut. Ich werde es mir durch den Kopf gehen lassen.” Dabei legt sie den Kopf wieder seitlich und mustert Bart einen Augenblick.
Dann schweigt sie eine ganze Weile schaut auf die Tischplatte. “Es ist nur, du hast Yumiko gesehen, ich habe Ethans Bruder beim letzten Auftrag. Ich meine vor diesem hier, schwer verletzt und auch andere sind meinetwegen….” Sie verstummt und fängt an mit dem Wasserglas zu spielen.

“Ich habe ihn mir durchgelesen. Nur ziemlich scheinheilige Dinge…” er schüttelt den Kopf, “Er ist… Ein erbärmlicher Mensch.” erklärt er mit einem Kopfschütteln. Er lächelt bei ihrer Antwort, ehe er nur kurz, beruhigend seine Hand auf ihren Arm liegt. “Dann sag es mir. Dann erkläre mir worauf ich mich einlasse. Ich werde dir zuhören und dann kann ich dir immer noch sagen ob ich mich davon eingeschüchtert fühle, oder?” fragt er sie sanft. “Danke, das ist alles was ich möchte.”
Er lässt sie ruhig da sitzen, nimmt einen weiteren kleinen Schluck von seinem Espresso, bestellt in der Zwischenzeit ein Glas Wasser bei einer vorbei spazierenden Bedienung.
Dann lauscht er ihr, “Yumiko hat einen Fehler gemacht, sie war alleine und hat sich selbst überschätzt und das ist traurig, aber nicht deine Schuld. Ich weiß nicht was alles passiert ist, aber ich kann es mir zum Teil denken und ich finde, Ethan hat recht. Es war ein Unfall. Nicht böswilliger als ein Querschläger.” meint er leise. “Auch mir sind ähnliche Dinge passiert. Das geschieht. Es ist nicht deine Schuld. Weil ich weiß, das du dein bestes tust um solche Dinge zu vermeiden, macht dich das nur zu einem besseren Menschen.”

“Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll, ich kenne diese Julie nicht und wie gesagt, Flann oder wie auch immer er heißen mag auch nicht.” Sie zuckt mit den Schultern. “Ist schon gut, wenn du ein Auge auf sie hältst.”
Als er ihren Arm berührt, zuckt sie zusammen, zieht den Arm direkt weg und presst ihn vor sich an die Brust, als hätte Bart ein Messer in den Arm gerammt.
“Ich…ich kann nicht….ich” Sie stottert anfänglich, atmet einmal tief durch. “Nicht hier, nicht jetzt. Wir haben uns doch getroffen, dass ich dir zuhöre.” Sie lächelt ihn an. Emily macht keine Anstalten etwas neues zu bestellen. “Ich habe Yumiko gehen lassen. Sie war alleine. Hatte anscheinend niemanden an den sie sich sonst wenden konnte. Und Alan, ja, dass möchte Ethan gerne glauben, aber ich nicht wirklich geguckt. Es war mir egal, welcher Alan das war.” Der letzte Satz kam nicht wirklich überzeugend rüber.
Dann spricht sie sehr leise, kaum hörbar. “Woher willst du das wissen. Wir kennen uns doch eigentlich gar nicht. Und jetzt fange ich schon wieder von mir an.” Dann etwas lauter. “Verdammt.”
“Hast du eigentlich ein Foto von deiner Frau und deiner Tochter?”

