Mädchenkram - Supernatural

Batman must die

Ich bekam einen Anruf von Barry. Es hatte mich schon sehr gewundert, dass er ausgerechnet mich angerufen hat. Ethan war wohl anderweitig beschäftigt und ein Bekannter oder Freund von Barry bat ihn um Hilfe. Er fragte mich, ob ich ihn in Little Rock abholen könnte. Barry erzählte mir, dass sein Bekannter Germán Ferrera heißt und seine Frau auf unnatürliche Art und Weise umgekommen war. Mehr Information hatte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auf dem Hinweg trafen wir noch Natalie, die Barry ebenfalls angerufen hatten, da sie sehr gut recherchieren konnte. Gemeinsam fuhren wir nach Marathon in Texas.

Dort angekommen gingen wir zur Haustür, Barry voran. Ein Mann mittleren Alters öffnete uns die Tür. Er hatte kurze schwarze Haare und einen ebenso schwarzen Schnauzbart, ein rundes Gesicht und einen kleinen Bauchansatz. Er sah völlig fertig aus.
Barry spricht den Mann auf spanisch an, ich glaube es war eine Begrüßung und eine Beileidsbekundung, da ich keine spanisch spreche war es aber bloß eine Vermutung. Er schien den Mann fast nicht wiedererkannt zu haben, dennoch stellte er Natalie und mich nun auf amerikanisch vor. Dies war also Barry alter Bekannter Germán Ferrera. Er bat uns hinein und brachte uns ins Wohnzimmer wo bereits zwei Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten auf dem Sofa saßen. Die eine hatte langes dunkelbraunes Haar und eine Motorradkluft an, die andere junge Frau hatte kurze aschblond und sehr adrett gekleidet. Ferrera stellte uns die beiden als Mrs. Morrissey und Mrs. Mary Ann Young vor.

Ich fragte ich mich, ob die beiden auch wegen dem Tod seiner Frau hier waren.

Mary Ann wollte wissen, weshalb Ferrera so viele Leute angerufen hat. Er meinte jedoch nur, dass er das gar nicht hat, er habe nur Barry und sie angerufen und Natalie und ich auf wunsch von Barry mitgekommen seien.

Ferrera beginnt dann zu erzählen, dass er und seine Frau ein Restaurant in Terlingua hatten, welches inzwischen zu einem Künstlerstädtchen mit vielen Touristen und einem Chili Cookoff geworden war. Lilia, seine Frau, hatte dort eine Galerie und Atelier. An dem Abend wollten die beiden zu einem Konzert, auf dem Rückweg wollte Lilia noch die Abendstimmung einfangen. Plötzlich kam ein großer Schatten aus der Luft herab und hatte Lilia niedergerissen. Sie hatte entsetzlich geschrien und als er endlich bei ihr ankam, war der Schatten auch schon wieder verschwunden und Lilia tot. Er glaubte, dass er etwas wegfliegen gesehen hatte. Lilia hatte viele kleine Wunden, die ein wenig nach Bisswunden aussahen. Der Arzt meinte sie sei am Blutverlust gestorben.
Dabei sprach Ferrera immer wieder von einem Racheengel, wegen seiner Vergangenheit als Krimineller.

Mary Ann wirkte auf mich verwirrt, vermutlich hatte sie bisher nichts mit den übernatürlichen zu tun. Barry war dann so gnädig und versuchte Mary Ann aufzuklären, dass uns Ferrera gerufen hat, weil seine Frau auf unnatürlichem Art und Weise gestorben war. Mary Ann sagte, sie verstehe immer noch nicht ganz, also erklärte Ferrera, dass er glaubte für seine Vergangenheit bestraft werden sollte. Barry war halt jemand, der sich damit auskennt.

Mir wurde es zu blöd, wenn da draußen etwas ist, dass Menschen tötet mussten wir so schnell wie möglich die Fährte aufnehmen. Also fragte ich ohne große umschweife, wie groß das Wesen war, und wieviele Opfer es noch gegeben hatte.
Er antwortete dass es noch 4 weitere Opfer gab. Ein Farmer, ein Trucker und ein Touristenpaar, das in den Flitterwochen war. Alle sind nachts umgebracht worden. Mary Ann ist erstaunt, dass wir so gezielte fragen stellte. Er sagte, dass er sei Privatdetektiv sei. Mary Ann bemerkt jedoch, dass Lucies ihr Gesicht kurz verzog. Mary Ann wollte die Polizei informieren, die solle sich darum kümmern. Darauf hin musste auflachen und meinte, dass die Polizei wahrscheinlich gar nicht helfen könne.
Ferrera meine die gängige Theorie ist, dass es Fledermäuse gewesen sein sollen, doch war es keine Fledermaus was er gesehen hatte. Er glaubte weiterhin an den Racheengel. Wir fragten, warum er ausgerechnet ein Paar in den Flitterwochen angegriffen hat? Barry meinte außerdem, dass sei es sehr egozentrisch zu denken, dass es seinetwegen gewesen war, vielleicht hat Lilia ja auch was gemacht. Ich fragte ihn wie es aussah und wie groß es war und Ferrera dachte kurz nach und meinte dass etwas menschengroßes seine Frau angegriffen und aussaugte hatte.

