Mädchenkram - Supernatural

Von Ghulen und Hexen

Ich war gerade in irgendeinen Diner in der Nähe von Stockbridge (Massachusetts) und blätterte die Nachrichten durch. Nachdem ich am morgen von Ethan aufgebrochen war.

Es tat schon gut sich mal auszusprechen,
auch wenn ich nicht genau wusste warum ich ausgerechnet zu Ethan gefahren war.
Eigentlich kannten wir uns gar nicht und ich wusste nicht, ob er nur höflich war,
aber es schien ehrliches Interesse zu sein wie es mir ging.

Plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich stieß über mehrere Zeitungsberichte an verschiedenen Tagen. Einer handelte von einem grausigen Fund, wobei Kanalarbeiter Plastiksäcke mit Knochenteilen gefunden hatten, ob es menschliche Knochen waren, wurde nicht gesagt. Der zweite von einem Polizeibeamten Gale der ein Interview gab, aber dabei keinerlei Angaben machte.

Ob das Ethans Bruder war? Ethan hatte erwähnt,
dass er Polizist ist. Aber war das in NY?

Der dritte Bericht der meine Aufmerksamkeit auf sich zog, schien auf dem ersten Blick nichts mit den anderen Zeitungsberichten zu tun zu haben, aber wer glaubt schon an Zufälle. Es ging um Selbstmorde. Man nannte sie die Rumpelstilzchen-Selbstmorde. Ein aufstrebender Börsenmakler schlug sich selbst den Schädel ein, zwei Wochen später schlug ein 23 jähriger Brocker, Hamish M., sich vor Wut den Kopf an einer Skulptur zu Brei. Ein drittes Opfer soll es auch gegeben haben, der auf ähnliche Weise umkam.

Ich studierte die Berichte nochmals und machte mich dann auf dem Weg nach Hell`s Kitchen. In einem Starbucks wollte ich mich erst einmal aufwärmen, bevor ich mit meinen Nachforschungen anfing. Der Laden war sehr voll, also ging ich nach hinten durch und sah Cal an einem Tisch sitzen und mit einer Angestellten diskutieren. Den hatte ich hier nicht erwartet, aber in Baltimore hatten wir ziemlich gut zusammengearbeitet. Ich ging auf ihn zu und er bot mir einen Stuhl an. Er sagte mir, dass er auch gerade erst angekommen sei und noch nichts herausgefunden hatte. Plötzlich stand Ethan bei uns am Tisch. Er schien den den Bericht über oder besser mit seinem Bruder gar nicht gelesen zu haben und war von der Uni geschickt worden.

Vielleicht sollte ich den Dekan mal einen Besuch abstatten.
Aber nein, der hatte ja eigentlich auch keine Schuld.
Ich hatte schon vor lange Zeit aufgegeben ihnen allen die Schuld zu geben, außer mir.
Das tat jetzt auch nichts zur Sache.

Jetzt wo wir schonmal alle hier waren, konnten wir auch der Sache gemeinsam auf dem Grund gehen.

Wir gingen nach draußen, die Fundstelle war in der Nähe in einer Seitenstraße. Wir ignorierten das Absperrband der Polizei und gingen zu dem noch offenen Loch. Die Plastiksäcke schienen in einer Art Tunnel oder Kanalisationsrohr gestopft worden zu sein. Wir schauten uns dort eine Weile um, konnten aber nichts weiter entdecken. Wir überlegten kurz was wir als nächstes tun sollten, also schlug ich vor uns aufzuteilen. Ethan sollte in die Gerichtsmedizin gehen und Cal und ich zur Polizei. Cal meinte aber, dass es keine gute Idee sei, schließlich hatten wir es hier nicht mit Dorfpolizisten zu tun und da musste ich ihm recht geben. Es war immerhin NY und kein kleines Kaff mit einem faulem Sheriff. Also sollte Ethan mit seinem Bruder sprechen, von dem er mittlerweile durch Cal und mich erfuhr, dass er wegen den Knochen interviewt wurde. Ethan wollte nicht, dass hatte er mehrmals zum Ausdruck gebracht, aber es blieb ihm keine Wahl, wenn wir von der Polizei Auskünfte wollten. Also machte Ethan sich auf zum Revier, um mit seinen Bruder zu sprechen. Der war anscheinend nicht so begeistert, aber bereit mit Ethan zu reden.