“Schon gut. Mach dir keine Gedanken deswegen. Ich wollte dir nur die Situation erklären…” meint er leise, und winkt mit der rechten Ab. Leicht hebt er, beruhigend, fast entschuldigend seine Hand als sie vor ihm zurückschrickt, geht jedoch nicht genauer darauf ein, er weiß das es ihr nicht wohl wäre.
“Ich bin nicht hier um einen Monolog mit Zuhörer zu halten. Ich bin hier weil ich mich mit dir unterhalten Wollte, Emily.” meint er lächelnd, “Aber wir müssen uns nicht jetzt darüber unterhalten. Erzähl es mir, wenn du es möchtest.” er nimmt einen Schluck vom Wasser. “Du hast Yumiko gehen lassen, wie ich mir sicher bin mit aller Hilfe die du ihr bieten konntest, weil sie eine Jägerin war. Jede Jagd ist ein Risiko. Ich weigere mich zu glauben dass du die Dinge so hättest passieren lassen, wenn du geahnt hättest, oder in der Lage warst sie zu verhindern.” Dann mustert er sie, “Und das andere glaube ich dir nicht. Egal wie unsympathisch er dir war, egal wie wenig du ihn mochtest, du hättest ihn nie absichtlich verletzt. Ich weiß wie schwer es ist Ghoule von den Originalen zu unterscheiden. Außerdem warst du mit Sicherheit in einer Stressituation.” er schüttelt leicht den Kopf, ehe er bei ihrer Frage in ihre Augen blickt und leicht lächelt, “Ich jage Hexen. Sie sind Monster die in menschengestalt umher wandern. Ich habe Erfahrung darin, schlechte Menschen zu erkennen. Wenn ich in deine Augen blicke, sehe ich kein Monster.” erklärt er ihr leise und sanft. Nein, eine verletzte Junge Frau, doch das will er ihr nicht sagen.
Bei ihrer Frage greift er mit langsam Bewegungen an seinen Hals, öffnet eine kleine Goldkette, ehe er ihr ein Kruzifix mit einem Kreis reicht, wo sich die Balken treffen. Er öffnet das kleine Medaillon und zeigt ihr die beiden Bilder darin. Eine Junge Frau mit lachfältchen, vielleicht Mitte 20, schwarze Haare, intelligente Augen. Ein Mädchen, vielleicht fünf Jahre, wildes blondes Haar das gerade hochkonzentriert, mit gekrauster Stirn auf ein Märchenbuch starrt. “Da.” sagt er leise.

Sie nickt und meint dann “Irgendwann mal, wenn…wenn wir unter uns sind.” Und macht mit dem Kopf ein Bewegung Richtung Cafè übergeht seine Geste.. “Ich weiß, dass du kein Vortrag halten willst, ich meinte ja nur, dass meine Probleme warten können.” Sie zieht die Beine hoch und umschlingt sie mit den Armen, dass etwas seltsam wirkt auf dem Stuhl. “Naja, Yumiko und ich waren noch sehr jung, aber wenn ich meine Eltern was gesagt hätte.”Sie stockt kurz. “oder meinen Geschwistern. Wenn ich sie aufgehalten hätte. Ihr gesagt hätte sie solle nicht fortlaufen, nicht allein oder wenn ich mit ihr gegangen wäre.” Ihre Stimme wird leicht brüchig. Trinkt den letzten kleinen Schluck Wasser aus ihrem Glas. “Naja, dann wäre alles anders gekommen.”
Ihre Stimme wird stickig. “War er nicht, nicht wirklich. Ich meine klar, er hält mich wahrscheinlich für eine Kriminelle. Ein Straßenmädchen, was ja auch indirekt stimmt. Er glaubt wahrscheinlich ich bin keine Umgang für Ethan. Aber alles kein Grund ihm eine reinzuwürgen. Er stand plötzlich vor mir und ich habe einfach zu getreten. Ich jage schon seit meinem 11. Lebensjahr. Ich sollte den Unterschied kennen. ” Sie schließt die Augen. atmet tief durch. “Es ist gut zu hören. Irgendwann wirst du verstehen warum.”
Sie schaut sich die Bilder an und lächelt. Ihre Augen ruhen eine ganze Weile auf dem Medaillon, schaut danach hoch in seine. “Hübsch. Deine kleine war…ist niedlich.”

“Ich verstehe.” meint er nur mit einem Nicken in ihre Richtung. Ihre Erzählung hat Zeit. Und er kann verstehen dass sie sich einen privaten Raum wünscht um so ein Thema zu klären. Ehrlich gesagt, nagt ihr Anblick an ihm. Wäre dort Julie gesessen, so zusammengekrümmt, hätte er sie in die Arme genommen, doch sie scheint nicht gut auf Berührungen zu reagieren. “Das war nichtsdestotrotz nie deine Entscheidung. Es war ihre Sache, damals und heute.” Stellt er, mit etwas eindringlicher Stimme, fest. “Und du hast mir erzählt das ihre Familie auch jagte. Es könnte genauso gut sein, dass Yumiko schon vor Jahren gestorben wäre. Und sie ist noch nicht tot. Ich verspreche dir, dass ich mich bemühe ihr zu helfen.” erklärt er, jetzt wieder sanfter.
“Also ist es genauso wie ich es dir gesagt habe. Es war ein Reflex. Du hattest Angst und sei es nur eine körperliche Reaktion. Es war gefährlich, plötzlich war er da und du hast zugeschlagen. Reflexe lassen sich kaum kontrollieren. Du darfst dich deswegen nicht zerfleischen, das hätte genauso gut mir passieren können.” Dann fixiert er sie, “Und das du schon so lange jagst, heisst keineswegs dass du keine Fehler machen darfst. Es heisst, dass es bewundernswert ist, dass dir keine schlimmeren Fehler unterlaufen sind. Das es ein Wunder ist dass du noch lebst und so eine gute Person geblieben bist.”