Irgendwas stimmte hier nicht. Sie waren zwar Blutleer, aber es sah mir nicht nach Vampire aus, wenn es viele kleinen Bissspuren gab. Auch wenn es menschengroß war. Ich zerbrach mir den Kopf. Kam, aber zu keinen Ergebnis.
Und was ich von den beiden neuen halten sollte, war mir auch noch nicht ganz klar.

Marry Ann sah völlig verwirrt zwischen uns Jäger hin und her. Dann erklärten wir ihr, was es mit den Jägern auf sich hat, auch wenn das Wort “Jäger” dabei nicht benutzten.

Ich wollte noch wissen, ob es dort einen Bürgermeister oder so etwas gab. Eine Art Oberhaupt und wie die Leute auf Fremde reagieren, ob sie offen dafür sind. Ferrera sagte, dass Terlingua ein Touristenort ist und sie sehr offen gegenüber Fremden sind. Und er verneinte, dort gab es an für sich keine eigene Polizei. Nach dem Morden fuhr zwar mal ein Streifenwagen vorbei. aber Polizei per Se gab es nicht in diesem Ort.

Natalie recherchierte in der Zwischenzeit über Terlingua. Es war ein alter Minenort, Zinnober-Bergwerk, 1944 waren die Minen ausgebeutet und wurde überflutet worden, danach war die Stadt verlassen und wurde zu einer Geisterstadt, bis die Künstler sich dort niedergelassen hatten.
Natalie forschte auch nach, wie es mit Fledermäuse in Terlingua aussah. Es schien hier einne Menge von denen zu geben. 1967 wurde sogar ein Kammzahnvampir aus Mexiko in einem verlassenen Tunnel gefunden.

Wir waren uns schnell einig, dass wir uns das vor Ort ansehen musste. Mary Ann und Lucie fuhren zusammen mit dem Motorrad. Barry wollte zuvor aber noch wissen, ob Lucie Bescheid wusste und ob sie bewaffnet sei. Sie war misstrauisch, meint aber, sie wüsste sich zu helfen. Barry meinte, dass wäre wichtig, damit man sich nicht im Weg rumsteht. Er sei bewaffnet, deutete auf mich und meinte ich wäre ebenfalls bewaffnet, Natalie eher nicht. Lucie sagte trocken, dann spiele ich eher in eurer Liga als in der der Kleinen mit dem Laptop.

Ich fing an die Frau zu mögen. Ich hätte wohl auch nicht anders reagiert.

Wir fuhren nach Terlingua und es war sehr individuell. Der Großteil der Häuser waren kleine Steinhäuser, aber einige Minenhäuser wurden umfunktioniert wie zum Beispiel das Hotel. Dort trafen wir uns vor einen kleine Cafe oder sowas.

Ich wollte mir direkt die Tatorte anschauen, als erstes den wo Lilia gestorben war. Barry und Natalie wollten im Internet recherchieren, ob es nach weitere oder ähnliche Vorkommnisse gab und auch ob sie an die Autopsieberichte kam.
Ich untersuchte in der Zwischenzeit die Tatorte, dort war noch immer Blut auf dem Boden. Ich sah aus den Augenwinkel wie Lucie schluckte, ignorierte es aber, wahrscheinlich hätte sie eh nicht drüber sprechen wollen. Ich suchte noch etwas die Gegend ab, konnte aber keine weitere Spuren entdecken. Ich sah mich um, ob es in der unmittelbaren Nähe irgendwelche Höhlen gab.
Mary Ann und Lucie begleiteten mich, naja, folgten mir auf etwas Abstand. Sie sprachen leise miteinander, bzw. hatte ich den Eindruck als würde Marry Ann Lucie neugierig fragen was sie über das ganze wusste.