Ich konnte nur ahnen, was Ethan jetzt durch machte.
Mit seinem Bruder reden, war sicher nicht leicht für ihn.

Cal und ich wollten in der Zwischenzeit mit der Gerichtsmedizinerin sprechen und waren daher ins nahegelegene Krankenhaus gefahren, um uns dort in der Pathologie die Knochen anzusehen. Wir gaben uns also Reporter eines New Yorker Käseblatts aus. Die Pathologin wollte uns eigentlich keine Auskunft geben, aber für 150$ durften wir doch mal ein Blick auf die Knochen werfen. Es waren insgesamt Knochen von 5 verschiedenen Leichen, aber keiner der Körper vollständig. Überall fehlten die Schädel, ansonsten waren es immer unterschiedliche Knochenfragmente die fehlten. Es konnte bisher nur eine Person identifiziert werde und auch nur, weil diese Person zahlreiche Knochenbrüche aufwieß. Sie kam wohl aus einer gewalttätigen Familie. Das Opfer hieß Monica Rivers und war 19 Jahre.

So alt wie ich damals, ob man sie vermisst hat.
Hatte man mich vermisst? Wahrscheinlich und doch konnte ich nicht nach Hause gehen.

Die anderen Leichen konnten nicht identifiziert werden, ohne Schädeln und Zähnen. Nicht einmal die ethnische Zugehörigkeit war zu bestimmen. An den Knochen waren zum Teil Bissspuren zu sehen, sie waren zwar größtenteils gesäubert worden, aber man konnte erkennen, dass es kein Tier war.

Nachdem wir nichts weiter aus der Pathologin raus bekamen, fuhren wir erstmal wieder zum Dinner, um uns dort mit Ethan zu treffen und zu hören, was er bei seinem Bruder erreicht hatte. Er erzählte uns, dass Alan als erster am Tatort war und er eines der Opfer kannte. Alan gab Ethan eine Adresse von einem Jugendzentrum, er sollte sich mit der zuständigen Sozialarbeiterin unterhalten. Höchstwahrscheinlich war Monica Rivers das Opfer, welches er kannte, von den anderen kannte man die Identität ja nicht.

Also fuhren wir zum Jugendzentrum, wo sich die junge Sozialarbeiterin aufhalten sollte. Ihr Name war Jessie Macklin. Jessie arbeitete in einem Jugendzentrum nahe des Witt-Clinton-Parks. Sie war noch eine sehr ambitionierte und idealistische Sozialarbeiterin. Sie schien sehr skeptisch zu sein und ließ sich erst einmal einen Kaffee ausgeben. Danach war sie gewillt zumindest mit uns zu reden. Allein die Erwähnung von Ethans Bruder Alan stimmte sie milder und erzählte uns von Monica. Sie erzählte, dass Monica aus einer ganz üblen Familie kam, daher die ganzen Verletzungen und Brüche. Monica wollte wohl an den Broadway. Sie schaute in den Raum und meinte, dass viel der Jugendlichen da hin wollten. Sie deutete auf ein junges Mädchen und sagte, dass das Jenny war. Sie war Monicas beste Freundin, sie würde uns mehr sagen können.

