Mädchenkram - Supernatural

The Empty Sound of Loneliness

Es war mitten in der Nacht, als ich diesen Anruf bekam. Er war verstörend und abgehackt. Ich hörte immer wieder nur ein rauschen, aber ich war mir sicher, dass es Yumiko war. Yumiko stammt ebenfalls aus einer Jägerfamilie. Unsere Väter waren Jagdkollegen, dass schweißte uns Mädchen zusammen. Wir waren fast in einem Alter, sie war zumindest damals etwa 1 Jahr älter als ich. Meine Geschwister hatten ja nie Zeit für mich und so freundete ich mich mit Yumiko an. Wir haben schon viel scheiße zusammen gebaut. Es war auf unser Art und Weise eine schöne Zeit. Als Yumiko’s Eltern umgebracht wurden, verschwand sie und tauchte unter. Ich hatte nichts mehr von ihr gehört, ich hatte sie gesucht, Zeitungsannoncen geschrieben und Radio durchsagen gemacht, aber sie wollte nicht gefunden werden. Es zerrieß mir das Herz. Ich dachte noch oft an Yumiko und vermisste sie. Doch dann ging ich auf die Uni und schon bald fand ich neue Freunde und die Erinnerung an Yumiko verblasste. Wie gesagt bis zu diesem Anruf, dass sie meine Hilfe brauchte. Es muss 4 Jahre her sein, nach der hiesigen Zeitrechnung. Ich habe noch nicht einmal gewusst wo sie meine Nummer her hat. Hat sie zu Hause angerufen?

Bei dem Gedanken dreht sich schon wieder mein Magen um, darf ich überhaupt noch zu Hause sagen. Es hatte in einem riesigen Knall geendet und ich bin einfach mit Sack und Pack verschwunden. Ja, wie damals Yumiko. Ich redete mir ein, dass es etwas anderes war, aber belüge ich mich mich nur selbst? Ob sie weiß was passiert ist, haben sie ihr alles erzählt und sie hat mich trotzdem angerufen? Ich muss zu ihr hin, ich muss, will es ihr erklären und vor allem will ich wissen was mit ihr geschehen ist. Ob sie die Mörder ihrer Eltern gefunden hat?

Ich fuhr also noch in der selben Nacht los und fuhr bis Rome (Georgia) durch. Dort suchte ich das nächste Road House auf, ein schicker Laden, dass muss ich schon sagen, hatten sogar einen Erste-Hilfe-Raum. Ich sah mich ein wenig ratlos um und wusste gar nicht genau wo ich anfangen sollte. Aus den Nachrichten habe ich gehört, dass Yumiko nach Cahaba Center for Mental Health gebracht wurde, bzw. ich habe ein Bild gesehen, dort war sie als Jane Doe eingeliefert worden. Ich bekam zufällig mit wie ein Mann den ich auf Mitte / Ende 30 schätzte, ebenfalls zur Klinik wollte.

Er stellte sich mir als Mr. Blackwood vor. Leider war er nicht wegen Yumiko da, ich hatte gehofft, dass er sie kennt. Es gab aber eine weitere Patientin die er aufsuchen wollte. Während des Gesprächs kam raus, dass es nur eine Bekannte war, von der er Informationen haben wollte. Einen Frau Namens Ambra (ein Pseudonym?), ich erzählte ein wenig von Yumiko, dass sie eine alte Freundin ist und wir uns aus den Augen verloren und ich durch zu Fall mitbekommen habe, dass sie anscheinend hier gelandet ist und ich herausfinden wollte was mit ihr passiert war. So beschließe ich mit Mr. Blackwood, denn ich auch Bart nennen durfte, vermutlich sein Vorname, gemeinsam zur Klinik hochzufahren.