Ich befragte Ferreira nach den Minen, ob Touristen da einfach reingehen konnten, aber er verneinte, es gab hier wohl sowas wie eine selbsternannte Minenführerin namens Cynta Lopez. Ich bedankte mich knapp und suchte diese Cynta auf. Sie machte relativ viel für die Touristen. Sie machte ebenso Wanderführungen, Ausritte und solche Dinge, aber wenn es um Fledermäuse geht, sollte ich Dr. Doug fragen. Sie erzählte weiter, dass sie vor einigen Wochen die Minen untersucht habe und die Fledermäuse ungewöhnlich unruhig waren und scheinbar wach, obwohl es mitten am Tag war. ich fragte sie weiter nach dem Touristenpaar, aber die waren nicht auffällig ein typisches Paar halt, die gerade in den Flitterwochen waren. Ich fragte noch, ob es möglich wäre bei Gelegenheit eine Führung zu den Fledermaushöhlen zu bekommen und sie stimmte zu, obwohl sie es eigentlich ungern macht, da die Tiere ja ihre ruhe brauchen.
Auch hier bedankte ich mich und ich ging mit den anderen beiden zurück zum Cafe wo wir Barry und Natalie zurückgelassen hatten.

Na, dass wir ja immer besser. Tollwütige Fledermäuse oder eine Art Fledermausmensch. Da schüttelt es sich mir echt. Gibt es gar kein Halt mehr für die verdammten Monster.

Im Cafe tauschten wir uns aus. Natalie erzählte mehr von der Kammzahnvampir-Fledermaus und einem Dr. Douglas Bateman der sie untersucht hat. Er hat auch eine Abhandlung über diese Art von Fledermaus geschrieben, aber warum sie in Terlingua war, war unerklärlich. Jedoch war die Kammzahnvampir-Fledermaus eine von drei wirklichen Blutsaugern. Natalie erzählte noch von den Gerichtsmedinerakten, dass es kleine Bisswunden waren, was wieder auf die Fledermäuse hindeutete, aber keine Erklärung dafür war, was Ferrar gesehen hatte.

Ich fasste kurz zusammen, was ich, nein wir, rausgefunden hatten, aber das war nicht viel. Zumindest gab es einen Namen der beiden Untersuchungen über den Weg lief, also suchten wir diesen Dr. Bateman auf.

Ich fragte Natalie, ob sie an die Obduktionsberichte kommt. Mary Ann fragte, ob das wirklich sein musste, dass war immerhin illegal. Barry meinte auch wir sollten es erstmal so versuchen, also ließ ich es darauf beruhen.

Wir fanden Dr. Doug im Starlight mit einem Bier in der Hand. Er saß an einem Tisch mit drei etwas jüngeren Frauen. Barry schüchtert die Drei ein und sie zogen relativ schnell Leine. Lucie ging zu Dr. Bateman rüber und fing an ihn zu bezirzen. Sie tat so als würde sie sich unglaublich für Fledermäuse interessieren. Sie schien zu versuchen ihn dazu zu bringen, dass er mit ihr zur Höhle geht. Als Dr. Bateman Lucie nach ihrem Fachgebiet fragt, sprang sie auf und flüchtete auf die Toilette. Noch in der Tür winkte zu mir zu und deutete mir an, dass ich ihr folgen sollte.

Oh, verdammt. Was sollte das jetzt werden? Ich bin eigentlich keine Frau die unbedingt zu zweit aufs Klo geht und hatte nicht den Eindruck, als würde Lucie so eine fragen sein. Vorallem wir kennen uns doch gar nicht.

Ich stand auf, ging ihr dann hinterher und fragte, was es gibt. Sie erzählte mir, was sie plante, nämlich Dr. Bateman hier raus zu locken und Richtung Höhlen bringen oder zu einer Seitenstraße und ihm dann richtig auf den Zahn fühlen.

Als wir zurückkamen saß Barry bereits bei Dr. Bateman am Tisch. Sie unterhielten sich über irgendwelche Fledermausdialekte, Barry schien das ernsthaft zu Interessieren.

Ich fand Barry schon sehr merkwürdig. Auf einer Art ließ er den harten Kerl raushängen, aber andererseits war er irgendwie sensible. Noch komischer waren seine Interessen, muss wohl so sein, wenn man Schriftsteller war.

Lucie setzte sich wieder dazu und wollte ihren Plan in die Tat umsetzen. Sie baggerte noch ein wenig Dr. Bateman an und tatsächlich hatte sie ihn überzeugt zu den Höhlen zu gehen. Barry meinte, dass er auch mitkomme, da er sich ja sehr für die Dialekte interessierte.

Natalie, Mary Ann und ich gingen mit Abstand hinterher. Ich machte nach ein Schlenker zum Wagen und holte meine Waffen aus dem Auto. Der Mineneingang war mannshoch und Wasser stand in der Mine. Barry schaffte es, dass der Rest der Gruppe auch mitkommt, indem er behauptete, dass er nur vergessen hat, dass wir auch dabei waren, wegen den ganzen Dialekten. Lucie lenkte Dr. Bateman so ab, dass er dem nicht hinterfragte.
In der Höhle hatte Lucie ihre Maske fallen gelassen und Dr. Bateman mit ihrem Verdacht konfrontiert, dass er etwas mit den Toten zu tun hat, und dass er eigentlich die Kammzahnvampir-Fledermaus ausgesetzt oder abgerichtet hat.