Jenny war ein junges, naives Mädchen und sie schien auf irgendwelchen Drogen zu sein. Von Jenny erfuhren wir, dass Monica tatsächlich ihre beste Freundin war und sie vor einer Weile festgestellt hatte, dass sie im falschen Körper lebte. Sie wollten gemeinsam Erkundigungen einholen wegen einer Geschlechtsumwandlung und einer Hormontherapie. Soweit war es aber nicht gekommen, sie war mit Officer Gale weggegangen und als sie wieder auftauchte wollte sie nach Los Angeles gehen um Schauspielerin zu werden. Jenny erzählte weiter, dass Monica nichts mehr von ihren gemeinsamen Plan wissen wollte und sie das alleine machen müsse. Es war irgendwie, als habe sie gar nicht gewusst, um was es dabei ging.
Jenny schwärmte noch ein bisschen für Officer Gale. Es mischte sich noch ein Jugendlicher ein, sein Name war Josh und er meinte, dass mit dem Officer irgendetwas nicht stimme.

Ob er wohl Ähnlichkeit mit Ethan hat.

Jenny sagte Josh hätte unrecht, dass mit dem Officer etwas nicht stimmt. Cal wollte mit Josh zu sprechen und ging zu ihm rüber. Josh versuchte gegenüber Cal rum zu posen, dass aber Cal völlig kalt ließ. Dann erzählte Josh, dass Officer Gale öfter Leute aus dem Jugendzentrum mitgenommen hatte und wenn sie wiederkamen seien sie verändert. Das war doch nicht normal und der Officer sei total gruselig. Ihm würde das nicht passieren, mit ihm konnte er nicht so umspringen, er würde sich wehren.

Außer Monica waren noch drei weitere Jugendliche mit Officer Gale mitgegangen und alle drei hatten sich hinterher seltsam verhalten, waren entweder zurück nach Hause gegangen oder in eine andere Stadt gezogen oder was auch immer. Aber Josh glaubte das nicht wirklich.
Jessie hackte da ein und versicherte uns, dass Officer Gale nichts damit zu tun hatte. Sie sagte, dass ihm die Kids hier am Herzen lagen, genauso wie ihr auch. Ich hatte ja den Verdacht, dass sie ein Paar waren oder zumindest Jessie was von ihm wollte.
Erst jetzt schien ihr aufzufallen, dass sie unseren Namen noch nicht kannte und wollte diese von uns wissen. Ethan stellte sich mit seinem Vornamen vor und den schien Jessie etwas zu sagen und fragte Ethan, ob Alan sein Bruder sei. Ethan bestätigte dies, dass wiederum ließ Jessie misstrauischer werden. Er müsste doch am besten wissen, wie dass mit verschwunden Jugendlichen war. Ethan nickte. Ich merkte an, dass es mich wunderte, dass Alan soviel über sein Privatleben erzählte. Da blaffte Jessie mich an, dass er das hat und sie ihm schließlich auch aus ihrem Privatleben erzählte.

Danach ging ich nochmal zu Jenny und gab ihr meine Telefonnummer und etwas Geld. Ich bat sie mich anzurufen sollte sich Alan melden oder sich mit ihr treffen wollen. Jenny gab mir gleich zu verstehen, dass sie aber keinen Dreier machen wollte. Ich versicherte ihr, dass mir nichts ferner liegt. Aber ich dringend mit ihm sprechen müsste und sie beide danach alleine lassen würde. Dies stimmte Jenny milde und versicherte mir mich anzurufen.

Was glaubt sie denn? Erstens kenn ich diesen Alan gar nicht.
Geschweige denn, dass er Ethans Bruder ist und abgesehen davon,
dass es mir unmöglich erscheint irgendwen anzufassen.

