Mädchenkram - Supernatural

Klein - Monster über Monster

Klein, Ghule, Kitty, Caleb, DeVries, Irene, Engel, Dämon

You name it, they have it. Als Urlaubsort ist Klein wirklich nicht zu empfehlen. Glücklicherweise wollte ich gar keinen Urlaub machen. Ich hatte diesen Artikel über einen von einem unbekannten Tier zerfleischten Sportprofessor entdeckt. Aufgrund der Beschreibung war mir klar, dass es sich um etwas Übernatürliches handeln musste. Meine Partnerin fiel leider aufgrund einer Verletzung aus, weswegen ich mich allein mit ihrer Kamera auf den Weg gemacht hatte.

Erste Anlaufstelle war natürlich das Sheriffdepartment. Dieser fand mich, so sah es zumindest auf den ersten Blick aus, wohl durchaus attraktiv, weswegen er sehr hilfsbereit war und mich auf die “bösen Biker” aufmerksam machte, die am Rande der Stadt beim etwas schäbigeren Motel campierten. Seine wahren Beweggründe wurden mir erst später klar.

Während ich das Department verließ, bemerkte ich zwei FBI-Agenten, die gerade ankamen. Selbstverständlich wartete ich draussen auf die beiden. Nennen wir die beiden der Einfachheit halber Agent White und Agent Black. Letzterer kam recht bald wieder heraus und während wir gemeinsam auf seinen ‘Partner’ warteten, sprach ich mit ihm über den Fall und konnte ihn überzeugen mich mitzunehmen.

Agent White wirkte nicht sonderlich begeistert, aber er fuhr mit seinem Auto
schon mal vor in Richtung Tatort. Die Biker wollten wir uns später vornehmen. Agent Black nahm in meinem Gefährt Platz und offenbarte derweil seinen fundamentalreligiösen Charakter.

Im Haus des Opfers angekommen, war die einzige Spur, die uns weiterbrachte, ein Photo vom Opfer zusammen mit einem lokalen Sportler. Nackt. In sexueller Pose. Es war auch ein ominöses Horn, ein Musikinstrument, darauf zu sehen. Agent Black empfand das Bild übrigens als sehr unchristlich. Er war richtig aufgebracht. Er rückte aber doch damit raus, dass es sich um hierbei um die Trompete von Jericho handelte. Genau die, die auch in der Bibel erwähnt wurde.

Nun kann ich es nicht mehr versuchen zu verschleiern, an dieser Stelle wurde es offensichtlich, dass diese X-Akten unabhängige Agenten waren, die sich nur zufällig beide als FBI ausgegeben haben. Daher fügt es Agent White nur eine weitere interessante Note hinzu, dass er von diesem Hund
Miffy
begleitet wird.

Agent White fand nach einem kurzen Telefonat schnell heraus, wer der andere junge Mann auf dem Bild war. Während diesem Interview zog sich Agent Black mit einem bissigen Kommentar glücklicherweise bald zurück. Er hat ziemlich sicher ein Problem mit Homosexuellen. Ich hab dann mich dann auch bald zurückgezogen um White das Interviewfeld zu überlassen. Eine gute Sache gibt es in Klein: Hübsche durchtrainierte junge Männer. Zumindest einen. Agent Black fand ihn allerdings nicht so nett wie ich. Leider hatte er hatte aber auch nicht viele Informationen für uns, weswegen wir zum Motel aufbrachen um den Bikern auf den Zahn zu fühlen.

Hier fühlte ich mich mal nützlich, schliesslich erkannte ich an den Malereien auf den Bikes, dass sie zu einer recht friedlichen Gang gehören, die teilweise auch im True Believers rumhängen. Kleine Warnung: Nicht so friedlich. Die fahren nicht zum Spaß die Friedhöfe an.

Die beiden Agenten klopfen also an einem bewohnten Trailer an um die Biker zu befragen. Während der Versuch Agent Black zu bezirzen – also von einer Bikerin – von ihm wieder mal mit einer Tirade über Sünde abgeschmettert wurde, ging ich um den Trailer herum um einen Blick hineinzuwerfen. Sie hatten den Trailer jedoch gut abgedunkelt. Während vorne ein Streit ausbrach, weil die X-Agenten ohne Durchsuchungsbefehl unbedingt ins Innere wollten, hörte ich wie Innen eine Schrotflinte durchgeladen wurde.

Jetzt war Ärger im Anmarsch, so dass ich White warnte, was zur schnellen Bewaffnung und zum Ausbruch eines Kampfes führte. Unsere Kontrahenten waren allerdings übernatürlich stark und schnell. Black warf sich vollends in den Kampf während White mir beim Rückzug half, ich ihn aber doch von einem Biker überwältigt zurücklassen musste, nachdem White mich ins sein Auto geschubst hatte.