“Kann sein.” Sie erhebt sich. “Entschuldige mich einen Moment.” Dann geht sie zur Damentoilette. Vergewissert sich, dass sie alleine ist und stellt sich vor den Spiegel und spricht mit sich selbst “Hör auf so rührselig zu sein. Was versprichst du dir davon. Davon wird auch nicht alles gut. Reiß dich verdammt nochmal zusammen. Er ist ein Jäger, so wie die anderen auch.” Dann lässt sie kaltes Wasser über ihr Gesicht fließen, trocknet sich ab und geht wieder zu Bart an den Tisch. Er bemerkt, dass einige Haare rund um ihr Gesicht etwas naß sind. Unterwegs pfeift sie noch eine Bedienung an, ihr einen frischen Kaffee zu bringen.
Sie lässt sich locker, aber vernünftig auf den Stuhl fallen. Seufzt einmal und blickt wieder Richtung Bart sie lächelt kurz und sagt dann ernst aber nicht unhöflich “Mir dürfen diesen Fehler nicht passieren, wenn ich, wenn wir Fehler machen, dann sterben Menschen. Jeder Schritt muss wohl überlegt werden. Ich mache Ethan kein Vorwurf, aber Alan hätte nicht dort sein dürfen.”
Die Bedienung bringt ihr den frischen Kaffee. Emily wartet bis die Bedienung gegangen ist.
Dann schaut sie ihn verschmitzt an, lacht ein wenig“Du hältst mich für eine guten Menschen. Ich hoffe, du hast recht, ich bezweifel, dass manchmal.”
Sie beendet den Satz in Gedanken Du wirst sehen, wie recht du hast Bart. Es gleicht einem Wunder.
Sie wirkt jetzt wieder gefasster, nicht so zerbrechlich wie zuvor. Aber sie scheint die Anspannung komplett gelöst zu haben.

Er nickt ihr nur leicht zu, sie könnte schwören dass der Ausdruck in seinen Augen etwas traurig ist, lässt sie gehen und macht es sich bequem während er auf sie wartet, nippt langsam an seinem Glas Wasser.
Als sie wiederkommt lächelt er immer noch, erfreut und sanft. Sie hätte auch davonlaufen können, es gibt genug Leute die so etwas tun wenn sie unter Druck stehen, sie wäre nicht die Erste. Er lauscht ihren Worten… Und nickt, “Es darf nicht passieren. Damit hast du völlig recht. Aber das tut es. Die Leute die dadurch zu schaden kommen sind genauso Opfer der Monster wie diejenigen die von ihnen getötet werden. In Vielen Fällen geben sie sich sogar Mühe es so einzurichten. Und ich bin mir nicht sicher ob das nicht auch mit ein Teil dieser Situation war. Und er hätte nicht dort sein dürfen. Soweit ich weiß, trägt er einen Teil der Schuld.”
Als er ihr lachen hört, den verschmitzten Ausdruck in ihrem Gesicht, lächelt er selbst erfreut. Er sieht sie viel lieber so. “Das geht mit dem Job einher. Aber ich bin mir sicher.” bestätigt er ihr leise.

Sie trinkt einen Schluck aus ihrer Kaffeetasse und stellt sie vor sich ab. Sie hört ihn zu kommentiert es nicht weiter. Plötzlich lehnt sie sich ein wenig nach vorne zu ihm rüber. “Du sag mal, wenn dir, dass zu nah geht oder zu persönlich ist, sag es ruhig, aber hast du schon andere Frauen nach deiner Ehefrau gehabt.” Sie blickt ihn forschend und neugierig an.

Er lächelt nur weiter freundlich, drängt sie auch nicht dazu zu sprechen, sitzt einfach nur da, lässt seinen Blick schweifen, betrachtet sie ab und zu. Beinahe erschreckt sie ihn als so plötzlich leben in die Frau kommt, nur damit sich seine Augenbrauen heben. Das muss er erst kurz verdauen, denkt nach was er sagen will, “Nein. Seit dem hatte ich keine Beziehung mehr.” antwortet er ihr.