Vor dem Mental Health Center zögert Bart, es scheint als wolle er nicht reingehen. Er zündete sich eine Zigaretten an und rauchte sich erstmal eine. Ich versteh nicht was die da dran finden, ich mag es auf jeden Fall nicht und finde es ein wenig widerlich. Als Bart fertig war, beschließt er dann doch mit mir reinzugehen. Am Empfang sprechen wir kurz mit der Empfangsdame und sie ruft den behandelnden Arzt der uns abholen kommt. Dr. Ramon Gondzales kam auf uns zu und begrüßte uns. Er fragte uns über die Beiden aus. Bei welcher Versicherung sie seien. Ob es noch Verwandte gibt, bzw. wo diese aufzufinden waren. Und wer wohl die Krankenhausrechnungen übernehmen würde. Wir konnten nicht soviel dazu sagen. Was sollte ich auch sagen, dass sie eine Jägerin ist. Wohl kaum. Mir behagte dieses Thema nicht, vor allem wäre es Yumiko garantiert nicht recht, wenn der blöde Arzt zu viel über sie wusste. Als wir seine Fragen zu seiner Unzufriedenheit beantwortet hatten, erzählte er uns wo sie gefunden wurden und dass sie ziemlich dehydriert waren. Seit dem zeigen die beiden auch kaum eine Reaktion. Beide wurden am gleichen Ort gefunden. Wir betraten den Tagesraum der Klinik, Amber saß an einem Tisch vor einem Puzzle, ohne wirklich die Puzzleteile zu beachten und Yumiko befand sich am Fenster und starrte nach draußen, bzw. ins Leere. Der Arzt erklärte uns, dass ihre Kognitive Prozesse stark gestört sind, kann aber nicht erklären woran das liegt. Bart nahm sich Amber an und versuchte mit ihr zu reden, bekam aber nichts raus. Dort bekam ich mit halben Ohr mit, dass es sich bei Amber wohl um eine Hexe handelte mit einen Mops-Familiär. Als Bart fragte, wo ihr Hund sei konnte man ihm keine Antwort geben, ein Hund sei nicht gefunden worden. Ich hatte mehr Interesse an Yumiko und so setze ich mich neben sie. Ich sprach leise auf sie ein. Fasste ihr sogar am Oberschenkel, eigentlich mochte ich das nicht und alles in mir widerstrebte dem, aber ich hatte mich überwunden. Doch auch darauf reagierte sie nicht. Ich konnte sie doch nicht verloren haben, ich musste was tun. Ich schaute in die Richtung in der sie starrte und nach dem was der Arzt gesagt hat, muss dass in etwa die gleiche Richtung gewesen sein. Es tat schon weh, sie so zu sehen, es war nichts mehr von meiner alten Freundin da.

Bart und ich wollten die persönlichen Sachen der beiden sehen. Yumikos Waffen und die beiden Autos wurden beschlagnahmt. Der Arzt fragte mich, was es mit den Waffen auf sich hat und ich zuckte nur mit den Schulteren. War ich echt so eine gute Lügnerin. Unter Yumikos Sachen fand ich nur eine Messerscheide, dass Messer hat wohl auch die Polizei. Ein bisschen Kleinkram den sie wohl immer in der Taschen bei sich hatte, ihr Handy und ihr Notizbuch. Das Handy war leer, ich steckte es mir denn noch heimlich ein genauso wie ihr Notizbuch. In dem Buch stand, dass sie Ambra verfolgt hat, sie scheint bemerkt zu haben dass sie kein wohlwollendes Medium ist, sondern schon eine fiese gemeine Hexe. Das Handy war schon seit längerem nicht aufgeladen worden.

In Ambras Sachen war wohl nur etwas Schmuck, einige Kleider, Hygieneartikel und einiges an Hexenkram was dazwischen versteckt worden war. Weiterhin befand sich ein Buch das wohl mit einem Zauber versiegelt worden war, welchen nur sie selbst entfernen konnte und ein Flyer eines Vergnügungspark aus den 70er unter ihren Sachen. Der Park befand sich in der Nähe von Fort Payne, aber der muss schon eine ganze weile geschlossen sein. Was also wollten sie dort. Bart steckte das Buch und den Flyer ein sowie auch einige von ihren Tinkturen. Nachdem wir uns die Sachen angesehen haben, gingen wir nochmal in den Aufenthaltsraum wo wir sie unverändert vorfanden. Bart sprach noch mal mit Ambra und konnte sie dazu bringen das Buch öffnen. Keine Ahnung wie er das geschafft hat. In den Buch standen allerlei Rezepte und noch was über Spiegelzauberei. Ein paar Orte an denen sie wahrscheinlich solche Spiegel gesucht hatte, anscheinend kann man dafür nicht irgendwelche Spiegel benutzen, auf jeden Fall scheint sie damit was großes vor gehabt zu haben. Ein Eintrag zum Spiegelkabinett führte direkt zum Canyon Land Park, der Vergnügungspark hier in der nähe.

Als Bart und ich bei den Arzt und Personal nachhakten fanden wir heraus, dass dieser Zustand nicht zum ersten mal aufgetreten war. In den letzten 7 Jahren gab es 11 Fälle und alle wurden in der gleichen Gegend gefunden. Im Naturschutzgebiet, wo sich auch dieser Vergnügungspark befindet. Ein Debuty scheint sich auch schon erkundigt zu haben. Wir fragte nach dem Namen und bekamen den auch direkt. Ihr Namen war Shawnelle Towney.