Als wir wieder draußen waren hatte ich meine Vermutung geäußert, dass sich das ganz nach einem Shapeshifter oder Ghul anhörte. Ethans Gesichtsausdruck konnte ich entnehmen, dass er wusste, was das für Alan bedeutete. Ethan wollte, nein, musste nochmal mit Alan sprechen. Wir fuhren gemeinsam zum Revier und warteten bis Alan Feierabend hatte. Cal und ich warteten im Wagen und Ethan stieg aus und ging auf Alan zu. Ethan sprach Alan auf Joshs Aussage an und bekam eine ehrliche Antwort. Alan schien aber nicht so begeistert zu sein, von Ethan erneuten auftauchen, aber Ethan war sich ziemlich sicher, dass er kein Ghul war.
Alan fragte Ethan, ob er ernsthaft glaubte, dass er damit zu tun hatte und Ethan verneinte, gab aber zu bedenken, dass es ein Doppelgänger oder Böser Zwilling sein könnte. Cal und ich bekamen im Auto nicht alles mit, aber irgendwie haben die Gesichtsausdrücken Bände geschrieben. Alan lachte auf einmal auf, sagte wohl was abwertendes, ging zu seinem Auto und fuhr weg. Ethan kam wieder zu uns und setzte sich ins Auto.

Ethan erzählte uns, dass Alan keine sichtbaren Verletzungen hatte, aber zu Weihnachten trug er einen Verband um den Arm. Möglicherweise war es ja doch ein Ghul, da es ja reicht, wenn dieser ein Stück von seinem Opfer gefressen hat, aber wenn der Ghul als Alan und Alan auch noch als er selbst rumläuft, war die Gefahr groß, dass der Ghul den echten Alan zur Sicherheit doch noch töten würde. Ethan wollte zu Alan, um diesen zu warnen. Er wollte seine Familie da raus lassen, aber Cal meinte, dass es in diesem Fall besser wäre, wenn er Alan einweihte.

Also fuhren wir zu Alan nach Hause, wurden aber unterwegs von einem Typen im Anzug und Krawatte aufgehalten, der plötzlich auf die Straße sprang und seinen Schädel, an Ethans Auto, mit dem wir unterwegs waren, einschlagen wollte. Ethan schaffte es auszuweichen ohne einen weiteren Unfall zu verursachen. Cal und ich sprangen aus den Fahrzeug, Ethan kam hinterher und zusammen konnten wir den Typen einigermaßen festhalten. Die Umstehenden riefen bereits den Notruf und der Rettungswagen brauchte nicht lange und nahmen den Mann mit. Für Cal und Ethan hat er unglaublich kompetent gewirkt. Ein perfekte Kandidat für Cals Militärgruppe oder für Ethans Hausmeisterei bei Bones Gate. Für mich machte der Anzugträger weder einen besonders kräftigen, noch Gewandten Eindruck. Er roch irgendwie sehr unangenehm und besonders toll kam er mir auch nicht vor. Cal sah auf einmal eine alte Bekannte und Tochter seines Mentors wie ich später erfuhr. Sie kam auf uns zu und schien erstaunt, dass Cal am leben war. Sie stellte sich als Sofia Pacelli vor. Cal fragte nach seinem alten Mentor und erfuhr dass er bereits im letzten Herbst gestorben sei. Cal schien ehrlich betroffen und fragte nach irgendwelchen Geistern die seinen Mentor verfolgt hatten, aber das schien nicht wirklich geklärt zu sein.

Sie selbst war wegen der Rumpelstilzchen-Selbstmorde hier. Sie hatte schon herausgefunden, dass Lindsay Carter was damit zu haben musste, Ms. Carter arbeitete als Life Coach und alle Selbstmörder waren bei ihr gewesen. Sofia hatte sich bereits eine Liste ihrer Mandanten besorgt und wollte mit einem auf der Liste sprechen, als dieser auf die Straße stürmte und vor unser Auto lief. Es schien aber einen langjährigen Kunden zu geben, dem es nach wie vor gut ging, mit diesem wollte Sofia auch noch sprechen. Sie fragte uns, ob wir mal die Carter unter die Lupe nehmen konnten, da sie nur Männer als Kunden annahm. Und Cal sah so aus, als ob er einen Life Coach brauchen konnte. Dann konnten wir auch gleich überprüfen, warum wir so unterschiedlich den Typen wahrgenommen hatten, ob es möglicherweise an irgendwelche Pheromone lag.