Sie wirkt etwas enttäuscht, als hätte sie eine andere Antwort erhofft. Dann nickt sie ihm zustimmend zu und lehnt sich wieder etwas zurück. Scheint ein neues Thema zu suchen. Überlegt eine ganze Weile, dann erhellt sich ihr Gesicht wieder. Hofft ein Thema gefunden zu haben, welches Bart interessiert. Sie wollte kein SmallTalk halten, da war sie noch nicht gut drin. Schließlich fragt sie ihn “Du weißt doch sicher fast alles über Hexen oder? Ich meine du kennst dich doch so richtig gut da drin aus? Ich meine, dass ist quasi fast Neuland für mich. Hexen sind nicht so meine Thema, wenn du verstehst was ich meine. Kannst du mir vielleicht alles sagen, was du darüber weißt?”

Er runzelt kaum merklich die Stirne, als sie so enttäuscht wirkt. Er kennt zwar den Grund nicht für die Frage, aber das sie dann enttäuscht reagiert, irritiert ihn noch einmal etwas mehr. “Wenn du irgendwelche Fragen hast… Nunja, stell sie ruhig. Vielleicht kann ich dir trotzdem helfen?” schlägt er vor, er kann ja nicht in ihren Kopf schauen.
“Ich weiß viel über Hexen und die Hexenkunst, das ist richtig. Ich kann dir davon erzählen, oder dir Lektüre geben, wenn du möchtest.” meint er zu ihr, “Im Großen und ganzen hat jede Hexe ein Vertrautentier, dass sie auch vor dem altern bewahrt und sie verwenden gerne Kräuter bei ihren Ritualen.” Leicht schnalzt er mit der Zunge, “Im Großen und ganzen hören die Ähnlichkeiten da auf. Manche von ihnen gehen lieber vorsichtig und versteckt vor, andere Werfen Feuerbälle. Manche mögen Fallen, andere beschwören jenseitige Wesen um ihr Zuhause zu schützen.”

Sie scheint einen Moment über seine Worte nachzudenken, bis sie ihm Antwortet. “Nun ja, es gab da diesen Jungen, den ich sehr mochte und er starb.” Sie schluckt, als hätte sie die Worte lange nicht mehr laut gesagt. “Und Ethan, du weißt um Ethans Problem oder? Ich hatte gehofft, wenn mir jemand sagen würde, es wird wieder. Dann…” sie bricht ab, sieht Bart mit traurigen Augen an und eine einzelne Träne rinnt über ihre Wange. Sie wischt mit dem Handrücken die Träne weg. Trinkt wieder einen Schluck von ihrem Kaffee und zuppelt an ihren Haaren herum.
Sie scheint sich, aber wieder zu fangen und sagt zu ihm. “Eine Lektüre wäre vielleicht für den Anfang gut.” und lächelt dabei. “Mit dem Vertrautentier habe ich auch schon mitbekommen, damit kann man sehr alte Hexen wohl auch töten. Aber ich glaube ein Buch oder sowas würde mir für den Anfang schon helfen.”

Sein lächeln schwindet einen kurzen Moment als er sieht wie traurig sie wird, sein Herz wird schwer als er sieht wie ihre Augen feucht werden. Er hört ihr zu, seufzt kaum hörbar, ehe er über den Tisch greift, sanft dieses Mal ihre Hand festhält, blickt ihr in die Augen. “Es wird nicht besser, aber… Es tut weniger weh mit der Zeit. Man gewöhnt sich daran. Es ist nicht möglich einen Menschen zu vergessen den man geliebt hat, aber man kann lernen andere Leute zu lieben. Wenn du die richtige Person kennenlernst, wird sich das von selbst nach und nach ergeben, da bin ich mir sicher.” Seine Stimme ist sanft, aber fest, lässt sie gehen als er fertig geredet hat.
Einen kurzen Moment schweigt er, ehe er antwortet, “Ich kann dir ein Buch geben, es sollte dir die grundlegendsten Dinge erklären oder bestätigen. Es handelt sich um ein weniger Mythendurchzogenes Werk der Kirche. Keine Sorge, es ist nicht zu religiös gehalten.”