Bevor wir zum Naturschutzgebiet fuhren, um uns dort umzusehen, fuhren wir erst einmal zu diesem Debuty. Wir gingen ins Departement und fragten uns nach Ms. Towney durch. Als wir sie fanden und sagten worum es geht, ging sie mit uns nach draußen und ein Stück „spazieren“. Sie erzählte uns, dass sie ist der Meinung ist, dass es am Canyan Land Park liege, vielleicht Gase im Boden oder irgendein Dampf oder so etwas. Sie meinte auch, dass ginge jetzt schon ca. 20 Jahre so. Wir erfuhren von ihr, dass der Vergnügungspark schon in den 70er geschlossen wurde. In den 90ern haben dann ein paar Leute eine Revival-Tour gemacht, welche durch die Geisterbahn führte und am Ende „Jesus“ fanden.

So ein Schwachsinn

Aber die kamen alle wohlbehalten zurück, kurz danach sind die ersten verwirrten Personen aufgetaucht. Der Deputy, der das untersuchen sollte, endete genauso und ist seit einer Klinik und nicht wieder normal geworden. Das Sheriff’s Department hatte seit dem nur versucht die Bevölkerung von dort fern zu halten. Sie hatten keine Spur gefunden, wonach die Personen den giftigen Dampf eingeatmet haben sollten, bzw. das Gas herkam. Sie haben bloß die Wege zu wuchern lassen und alle Wegweiser entfernt.

Ms. Shawnelle Towney erzählte uns, dass sie gerne den CDC (Centers for Disease Control and Prevention) darauf ansetzen wollte, aber der hiesige Sheriff wollte davon nichts wissen und meinte, dass würde auch so reichen. Da würde ja kein Weg mehr hinführen und der Nationalpark wäre ja groß genug. Nach dem sie uns alles berichtet hatte und nichts mehr von Bedeutung sagen konnte, machten wir uns auf den Weg zum Nationalpark, um den Vergnügungspark zu suchen.

Auf dem Parkplatz vom Nationalpark gab es noch ein Kiosk wo wir uns Getränke und ein bisschen Proviant holten, wir wussten ja nicht wie schnell wir wieder da raus waren. Dort arbeitete nur ein desinteressierten Angestellte, die wohl noch nie was vom Canyon Land Park gehört hat. Es gab irgendwann mal ein Shuttlebus der aber schon lange nicht mehr fährt.

Zuerst blieben wir lange auf dem breiten Weg des Nationalparks, irgendwann schlugen uns dann in den Wald und gingen eine Weile Querfeld ein. Durch eine alte Karte wussten wir in etwa vor der Park liegen musste. Ms. Shawnelle Towney hatte recht, die Wege zum Vergnügungspark waren tatsächlich überwuchert und von umgestürzten Bäumen umgeben. Auf dem Weg zum Vergnügungspark entdeckten wir den Kadaver vom Ambras Vertrautentier. Er scheint schon eine Weile tot und angefressen worden zu sein, aber nichts deutete auf etwas übernatürliches hin. Nun ja, so ein Mops hat hier draußen wohl kaum eine Überlebenschance. Vielleicht hat den Hund auch das erwischt was die Menschen hier verrückt werden ließ. Er muss wohl desorientiert gewesen sein. Das halb aufgefressene Halsband steckte Bart sich ein. Um auf Nummer sicher zu gehen, steckten wir das Tier in brannt, nach dem wir ordentlich Salz darauf gekippt haben.