Dr. Bateman war wirklich entrüstet und Barry deutete Natalie an, dass sie ihm das Bild der Leiche zeigt. Dr. Bateman war sicher, dass das eine Fledermaus war und er erzählte, dass er einen merkwürdigen Aufsatz gefunden hat, dass es seltene Mutationen unter dem Kammzahnvampir-Fledermäusen gab und sie andere Fledermäuse beeinflussen kann, aber er habe gedacht, es seien nur Spinnereien und nichts wahres dran.

Es musste also eine mutierte Kammzahnvampir-Fledermaus hergefunden haben, alles deutete daraufhin. Noch bevor sie weiter in die Höhle gehen, gab ich Mary Ann mein Ersatzmesser. Es war Mittags eine Zeit wo Fledermäuse eigentlich schlafen, aber dennoch flatterten sie munter kreuz und quer durch die Höhle. Langsam schienen sie eine menschliche Gestalt anzunehmen, doch dann teilten sich auf und gingen auf Barry und Lucie los. Ich beobachtete die Fledermäuse und erkannte dann die Kammzahnfledermaus im imagienären Kopf der humanoiden Gestalt. Lucie schießt mit Ihrer Mosberger auf die Fledermaus, trifft sie aber nicht richtig. Barry schießt in die Decke und einige Steine lösen sich von der Decke und erwischt einige der Fledermäusen die auf den Boden gerissen wurden. Natalie leuchtet die Fledermaus an und Mary Ann versucht auf sie zu schießen, kann sie aber nur streifen. Die Fledermäuse bei Barry und Lucie greifen die beiden an, Barry wird zum Glück nur etwas gekratzt nichts ernsthaftes, jedoch Lucie wird von mehreren Fledermäusen gebissen. Ich setzte einen Pfeil auf den Bogen und konzentriete mich, meine Atmung wurde immer langsamer und ruhiger. Ich blendete die Personen links und rechts neben mir aus, ebenso wie die anderen Fledermäuse. Nur ich und die Kammzahnvampir-Fledermaus waren jetzt noch präsent. Ich zielte, einen Augenblick, zwei Augenblicke, dann ließ ich den Pfeil los der schnellte nach vorne und traf sie und pinnte sie an einen Balken fest. Ich ließ den Bogen sinken. Aus der Fledermaus wich sofort alles Leben und durchbrach den Einfluss auf die anderen Fledermäuse, die auseinander flogen. Ich zog den Pfeil aus dem Balken und der Fledermaus und trat noch mal drauf, dass sie wirklich Mus war. Dr. Bateman rief zwar noch ein zögerliches Halt, aber da war es schon zu spät. Ich machte den Pfeil etwas sauber und ging langsam raus, mit den Worten das wars. Auf dem Weg nach draußen gab mir Mary Ann noch mein Messer wieder und ich steckte es mir wieder in den Stiefel.

Barry versorgte Lucies Wunden, sie wollte zu keinen Arzt, aber sie kennt da wen, der ihr die Medikamente besorgen kann. Barry gab ihr noch den Hinweis, dass die auf jeden Fall was gegen Tollwut nehmen soll, bei Fledermäusen weiß man ja nicht.

Das scheint ja ne Art Jägerkrankheit zu sein, aber ich kann sie nur zu gut verstehen. Es scheinen echt viele mit Ärzten und der Gleichen ein Problem zu haben

Nach dem es Lucie wieder besser ging, sind alle noch in einen Souvenirshop und haben allerlei Krempel gekauft. Barry auch. Ich denke für seine Familie. Wir blieben nach einen Tag und Ferrera bedankte sich bei uns, dann fuhren Barry und ich zurück. Unterwegs unterhielten wir uns sogar etwas. Er wollte mehr über Lucie erfahren, was ich jedoch nicht konnte. Dann unterhielten wir uns über seine Familie, vorallem seinen Pflegesohn der anscheinend in einer Parallelwelt festhing und von dem Umzug der bevor stand. Ich erzählte ihm, dass ich lieber alleine bin, nicht andauernd, aber dass ich doch lieber für mich bin.
In Little Rock ließ ich Barry wieder raus, er meinte von da kommt er gut weg und wenn ich mal in Chicago bin, solle ich mich doch melden. Dann spendierte er mir noch einen Kaffee und ich fuhr weiter.

Comments

Alessa

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