Als er ihre Hand sanft festhält, kneift sie ihre Augen zusammen, kämpft gegen den Drang an sie wegzuziehen. Ihr Atmen wird schneller, alles in ihr schreit, diese Berührung nicht zuzulassen. Nach einer Weile, für Emily fühlen sich die paar Sekunden wie Stunden an. blinzelt sie und sieht immer noch Bart vor sich. Ihr Atmen ist ruhiger geworden, geht aber noch schneller als zuvor. Hört seine Worte und unterdrückt weiter die Panik. “Hm, aber ich glaube, dass will ich nicht. Ich meine, mich nochmal verlieben.” Als er seine Hand zurückzieht, ruht ihre noch für einen Moment auf den Tisch.Dann schaut sie sich um, kneift sich unterm Tisch ins Bein, verzieht dabei kurz das Gesicht.
Dann nickt sie Bart zu. “Wenn es wirklich kein “religiöses” Buch ist, also im herkömmlichen Sinne, wäre ich dir sehr dankbar. Das wäre für mich zumindest ein Anfang. Es scheint ja sehr viele Hexen zu geben, vielleicht sollte ich mich damit auseinandersetzen.”

Mitleidig betrachtet er sie, als sie schließlich ihre Hand zurückzieht. Er lauscht ihrer Antwort, nickt leicht, etwas nachdenklich, ehe er ihr leise antwortet, “Ich kann dich verstehen. Das ist… Zumindest zum Teil deine Entscheidung, aber ein Teil davon hängt auch vom Zufall ab.” meint er, dieses mal mit einem leichten lächeln, ehe er zu ihrer Hand schaut, “Es tut mir Leid. Ich… wollte dir keine solchen unannehmlichkeiten bereiten.” erklärt er ihr sanft, auch wenn ihre Manierismen ihn leicht überraschen.
“Es ist keine Bibel. Nein.” antwortet er ihr mit einem schmunzeln, “Ich kann es dir ausleihen, keine Sorge. Es ist etwas älter, aber nicht all zu leicht zu beschädigen.”

Es huscht ein lächeln über ihr Gesicht und schüttelt dabei energisch den Kopf. “Nein, ich überlasse sowas nicht dem Zufall.” Sie schaut sich ebenfalls ihr Hand an und danach seine. Etwas zögerlich spricht sie. “Schon oki. Es ist nur.” Schweigt einen Augenblick. “Schon gut, macht nichts.”
Dann grinst sie ihn breit an. “Ok, Ich hätte jetzt auch nicht erwartet, dass du mir die Bibel in die Hand drückst. Ich werde auf das Buch aufpassen wie, wie auf mein Augapfel.”
Sie blickt nochmal durch das Fenster nach draußen. “Wie lange wirst du hier sein, gehst du Ethan nochmal besuchen oder musst du bald wieder zurück?”

Er muss selbst lächeln, senkt kurz seinen Blick, “Ich weiß was du meinst. Ich überlasse solche Dinge auch nicht gerne dem Zufall.” sein lächeln wird einen kurzen Moment noch etwas wärmer, “Aber ich habe mich auch nicht dazu entschieden mich in meine Frau zu verlieben.” meint er sanft.
Einen längeren Moment mustert er sie, ehe er langsam nickt, “Gut.” er lächelt sie an, legt seine Hand zurück auf den Tisch. Es freut ihn, das sie es ihm nicht übel nimmt, denkt darüber nach was wohl diesen schrecken vor körperlichem Kontakt bei ihr hervorgerufen hat, ist aber froh darum das sie zumindest Willens scheint, diese Situation zu konfrontieren. “Ich denke ich werde noch eine Weile hier bleiben. Ich habe es nicht eilig an einen anderen Ort zu fahren, das hier ist recht zentral, ich fahre weiter wenn ich von irgendwelchen Vorkommnissen hier in der Nähe höre. Das ist einer der Vorteile daran in einem Wohnmobil zu wohnen.” erklärt er.