Wir sind noch eine Weile durch Unterholz gekrochen und fanden letztendlich den Park. Wir verschafften uns erst einmal einen groben Überblick und bemerkten schnell, dass er aufgebaut war wie ein fünfspeichiges Rad. An den Wegen waren Buden und Tiergehege aufgebaut, die schon alle recht zerfallen aussahen. Wir nährten uns dem Zentrum, dort stand ein großes Holzgebäude in der Form eines Zeltes. Ich hörte auf einmal diese Violinmusik die Bart anscheinend nicht hörte. Auf einmal waren geisterhafte Schemen zu sehen, ich war mir sichere das nicht eingebildete zu haben. Bart sah sie auch. Mir wurde ganz mulmig zumute, ist das hier auch eine Art Tor in eine andere Welt, führt das Tor auch ins Fegefeuer. So in Gedanken versunken erschreckte ich mich vor einen der Schemen und schoß einen Pfeil. Doch ich habe nur die alte Bretterbude dahinter getroffen. Mit einem Augenschlag sah sie aber nicht mehr alt und verrottet aus, sondern wie zu ihren Glanzzeiten. Plötzlich sagte ein Mann hinter der Bude „Sie haben eine Rose getroffen.“ und reicht mir diese. Dieser Augenblick verging so schnell wie er gekommen war und es war wieder nur die alte Bretterbude und mein Pfeile steckte hinten in der Wand. Möglich das dies mal eine Schießbude gewesen ist. Wir gingen weiter und kamen am Zentrum an, dies schien ein Spiegelkabinett und Geisterbahn zu sein. Die Spiegel waren größtenteils kaputt, die Rahmen morsch. Das Spiegelkabinett hatte einen Übergang zum Geisterhaus. Es waren dunkle Gänge mit ebenso dunkle Nischen, aus denen wahrscheinlich spukige Puppen und ähnliches heraus gesprungen waren. Als wir um eine Ecke bogen sahen wir eine dunkle Gestalt, die aus der Wand sprang, nicht vor uns, sondern vor zwei anderen Leuten. Wo kamen die denn auf einmal her. Die dunkle Gestalt sah vage wie ein Gorilla aus. Die Gestalt brüllt kurz und verschwindet wieder. Die anderen Leute waren auf einmal auch verschwunden.

Vielleicht jemand im Gorillakostüm?

Es war nicht groß und als wir wieder nach draußen kamen hörte ich wieder Violinmusik und nach Regen. Und immer wieder hörten wir lachenden Menschen und Violinmusik. Es schien fast als würden sich hier zwei Realitäten überschneiden. Also lag ich gar nicht so weit entfernt mit meiner Vermutung. Ich wusste es eigentlich besser, aber ich musste mir sicher sein, also fasste ich einen der Schemen der bei mir in der nähe stand an. Es war ein junger Mann der auf einmal klar und deutlich vor mir stand. Als ich ihn fragte welches Jahr wir haben antwortet er mir verwirrt mit „2011“. Er schien sehr glücklich hier zu sein, er fand es sehr schön hier „Hier gibt es Zuckerwatte.“ Ich bemerkte es gar nicht, aber Bart sah wohl wie ich selbst schemenhaft wurde, so erzählte er mir es hinterher. Er fasste mich nur ganz kurz an die Schulter und ich wurde wohl sichtbar realer. Ich hätte am liebsten den ganzen Park niedergebrannt, aber Bart überzeugte mich, dass es erstens nicht helfen wird, zweitens das Feuer sich ausbreiten könnte und drittens man es vom weiten sieht.

Ich brauchte einen neuen Blickwinkel, also klettert ich auf eine der Buden und sah jetzt eindeutig das der ganze Park wie ein Rad angelegt war und nicht wie ich erst vermutete ein Pentagramm. Ich schaute zum Geisterhaus, welches das größte Gebäude / Bude war und sah dort einen riesigen Totenschädel prangen abgeblättert und reglos. Nach dem ich mir den Totenschädel genauer ansah, veränderte er sich langsam von alt und vergammelt zu neu mit schwarzer Kapuze auf Furnierholz mit rotglühenden Glühbirnenaugen. Wieder ließ ich einen Pfeil in seine Richtung schnellen.

Nun vernahm auch Bart die Violinmusik, er konzentrierte sich auf das Schild am Eingang, welches die Witterung unleserlich werden ließ. Auch dies schien jetzt erneuert zu sein und er konnte erkennen was darauf stand ~ Idolinos Geisterhaus – wo die Realität zum Zerrbild wird~. Bart sah zu mir rauf und meinte das er den Namen auch auf den Flyer gelesen hatte, vielleicht der damalige Besitzer.

Hm, vielleicht haben wir im Spiegelkabinett irgendetwas übersehen. Dieser Ort machte mich immer nervöser. Wir gingen rein und suchten den Mittelpunkt. Ich deute auf eine Tür und meinte seltsamer Weise ist mir diese Tür vorher gar nicht aufgefallen. Bart konnte sich auch nicht erinnern. Ohne Vorwarnung habe ich die Tür eingetreten, ich hatte jetzt echt die Schnauze voll von diesem Ort. Ich wollte meine Yumiko zurück, ich wollte diesen grässlichen Ort so schnell wie möglich verlassen und notfalls mit Gewalt. Wenn ich eins dort drüben gelernt habe, dann das Gewalt sehr wohl eine Lösung ist. Die Tür splitterte aus den Angeln und wir standen im intakten Spiegelkabinett. Bart konzentriert sich auf mich und sah das ich wieder schemenhaft wurde, aber auch er sah das Spiegelkabinett im alten Glanz erstrahlte. Er packte mich wieder an die Schulter, aber bevor ich Wiederworte geben konnte hatte er schon losgelassen.