Cal sagte ihr, dass wir uns darum kümmern würden. Sofia gab Cal ihre Handynummer, da Cal wohl sein altes Handy oder die Sim weggeworfen hatte. Aber zuerst mussten wir uns um Alan kümmern, dass hatte für Ethan Priorität. Cal und ich waren Ethans Meinung. Für Alan war es nun doch gefährlicher als wir vermutet hatten.
Diesmal hatten wir Ethan nicht alleine zur Tür geschickt, sondern sind mitgegangen. Ethan klingelte und Alan öffnete direkt die Tür, als hatte er auf jemand anderes gewartet.
Der schaute uns irritiert an und wollte wissen was wir, nein was Ethan wollte. Ethan meinte er wollte offen und ehrlich mit ihm sprechen. Die Wahrheit sagen. Alan erwiderte nur, dass es mal was Neues war und das erste Mal wäre. Da Cal und ich dabei waren bat er uns nicht hinein, sondern holte seine Jacke. Wir gingen in ein kleines Café in der Nähe. Ethan bekam kaum ein Wort raus, es schien ihm gegenüber seinem Bruder noch schwer zu fallen als sonst. Doch auf einmal schienen die Worte einfach so aus seinem Mund zu purzeln. Ethan wollte von Alan wissen, ob ihn an Weihnachten etwas gebissen hatte, was Alan mit das gehe Ethan gar nichts an quittierte, doch dann wollte er wissen, woher Ethan das wusste.
Ethan sagte dazu nur, dass er den Verband sah. Alan wollte von Ethan wissen woher wusste, dass ihn etwas gebissen hatte. Denn ein paar Tage vor Weihnachten hatte ihn im De Witt-Clinton-Park eine alte obdachlose Frau angegriffen und gebissen, als er dachte, dass sie hilfe bräuchte. Sie hatte ihn richtig erwischt und ein Stück von Arm raus gebissen.
Cal und ich hatten uns bei den Gespräch zurückgehalte und ließen die beiden Brüder reden, aber es schien nicht so gut zu laufen. Alan schien Ethan für verrückt zu halten. Ethan versuchte Alan die Wahrheit zu sagen, was es nicht besser machte. Er erzählte von den Monster, welches ihn gejagt hat, weswegen er nicht nach Hause konnte. Dann mischte sich Cal noch ein und ich merkte Alan an, dass er uns für verrückt hielt, was ich ihm nicht verübeln konnte. Er stand auf und ging dann und wie hielten ihn nicht auf.

Ein Grund mehr nicht nach Hause zu gehen.
Abgesehen davon dass sie mich nicht da haben wollen.

Wir warten ein Moment und folgten ihm dann. Wir befürchteten, dass der Ghul immernoch Alan töten wollte. Alan stieg in sein Auto und fuhr los. Wir folgten ihm unauffällig. Er fuhr zum De Witt-Clinton.-Park und hielt an, es machte den Eindruck als würde er den Park observieren.
Ethan wirkte unschlüssig, bis mein Telefon ging. Es war Jenny aus dem Jugendzentrum. Sie sagte mir, dass sie sich jetzt mit Officer Gale traf und er sie zu einem Haus am Pier gebracht hatte. Es sei etwas gruselig, dann hörte ich Alans Stimme im Hintergrund der uns ruppig unterbrach. Plötzlich war das Gespräch weg. Panik stieg mir auf, dass junge Mädchen war alleine bei dem verdammten Ghul, der Pier war sehr lang und es gibt viele große Gebäude, wo sollten wir anfangen. Das rüttelt Ethan wach, er sprang aus dem Wagen und ging zu Alan rüber. Ethan wollte, dass er Jennys Handy orten ließ. Ich wusste nicht wie, aber Ethan schaffte es Alan zu überreden. Das Handy befand sich im Hudson River in der Nähe vom Hafen. Alan hatte beschlossen mitzukommen und wir hatten keine Zeit zu diskutieren.