Sie legt ihren Kopf etwas schräg. “Und wie ist es dann dazu gekommen? Warum hast du dich für diesen Schritt entschieden.” Sie scheint kurz über ihre nächsten Worte nachzudenken. “Ich…..ich war damals eine andere.”
Auf einmal wechselt sie das Thema. “Hast du keinen normalen Job wie die anderen älteren Jäger.” Sie überlegt kurz, bis ihr einfällt, dass Ethan gar nicht so alt ist. Verbessert sich aber nicht.
“Aber ich gebe dir Recht, dass mit deinem Wohnmobil ist wirklich praktisch. Hast wahrscheinlich immer alles dabei was du brauchst. Ich mag es ja nicht lange an einem Ort zu bleiben. Außerdem wird es doch langweilig, so an einem Ort.”
Sie schaut ihn im ins Gesicht, dann schielt sie auf seine Hand und blickt ihn wieder ins Gesicht. Scheint sich in ihren Gedanken zu verlieren.
Irgendwas reißt sie wieder aus ihren Gedanken raus. “Oki, ich werde mit dir zusammenarbeiten und wir schauen, wie es läuft.” Sie klingt ein bisschen unsicher.

Er lächelt leicht, scheint kurz zu überlegen, ehe er es ihr erzählt, “Ich bin meiner Frau während meines Studiums begegnet, wir haben zusammengearbeitet und… Alles hat sich ergeben. Ich habe sie nach Abschluss meines Studiums geheiratet und nach ein paar Monaten wurde sie schwanger.” leicht zuckt er mit den Schultern. Er nickt nur leicht, “Das waren wir alle.” antwortet er ihr leise.
Kaum merklich muss er schmunzeln, “Nein, ich… Arbeite nicht.” erklärt er leise. “Ich… hatte damals das Anwesen meines Vaters und seine Wertpapiere geerbt. Dann war die Sache mit meinem Laden, ich… Ich habe eine signifikante Summe ausgezahlt bekommen und ich brauche nicht viel.
Bart nickt leicht, “Es ist auch sonst nützlich, als Jäger. Ich kann alles darin transportieren das ich brauche und wenn ich mit anderen Jägern unterwegs bin, kann ich sie im Wohnraum unterbringen und unter umständen können sie sogar etwas schlafen. Verletzte können sich hinlegen. Es kann langweilig werden an einem Ort, aber… Es kommt drauf an, welcher Ort und wer dort ist.” Ihren Blick erwidert er, nur um zu schmunzeln, als sie ganz plötzlich zu einer Entscheidung kommt. “In Ordnung. Nur zu gerne.” antwortet er ihr.

Sie schaut ihn traurig an. “Es tut mir leid, für dich dass du so aus deinem Leben gerissen wurdest und alles verloren hast….Das du jetzt Jagen musst.”
Ihr blick geht für einen Moment wieder zu seiner Hand, bevor sie Bart wieder direkt anblickt. Sie legt vorsichtig ihre Hand ebenfalls auf den Tisch, aber mit etwas Abstand zu seiner Hand. Auf einmal lächelt sie ihn breit an “Das heißt du bist stinkreich´?” Sie flüster als wolle sie, dass es keiner mitkriegt.
Jetzt spricht sie wieder in normaler lautstärke. “Aber dennoch sehr auffällig oder?…Ich weiß nicht, für mich spielt das eigentlich keine Rolle. Ich mache meinen Job und ziehe dann weiter. So ist das leben.” Sie schweigt einen Moment “Jetzt”.
Nach einer Weile “Warum schmunzelst du? Es ist nur ein Versuch.” Dabei schaut sie vor sich auf den Tisch und ihrer Tasse in dem noch ein schluck Kaffee ist, der mit Sicherheit jetzt kalt geworden ist.

Er lächelt nur als sie ihm den traurigen Blick zuwirft. “Schon in Ordnung, ich… Bin nur froh das meine Tochter noch lebt.” meint er leise und beendet das Thema damit.
Aufmunternd, lächelt er ihr zu, als sie ihre Hand in der nähe seiner auf den Tisch legt, ehe er seine Hand ein kleines Stück bewegt, so dass seine Fingerspitze ihre berührt. Sie tut ihm leid, dass selbst der Gedanke an eine Berührung sie schon leicht schreckt. “Wenn man so will, ja. Das meiste Geld ist fest angelegt, damit es mir nicht ausgeht, ich lebe von dem was sich an Zinsen und Dividenden ergibt. Mein Onkel kümmert sich um das meiste finanzielle.” erklärt er ihr, nicht ohne zu schmunzeln ob ihres Tonfalls.
“Ich bin ja recht ähnlich unterwegs wie du. Deswegen spielt es für mich auch nicht all zu sehr eine Rolle, aber ja, wenn man unauffälligkeit will, oder die Möglichkeit schnell zu flüchten ist das wohl eher kontraproduktiv.” stimmt er ihr zu, “Aber man kann den Wagen auch etwas weiter entfernt vom Einsatzgebiet abstellen, das geht auch.”
Beinahe hätte er gelacht, jedoch sieht er ihr an dass ihr die ganze nicht ganz wohl ist, deswegen schweigt er nur, bis auf ein leises, “Natürlich.” ehe er einen Schluck von seinem Wasser nimmt.

