Mädchenkram - Supernatural

TDWA-Interview mit Kyle "Bitch" Macawi

(Abenteuer Koyote und Donnervogel)

Karen Gill: Willkommen und gute Nacht bei TDWA, liebe Zuhörer. Heute bei mir ist Kyle Macawi, a.k.a Bitch von der Native American Punkband „Red Scare“. Red Scare wird bald ein großes Konzert im Mayer State Park geben, dessen Einnahmen dem „Native American Cultural Fond“ zugute kommen. Hi Kyle. Oder soll ich „Bitch“ sagen?

Bitch: Du kannst mich nennen, was auch immer du willst, Babe.

Karen Gill: (Lacht) In Ordnung, Kyle. Du hast gerade erst das Amt als Leadsänger von Red Scare übernommen. Wie fühlt sich das an, plötzlich im Rampenlicht zu stehen?

Bitch: Gut, scheißgut, Babe. Ich meine, ich muss dafür nichts machen, das ist das Schöne an Punk. Ich muss nur irgendeinen Dreck brüllen und das ist dann ein Song. Na ja, und mein Hemd ausziehen und der holden Weiblichkeit meine Muskeln zeigen. Sieht gut aus, hm?

Karen Gill: Ja. Ja, doch. Aber ernsthaft, verkaufst du da Red Scare nicht unter ihrem Wert? Immerhin nennt „Now“ eure Musik „eine unerwartete und gelungene Mischung als klassischem Punk und traditioneller indianischer Musik“. Viele eurer Lieder sind in den indianischen Sprachen, die eure Bandmitglieder können.

Bitch: Pff, ja klar, wir sind Genies. Ich bin ein Genie. Wir werden die Massen erleuchten und das Land zurückerobern für die Indianer, durch Songs, in denen man „Ficken und Saufen“ auf allen Indianersprachen hören kann.

Karen Gill: Heißt ihr deshalb „Red Scare“? Weil ihr als Indianer wieder bedrohlich sein wollt?

Bitch: (Lacht) Ach was, scheiße nein, wir sind Punks der Name ist halt politisch inkorrekt und so, was soll’s.

Karen Gill: Also kein „Red Anger“ von eurer Seite?

Bitch: Scheiße nein. Ohne diesen ganzen Kolonialkram würden wir noch in Zelten wohnen oder Hütten oder diesem ganzen Kram. Hirsche mit Pfeil und Bogen erschießen, weißt du? Wer will das denn? Ich will Flatscreen-Fernseher, Whiskey, Autos, den ganzen Mist. Traditionelle indianische Kultur kann mich am Arsch lecken.

Karen Gill: Warum macht ihr dann ein Benefizkonzert für die indianische Kultur?

Bitch: Weil das wichtig ist, Babe. Kolonialismus, Babe, ist doch scheiße. Wir müssen uns auf die alten Sachen besinnen. Spurenlesen und Schwitzhütten und den ganzen Mist.

Karen Gill: Hast du nicht gerade gesagt, dass dich die traditionelle Kultur am Arsch lecken kann?

Bitch: Habe ich? Pff, ja und? Dann habe ich wohl gelogen. Bei einem. Oder beidem. Was viel wichtiger ist: Ich habe noch gar nicht gesagt, dass ich hier mit einer unglaublichen attraktiven Lady sitze…

Karen Gill: (Lacht) Können wir zurück zum Thema kommen?

Bitch: Nein, ernsthaft… (Rumpeln)

Karen Gill: Ich weiß nicht, ob das jetzt… (Leise Geräusche, Kichern) Wirklich, ich denke… Kyle… (Kichern)

Karen Gill: Äh ja, hier ist Red Scares neuster Song „Dogs and Thunder“ (Kichern) Wir sind gleich wieder (undeutlich)

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Nocturama

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