Ich fuhr also mit Miffy(so heißt der Hund) heulend auf dem Rücksitz zum Sheriff, um mit seiner Hilfe die X-Agenten zu retten. Dort angekommen sprach mich allerdings eine britische Lady an. Sie stellte sich vor und wies darauf hin, dass wir schon miteinander Emailkontakt hatten. Lady England, wie ich sie nennen möchte, beschwor mich, nicht den Sheriff zu informieren. Stattdessen sollte ich ihr den Weg zeigen und sie wollte mit mir die X-Agenten vor ihrem Schicksal bewahren.

Lady England sollte recht behalten. Am Motel waren die Bikes und mit Ihnen der Großteil der Biker verschwunden. Miffy nahm die Witterung auf und es stellte sich heraus, dass die beiden Agenten in einem der Motelzimmer gefangen gehalten wurden. Agent Black hatte sich allerdings schon befreit und kam uns entgegen, gefolgt von einem Biker. Alsbald stürzte sich Black mit einem Messer auf das Monster, dass ihn wiederum fressen wollte und Lady England zog eine Schusswaffe.

Ich wollte Agent White ausfindig machen und Miffy stürmte voran ins Motelzimmer. Agent White lebte noch, er hatte gerade ein Heizungsrohr aus der Wand gerissen, an welches er wohl gefesselt gewesen war. Während Kitty seine Identität überprüfte, stellte ich fest, dass der Sheriff schon seit einer Weile auf dem Teppich im Motel verwest. Der Sheriff von heute morgen war also auch ein Monster.

Es handelte sich bei den Bikern um Guhle. Diese verspeisen am liebsten Menschenfleisch und wenn sie von einem Menschen geknabbert haben, können sie auch sein Aussehen annehmen. Lady England hatte mich schon darauf vorbereitet, dass man sie nur mit der Zerstörung oder Abtrennung des Kopfes töten kann.

Ich nahm also Miffy auf den Arm damit Agent White unbehindert in den Kampf stürmen konnte. Er machte sich auch sogleich daran, mit dem Heizungsrohr auf den am Boden liegenden Guhl einzudreschen.

Selbstverständlich hatte ich es mittlerweile geschafft, die Videokamera zu holen. Ich bin leider keine so gute Kamerafrau wie meine Partnerin und musste die Gesichter verfremden. Es sind grausame Bilder, daher: Nichts für schwache Mägen!

Hier ist ein Video eingebettet, auf dem zu sehen ist, wie zwei Männer auf einen am Boden liegenden dritten, offensichtlich ein Biker, einprügeln. Der Schwarze benutzt ein Messer, der Weiße prügelt mit einem Heizungsrohr den Kopf zu Brei, es sind in kurzen Abständen zwei Schüsse zu hören, die ebenfalls den Biker treffen. Der Schütze selbst ist nicht zu sehen. Die Gesichter der beiden Täter sind großflächig verpixelt. Das Video dauert 23 Sekunden und ist verwackelt. Allerdings ist zu erkennen, dass der Biker bis fast zu Ende bei vollem Bewusstsein ist und sich mit einer Kraft wehrt, die kaum menschlich sein kann. Erst als die Eisenstange in seinem Auge steckenbleibt, wird der Körper schlaff. Dann bricht das Video ab.
Hier ist zwar ein Link auf ein Video eingebettet, doch beim Anklicken erscheint die Meldung “Dieses Video wurde vom Nutzer entfernt. Tut uns leid”

Ein Guhl weniger auf der Welt. Doch damit war mein Abenteuer noch nicht zu Ende. Da beide Agenten gefoltert worden waren und Agent Black sogar eine richtig tiefe Messerwunde hatte, die während dem Kampf nicht besser wurde, machten wir erst mal einen Abstecher im Krankenhaus.

Übrigens, es wurde auch klar, dass Agent Black und Lady England einander kannten. Sie hielt ihn für tot oder besessen, aber beides entsprach nicht der Wahrheit. Er hält sie ebenfalls für den Ausbund der Hölle, aber das ist in seinen Augen ja jeder, der sein Weltbild nicht teilt. Im Krankenhaus wurde er erstaunlich schnell wiederzusammengeflickt.

Bevor Lady England und ich zur Rettung nahten, bekamen die Guhle Besuch von einem Dämon, der Ihnen wohl das Horn abkaufen wollte. Black hatte dessen Auto noch sehen können und da es ein Firmenwagen war, standen wir alsbald auf dem Gelände.

Es handelte sich um eine Lagerhalle in der auch brennbare Materialien waren. White und ich nahmen über eine Treppe die Hintertür während England und Black vorne rein wollten. Black sollte den Dämon exorzieren (am Ende des Beitrags gibts ein besonderes Schmankerl zu dem Thema!), während wir anderen dafür sorgen wollten, dass der Dämon auch lange genug abgelenkt ist, damit Black genug Zeit hat, seinen Spruch aufzusagen.

White und ich betraten also die Halle über eine Empore. So hatten wir einen guten Überblick, aber wenig Einflußmöglichkeiten. Innen kämpfte der Dämon mit einem weiblichen Guhl, während um beide verstreut Einzelteile der anderen Guhle lagen, ein anderer Guhl stand noch, der nun allerdings um sein Leben nach draussen rannte.