Es ist irgendwie seltsam, als wenn er mich hier halten würde. Schon komisch. Ich hatte furchtbare Angst, aber dieser Fremde von dem ich quasi nichts wusste, konnte mich zurück ins hier und jetzt halten. Ich sollte aber mein Glück wirklich nicht überstrapazieren.

Ich wollte keine Zeit mehr verlieren und zerschlug die Spiegel einen nach dem anderen. Bart wollte mich zurückhalten, aber das ließ ich nicht zu. Aus der eingetretenen Tür kommt ein Pierrot mit einer Violine und fleht mich an damit aufzuhören. Ohne darüber nach zu denken packt ich ihn und schleudert ihn in einen Spiegel. Der Spiegel zerbricht und der Pierrot blutet aus mehren Schnittwunden. Auf dem bodenliegend sagte er, er sei Idolino und das dies sein Vergnügungspark sei. Ich wolle ihm klar machen, dass wir schon 2016 hatten und der Park schon lange geschlossen hatte und ich glaube, dass er nicht mehr am leben sei. Aber seit meiner Rückkehr kann ich nicht so gut mit Menschen. Ich weiß, ich stoß ihnen schnell vor dem Kopf und halte sie für unfähig.

Naja zu 90% stimmt das ja auch.

Natürlich glaubt dieser dumm Geist mir kein Wort, auch nicht dass er Menschen und ihre Familien zu Grunde richtete. Ich hoffte, dass Bart in dieser Hinsicht etwas talentierter war. Er wies Idolino darauf hin, dass seine blutenden Wunden verschwunden sind und er bereits viele, viele Jahre tot sei. Langsam lässt sich Idolino davon überzeugen. Idolino fing an zu jammern, dass er den Park schließen musste, weil er nicht genug Geld eingenommen hatte. Dann wurde es dunkel, aber dann kamen Leute und haben ihn geweckt. Doch auch die sind wieder gegangen und so er lockte neue Gäste mit seiner Violine an. Glücklich sollten sie werden, sich entspannen und amüsieren und den Alltag eine Weile vergessen, dass war sein Wunsch. Er wollte sich nicht eingestehen, dass das alles ein Ende haben sollte. Bart und ich überzeugten Idolino, dass es nicht gut für die Leute war, dass sie sogar daran sterben. Zögernd übergab er mir seine Violine, mit einem kräftigen schlag auf dem Boden zerstörte ich das Instrument und die geisterhafte Realität verschwand.

Als wir nach draußen kamen war alles normal. Ich atmete tief durch. Ich bin noch immer hier.

Wir fuhren sofort zurück zur Klinik. Als wir dort ankamen hatten Yumiko und Amber einen Zusammenbruch. Als wir sie am nächsten Tag besuchten, waren sie untröstlich, aber sie nahmen zumindest schon wieder ihre Außenwelt wahr. Yumiko und Amber sind zwar noch nicht ganz bei sich. Sie meinten sie waren so glücklich. Bart schien noch ein paar Infos aus Amber kriegen zu wollen und fragte sie nach ihren Lehrmeisterin, aber Amber stammelte nur was von „wollte sie nicht kommen, ich dachte, sie würde kommen.“ Mehr war nicht aus Ihr raus zu bekommen. Yumiko sprach nicht wirklich mit mir. Ich verabschiedete mich und gab dem Arzt noch meine Nummer. Er sagte mir , dass sie verlegt wird, aber er meine Nummer weitergebe und ich bei Veränderung benachrichtigt werde.

Ich fuhr mit Bart noch zurück ins Road House, wir unterhielten uns noch kurz und tauschten Nummern aus. Bevor ich dann ging, sagte er mir noch, dass ich davon ausgehen kann, dass er sich um Yumikos Behandlungs- und Unterbringungskosten aufkommen wird oder zumindest dafür sorgen wird, dass es ihr gut geht und nicht fallen gelassen wird. Er meinte es gehört sich nicht Jäger fallen zu lassen, wenn es sie erwischt. Ich bedankte mich vielmals dafür und sagte dass ich leider nicht die finanziellen Möglichkeiten habe, aber ich schuldete ihm auf jeden Fall einen gefallen.

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Timberwere

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