Miese Idee, dass war eine ganz miese Idee.
So gut ich Ethan verstehen kann, aber seinen Bruder den er um alles in
der Welt vor dieser Welt schützen wollte sollte mit. Na wenn das mal gut ging.

Als wir dort ankamen, wo das Telefongespräch abgebrochen ist, standen wir vor einem Schlachthaus. Nachdem wir uns einen Überblick verschafft hatten, sahen wir drei Eingänge die in das Schlachthaus führten. Es gab vorne ein Rolltor für Lastwagen, einen Seiteneingang und eine Hintertür die wohl zum Wohnbereich führte. Ich holte meinen Bogen und Ethan sein Gewehr aus dem Auto. Ich hatte nicht darüber nachgedacht, dass Alan ein Polizist war und es eventuell Probleme mit irgendwelchen Lizenzen gab, aber daraus hatte ich mir auch nichts mehr gemacht seit meiner Rückkehr.

Cal übernahm den Seiteneingang, Ethan und Alan gingen durch das Rolltor und ich bin zum Hintereingang gegangen, welches tatsächlich zu einem Wohnbereich führt.

Ich bewegte mich langsam vorwärts, doch auf einmal kam einer der Ghule aus einem Zimmer gestürmt und griff mich an. Der Ghul sah genauso aus wie Alan. Er griff nach mir und warf mich gegen einen Schrank. Ich hörte sofort ein Knacken und wusste, dass ich mir mehrere Rippen gebrochen hatte. Ich rappelte mich schwer atmend auf und spürte bei jedem Atemzug das stechen. Ich zog mein Messer, welches ich immer im Stiefel hatte und warf es nach dem Alanghul traf aber nicht. Er kam wieder auf mich zu und schleuderte mich durch eine Tür in Richtung Schlachtraum. Ich war so orientierungslos, dass ich nicht bemerkte wie der echte Alan vor mir stand und trat direkt mit voller Wucht nach ihm, Alan flog rücklings in einen Fleischerhaken, der sich tief in seinen Rücken bohrte. Ethan stürzte direkt zu Alan, es tat mir in den Augenblick leid, als ich merkte, dass es nicht der Ghul war, aber jetzt war keine Zeit sich um die verletzten kümmern, nicht solange die Ghule noch lebten. Ich nahm mir dennoch einen kleinen Moment, um mir ein Überblick zu verschaffen. Jenny war auf einer Fleischbank gefesselt. Zwei weitere Ghule waren auch in den Raum.

Na Super. Eine Ghule Familie. Verdammte scheiße.
Drei verdammte Ghuls, einer ist schon schwer zu besiegen, aber drei.
Sie sind stark und unheimlich schnell. Dann habe ich Alan noch verletzt,
warum musste er auch mitkommen.

Einer der Ghule wollte gerade das Mädchen zerlegen und der andere ging auf Cal los. Cal beschloß trotz allem auf den der beim Mädchen war, um sie zu schützen. Der Ghul bei Cal, welcher aussah wie die alte Dame aus dem Park, schnappte sich Cal und warf ihn gegen die Wand, man hörte deutlich seine Rippen knacken.

Ethan kümmerte sich weiter um seinen Bruder und zog ihm den Haken aus den Rücken und stabilisierte ihn, ehe er ebenfalls auf die Ghule losging. Cal zog sich noch eine Gehirnerschütterung zu und Ethan brach sich den Arm bei dem weiteren Kampf. Doch als der erste Ghul endlich zu Boden ging, wollten die anderen beiden verschwinden. Cal jedoch erledigte den Alanghul mit einem Kopfschuss, was der echte Alan mit ansehen musste und der letzte Ghul, was wohl die Mutter war, wurde so rasend und ging auf Ethan los. Biss ihn kräftig in die Seite, bis wir sie schließlich auch erledigen konnten.