Wir sprinteten die Treppe wieder nach unten, doch Black und England hatten ihn schon erledigt. Gemeinsam ging es nun doch durch die Vordertür. Während White Sperrfeuer legte, schlich ich mich um ein paar Maschinen herum und feuerte in Richtung der Kämpfenden. Der Dämon sah auf während Black/England gemeinsam anfingen mit Exorcizamus te, omnis immundus spiritus.

Der Dämon warf mit einer Handbewegung England und Black durch die Gegend, gänzlich unbeeindruckt vom Kugelhagel. Ich glaube, ich weiß woher George Lucas seine Idee der Macht hatte. Doch schliesslich öffnete das Opfer des Dämons seinen Mund, legte den Kopf in den Nacken und eine lange und große schwarze Rauchwolke schoss aus ihm heraus. Leider verstarb der Besessene sogleich an den Verletzungen, die dem Dämon egal gewesen waren.

Die Guhlin wand sich zur Flucht, White hinterher. Währenddessen blickte ich mich nach dem Horn um. Black und England jedoch, eben noch im Duet vereint, gifteten sich an. Es ging wohl um einen heiligen Gral, der nun sicher vor dem Zugriff des jeweils anderen sein sollte. Ob die wohl zu viel Indiana Jones gesehen haben?

White kommt zurück als gerade Black seine Waffe zieht und auf Englands Brust aufsetzt. Er besteht auf das Horn und sagt es sei “seine letzte Chance”. Mit einem “Niemals” auf den Lippen lehnt sich Lady England noch gegen Blacks Knarre. White kommentiert dies alles, ebenfalls mit gezogener Waffe nur mit einem “Zwing mich nicht, dich zu erschießen, Black.”

Endlich erblickte ich unter einem Tuch das Horn, schlängelte mich unter den ganzen gezogenen Waffen hindurch und wollte damit erst mal die Szenerie verlassen. Ganz ruhig und höflich bat Black mich nun das Horn in die richtigen Hände zu geben. Seine, selbstverständlich. White lachte kurz auf und sagte nur im sarkastischen Tonfall "Klar, deine. Der Fanatiker ist genau der Richtige dafür.“

Doch Black konterte und eröffnete mir, dass White einen Mann vor den Augen von dessen Familie abgeschlachtet hätte, dass White nicht zu trauen wäre. Ein Sünder.

White erstarrte, seufzte schliesslich und bat nun wiederum mich das Horn zu zerstören. Eigentlich keine schlechte Idee. Ich hob das Horn hoch und … einem Impuls folgend blies ich in das Horn hinein. Als nichts weiter geschah, wollte ich es schon fallenlassen. Doch Black brachte mich zum Zögern, in dem er damit drohte England zu erschiessen, auf die er immer noch zielte. Jetzt war Black zwar ein Fanatiker, aber ich konnte nicht glauben, dass er sie nun wirklich so eiskalt erschiessen würde. Er drohte auch mir direkt. Doch als meine Arme schwer wurden, schmetterte ich es folglich mit all meiner Kraft auf den Boden. Nun schossen Black und White beinahe gleichzeitig während England sich zur Seite warf.

Ich duckte mich schnell und als die Schiesserei vorbei war, hatte England nur einen Streifschuss abbekommen und Black lag bewusstlos in einer blutigen Lache. Aber er lebte.

Gemeinsam fuhren wir ins Krankenhaus um Black in die Notaufnahme zu bringen. Ich habe so das Gefühl, dass er es überleben wird.

Das Horn ist nun ausserhalb meiner Reichweite an einem sicheren Ort. Wer es dort hingebracht hat, werde ich allerdings nicht verraten.

Nach Blacks Vorwurf über White habe ich ein paar Nachforschungen über diesen angestellt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass sich unter der harten Schale ein waschechter Held verbirgt. Es gab zwar auch Negativberichte, doch wie ihr weiter oben im Video sehen könnt, sehen genug Monster genauso aus wie Menschen. Ich bin sicher, wenn White die Möglichkeit gehabt hätte, das Monster zu erledigen ohne die unwissende Familie als Zeugen, so hätte er es getan. Ich vermute er wollte das Risiko nicht eingehen, dass das Monster dann die Familie des echten Menschen tötet, bevor White eine Möglichkeit bekommen würde, ihn ohne Zeugen zu erledigen. Doch hier bewege ich mich im Reich der unsichere Spekulationen. Ich, Lady England und auch Agent Black haben ihm das Leben zu verdanken, obwohl Black ihm Gründe gab ihn nicht nur an- sondern auch zu erschiessen.
Mein Waldo pflegte zu sagen, das Tiere wissen, wer ein guter Mensch ist. Und so wie sein Hund Agent White vergöttert, kann er nicht so schlecht sein.

Falls sie das hier lesen, Agent White: Sie halten sich sicherlich nicht selbst dafür, aber sie sind ein Held.

An Lady England: Ich bedanke mich für ihr Geschenk und ihre Hilfe. Ich denke so ein bisschen steckt auch in Ihnen eine Heldin.

Comments

BeastCallisto

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