Sie lässt ihre Hand dort liegen, obwohl er ihre Finger nur leicht berührt, bleibt sie ruhig dabei. Ihr Atem beschleunigt sich etwas, doch die Hand bleibt ganz ruhig liegen.
Sie nickt zustimmend. “Abgemacht.”
Sie beißt sich auf die Unterlippe scheint darüber nachzudenken. Schaut sich immer mal im Café um, als würde etwas schreckliches passieren.
Sie hält den Atmen an und greift seine Hand, drückt leicht zu als wäre es ein Zustimmung und lässt sie dann auf seiner liegen.
Stößt ein leises kaum hörbares seufzen aus. Blickt sich noch einige Male um, zieht die an Hand wieder weg und legt beide Hände auf ihrem Schoß. Dann schaut sie ihn wieder an “Und jetzt? Willst du noch zu Ethan?” Sie schaut auf die Uhr an der Wand, überlegt wieviel Zeit schon vergangen war, aber eigentlich ist es ihr auch nicht wichtig. Ein oder zwei Tage wird sie hier in Vermont wohl noch aushalten.

Leicht nickt er ihr beruhigend zu, als sie tief durchatmet, aber bei der Berührung ruhig bleibt. Zum einen tut sie ihm Leid, zum anderen wäre eine so ausgeprägte Phobie davor berührt zu werden, womöglich während der Jagd eine Gefahr. Beinahe wirkt er etwas überrascht als sie seine Hand ergreift, hält diese jedoch still damit sie sich an das Gefühl gewöhnen kann, Er sagt nichts als sie nach einigen Momenten ihre Hand wieder weg zieht, lächelt nur kurz, ehe er nach seinem Glas greift als wäre nichts passiert. “Ich überlasse es dir. Wenn du mitkommen möchtest oder noch etwas zu tun hast, gehe ich ihn besuchen. Ansonsten… Wenn du möchtest können wir zu meinem Wagen gehen und ich gebe dir das Buch?”

Sie erhebt sich ohne Worte, zieht einige Dollar aus der Tasche und wirft diese auf den Tisch. Sie wartet bis Bart sich auch erhebt. “Gut, gehen wir zu deinem Auto. Ich…..ich habe tatsächlich hier noch ein zwei Sachen zu erledigen. Danach können wir alles weiter besprechen.” Dann geht sie Richtung Ausgang und zu Barts Wohnmobil.

Bart steht selbst auf, greift in seine Tasche und bezahlt seine eigene Zeche. Dann richtet er seine Kleider, übermäßig warm ist es draussen ja nicht, trinkt sein Wasser aus, ehe er ihr hinterher spaziert zu seinem Wohnmobil. Im Inneren ist es zumindest etwas wärmer als draussen, deutet ihr sie solle es sich bequem machen und macht sich daran im Inneren seines Wagens das Buch ausfindig zu machen, eine Art moderner, englischer Hexenhammer, zusammengestellt aus älteren Papieren von ihm und zwei anderen Jägern. Er setzt sich neben sie und geht mit ihr zusammen die erste Seiten des Buches durch, beantwortet ein paar Fragen, bis es schließlich spät wird.

Sie setzt sich auf die Bank des Wohnmobils, ihre Jacke locker über ihren Schoß gelegt, schaut Bart beim suchen zu. Als er das Buch gefunden hat und sich neben sie setzt, macht sie ein wenig Platz und achtet genau darauf, dass die beiden sich nicht berühren. Sie hört aufmerksam zu, was Bart ihr erzählt. Stellt mal hier und da eine Frage zum Thema. Nachdem alles wichtige gesagt wurde, schaut sie ihn an, lächelt “Danke.” Sie steckt das Buch in ihrer Tasche. “Es ist schon spät, ich sollte gehen.” mit diesen Worten erhebt sie sich, zieht ihren Mantel an und geht zur Tür des Wohnmobils. Dreht sich nochmal um und nickt Bart mit einem lächeln zu. "Ich melde mich, wenn ich hier fertig bin.” Dann geht sie raus in die Kälte.

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Timberwere

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