Ich gab den Ghulen den Rest indem in ihnen die Köpfe abschlug, mir war egal, ob Alan es mit ansah und dass er Polizist war. Es waren Monster und ich musste sicher gehen, dass sie nicht wieder kehrten. Die Ghule nahmen ihr altes Aussehen an, also kein Alan-Double mehr.

Jenny blutete stark und war hysterisch, aber am Leben. Die Kleine tat mir leid, davon würde sie sich wahrscheinlich nicht wieder erholen. Cal versorgte das Mädchen, ohne ihre Fesseln zu lösen.

Alan war schwer verletzt und voller Panik. Er murmelte immer wieder was davon, dass es Monster gab und seine Waffe nichts ausgerichtet hatte. Wir riefen einen Krankenwagen, jedoch Cal und ich machten uns vorher aus dem Staub, Cal nahm noch seine verschossene Flashbang und Ethans Gewehr mit.

Verdammt, dass wollte ich nicht.
Ich wollte doch keine Menschen verletzen und schon gar nicht Ethans Bruder.
Ich hatte es mal wieder auf der ganzen Linie versaut.
Wie sollte ich denn je Ethan wieder unter die Augen treten.

Cal und ich fuhren zu einem Motel und versorgten unsere Wunden. Cal fragte mich, ob ich Hilfe bräuchte, aber ich verneinte. Ich sagte ihm, dass ich das schon schaffte und allein zu recht kam.

Ethan wurde zumindest nicht verhaftet was gut war. Er hatte sich selbst aus dem Krankenhaus entlassen und sich mit Cal und mir getroffen. Immerhin hatte Cal gesagt, dass wir uns noch um Sophias Fall kümmern. Wir fuhren zu Lindsay Carters Büro, die Assistentin ließ uns nicht vor und sagte dass wir einen Termin bräuchten, aber in letzter Zeit nahm Ms. Carter keine neuen Kunden an, da sie Lieferprobleme ihres Parfüms hat, welches sie ihren Kunden empfiehlt.
Ethan schwafelte die Assistentin voll und sie rief doch bei ihrer Chefin durch. Diese kam zornig zu uns. Sie schien arrogant und überheblich zu sein. Zuerst fiel sie mit ihrer arroganten Art über ihre Assistentin her und danach warf sie uns achtkant raus. Bevor wir raus sind, erzählte uns die Assistentin noch was über das ominöse Parfüm, namens “Success”. Welche Parfümerie sie aufsuchte, sie wusste aber nicht, warum es nicht mehr lieferbar war.

Wir fuhren in die Parfümerie und fragten nach “Success”, die Angestellten sagte, das die exklusive Marke nur von Männern gekauft wurden, auch der Vertriebsberater hat diese Parfüm verkauft und zwar nur dieses. Frauen und Männer in Begleitung hatten es nicht gekauft. Sie selbst fand den Geruch sehr unangenehm, musste wohl so ein Männerding sein. Wir fragten sie nach Ms. Carter und sie erzählte uns, dass sie den Kunden das Parfüm empfohlen hatte. Ms. Carter hatte zumindest keinen direkt Kontakt als Life Coach zur Parfümerie. Die Verkäuferin erzählte uns, dass sie verwundert war, denn sie hatte gehört, dass der Vertriebsberater tot wäre, aber dass muss wohl ein Irrtum gewesen sein, denn er war nachdem sie das hörte im Laden aufgetaucht. Nach Ihrer Beschreibung konnte es nur einer der männlichen Ghul gewesen sein. Leider hatten wir nicht gefragt, seit wann “Success” vertrieben wurde, aber wir vermuteten erst später, als der Ghul die Gestalt angenommen hatte. Dass es keine Lieferung mehr gab, ließ uns daraus schließen, dass es mit dem Tod der Ghule zu tun hatte.

Also fuhren wir nochmal zu Ms. Carter und fingen sie in der Tiefgarage ab. Weder Cals Einschüchterungsversuche, noch Ethans auf den Kopf zusagen brachte was, auch meine offene Drohungen schienen sie nicht aus der Ruhe zu bringen, ganz im Gegenteil sie wagte es mich zurück zu bedrohen und fuhr lachend davon.

Wir werden ja noch sehen, wer zuletzt lacht.

Wir überlegten uns was wir als nächstes machen Ms. Carter verfolgen oder zurück zum Schlachthaus. Wir beschlossen erst nochmal zum Schlachthaus zu fahren, da war noch eine Tür mit okkulten Zeichen, nach dem Kampf war zu viel trubel und es ging alles so schnell, Cal und ich mussten verschwinden. Alan und Ethan waren zu verletzt. Die Gefahr bestand, dass wichtige spuren verwischt wurden. Ms. Carter wird uns schon nicht weglaufen.

Das Schlachthaus war mit Absperrband der Polizei abgesperrt. Die Polizei schien auch noch vor Ort zu sein und zumindest tragen Leute gerade die Schweinehälften raus. Ethan ruft bei Alan an und erfuhr, dass in den Raum ein Labor war, wo aus menschlichen Überresten etwas extrahiert wurden. Aber bis auf Fingerabdrücke, welche noch nicht identifiziert waren, hatten sie nichts nennenswertes gefunden. Ethan gab den Namen von Ms. Carter und meinte dass es ein anonymer Tipp war.

Nachdem Ethan aufgelegt hatte, sahen wir Ms. Carters Auto in der Nähe. Sie schien ebenfalls das Schlachthaus zu beobachten. Es wirkte als wäre sie in einem Zwiegespräch mit einer Taube. Vermutlich ihr Vertrautentier, welches auf ihren Knien ruhte. Es war eigentlich keine Überraschung, dass dieses Drecksstück eine Hexe war.

Cal zog seine Waffe und erschoss die Taube. Ms. Carter war davon völlig überrumpelt und geschockt, dass wir sie ohne Probleme knebeln und fesseln konnten, wer weiß, ob sie nicht auch ohne Tier zaubern konnte. Ethan wollte sie am Leben lassen, da sie nicht alterte als ihr Vertrautentier starb, sie schien noch eine junge Hexe und ein Mensch zu sein. Ohne Vertrautentier konnte sie eh nichts machen und sie würde sowieso im Gefängnis landen, wenn die Polizei ihre Fingerabdrücke überprüften. Also würde sie erstmal kein neues Vertrautentier zähmen können, argumentierte Ethan.

Ich widersprach Ethan, schließlich können Ratten, Kakerlaken oder sonst was genauso gut Vertrautentiere werden oder was man sonst noch so im Gefängnis fand. Ich fand die Hexe am Leben zulassen wäre zu gefährlich. Ich sagte gerade, dass ich keine Lust hatte, eine verdammte Hexe im Nacken sitzen zu haben, als Cal sich umdrehte und mit der noch gezogenen Waffe auf die Hexe schoss.

Ethan wand sich ab und ging wortlos weg. Ich half Cal das Auto und die Hexe im Hudson River zu versenken. Wir hofften, dass die Polizei davon ausgingen, dass sich Ms. Carter absetzen wollte, sonst hätten wir echt ein Problem.

Es störte mich nicht, dass Cal die Hexe umgebracht hat,
ganz im Gegenteil, aber es beunruhigte mich, wie eiskalt Cal dabei geblieben war.

Ethan wollte nochmal zu Alan gehen und mit ihm reden. Also trennten sich unsere Wege wieder. Später bekam ich noch eine SMS von Ethan, ob ich gut weggekommen war. Ich schrieb ihm bloß ein Ja zurück.
Obwohl ich Ethan sagte, dass ich gut aus der Stadt gekommen war, blieb ich noch einige Tage, nur um auf Nummer sicher zu gehen, bevor ich dann die Stadt wirklich verließ.

Comments

Alessa

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