Mädchenkram - Supernatural

Teichdämon in Maine

nur teilweise geglätteter Mitschrieb

In Springfield, einem kleinen 450-Seelen-Örtchen mitten im Wald von Maine, gibt es ein Therapiezentrum für traumatisierte Kinder und Jugendliche, dafür aber keine Handyverbindungen und GPS nur über die richtig teuren Geräte. Es ist das, wovon man glaubt, dass es die Kinder jetzt brauchen: Abgeschieden, ruhig.
Das Heim gibt es seit etwas über 10 Jahren, aber vor 1 Woche ist etwas schiefgelaufen: Einer der Patienten ist durchgedreht und hat angefangen, die anderen Patienten, Pfleger und Ärzte umzubringen. Ohne Waffen. Einige soll er einfach in der Luft zerrissen haben. Üble Geschichte, die Opfer sollen mehr ausgesehen haben wie bei einem Verkehrsunfall.
Ein Detail, das jeden Jäger hellhörig werden lässt, der schon mal von Dämonen gehört hat: Der Junge hatte komplett schwarze Augen, als er die Morde beging.

Kein Wunder, dass es gleich mehrere von den Gestalten deshalb nach Maine zieht: Gideon hat von einem anderem Rettungssanitäter die Geschichte erfahren, Cal, Irene und Sam über Zeitung, Roadhouses und ähnliche Kanäle.

Ein so ruhiges Örtchen muss man erst mal suchen. Irenes Navi findet es diesmal ganz brav sofort. Es hat auch was gutzumachen nach dem Norwegerspaß in Columbus. Na, zumindest leitet es sie richtig bis die Satelliten ausfallen, aber da gibt es nur eine Straße, und es ist ausgeschildert.“Sken’nen Centre for Recovery”

Die vier treffen sich aber, wie es der Teufel so haben will, schon vorher in Springfield, im einzigen Diner. Cal, Gideon und Sam erkennen Irenes Auto, ist halt recht auffällig.

Gideon: „Hi, Irene.“
„Hi Gideon – diesmal hab ich’s mir gemerkt.“
Warum beide hier sind, ist mit wenigen Worten geklärt. Auch keine Frage, dass es erfolgversprechender ist, zusammenzuarbeiten. Etwas mehr Hirnschmalz erfordert es dann schon zu überlegen, wie sie Zutritt zum Gebäude bekommen könnten.
Auftritt Cal. Er sieht Irene und Gideon, setzt einen wenig begeisterten Gesichtsausdruck auf: „Da hat man einmal Urlaub, und dann sowas“. Setzt sich trotzdem.
„Nie und nimmer bist du im Urlaub,“ konstatiert Irene.
„Für mich ist das hier Urlaub. Zumindest war es das bis vor einer Minute“

Bevor die beiden sich noch ein bißchen mehr anpampen können, kommt Sam rein, sieht sich um. Erst will sie zu Irene an den Tisch, stockt aber, weil sie die anderen nicht kennt, geht zum Tresen weiter. Erst mal beobachten, akklimatisieren, eventuell schon das Thekenpersonal ein bißchen über die Vorfälle ausfragen. Irene winkt erfreut, als sie Sam sieht. „Sam, setz dich doch zu uns!” Es folgt ein allgemeines Vorstellen seitens Irene. „Das sind Gideon und Cal. Sam, meine Cousine.“

Cal: „Zwei von der Sorte.“
Sam: „Ich glaube nicht.“
Cal: „Kommt drauf an, bist du auch ein Dieb und ein Bully?“
Sam wirkt überrascht.
Irene rollt mit den Augen. „Es ist immer wieder schön, dich zu sehen, Cal.“
Gideon genießt die Show.
Irene: „Aber wo du schon mal hier bist, um dich nützlich zu machen, hast du deine FBI-Jacke noch?“
Cal bejaht.
„Das dürfte unser Problem lösen.”
Gideo: „Gut, Hauptsache, wir kommen rein.“

Sam stellt fest, dass sie nur oberflächlich informiert ist. “Weiß wer mehr?“
Gideon kennt auch nur Geschichten bisher, findet aber, es lohnt sich, der Sache genauer auf den Grund zu gehen. Irene steuert bei, dass der Mörder schwarze Augen gehabt haben soll. Wenn es sich da noch um einen abgesperrten Tatort handelt, wäre es gut, wenn einer offiziell aussehen könnte. Sprich FBI-Cal. Der will wissen, ob da noch Polizeipräsenz ist. Die anderen zucken alle die Schultern, war noch keiner da.

Sam: “Gehen wir halt gucken, oder ich geh’ alleine gucken und sag’ euch bescheid.”
Cal: “Das machen wir schon zusammen, hat ja keinen Sinn sonst.”
Irene: “Darauf hatte ich gehofft.”
Cal quittiert das mit einem sarkastischen Lächeln.
Sam will wissen, ob schon einer mit den Leuten im Diner gesprochen hat.
Selbige finden natürlich alles ganz schrecklich! Die Kids haben vielleicht schon über die Stränge geschlagen, aber sowas gab’s noch nie. Eine schrecklich traurige Sache, nun wird bestimmt das Zentrum aufgelöst nach so einem Skandal. Es weiß keiner, wie es damit weitergeht.
Der Täter selbst soll tot sein. Das wissen nicht alle, aber einer hat das gehört. Das Heimpersonal hätte ihn nicht anders aufhalten können.
Auf die Frage, ob die Einrichtung noch offen ist, antwortet man: Ja, da ist noch jemand. Es sind Leute weggeholt worden, aber da sind noch Kinder. Der Versorgungstruck ist gestern auch hingefahren, aber es sind nicht mehr viele Leute da.
Da Kinder umgebracht worden sind, andere verletzt, wurden viele von ihnen weggebracht, woandershin. Die meisten. Jetzt sind nur noch ein paar da. Es weiß aber keiner Genaues.
Wohl weil die Gegend so abgelegen ist, gab es auch keine große Presse.

Man fährt hin, teilt sich auf Irenes und Cals Auto auf. Gideon bei Irene und Sam bei Cal. Der kleine Terrier, der in Cals Auto zurückbleiben musste, freut sich total, Sam zu sehen. Die ist völlig baff ob des Omahundes.
Cal ist die Töle ein wenig peinlich: „Irgendwann bring ich sie ins Tierheim. War bisher keine Zeit für.“
Sam: „Wie heißt sie denn?“
„Miffy.“ So steht es auch auf Miffys Halsband, auf einem Herzanhänger mit einer Adresse, die bestimmt nicht die von Cal ist.
„Mag sie Kinder?“
„Ja, die mag eigentlich jeden.“
Miffy unterstreicht die Aussage, indem sie während der Fahrt die ganze Zeit auf Sams Schoß sitzt.

Von Springfield aus ist das Zentrum nicht schwer zu finden. Eine halbe Stunde Fahrt entfernt liegt es mitten im großen, tiefen Wald, in dem nicht selten Wanderer verloren gehen, weil sie sich auf Handy-GPS verlassen. Das ist man in Maine schon gewohnt, auch dass die Wanderer dann in den allermeisten Fällen auch nicht wieder auftauchen. Wenig Wege sind richtig gut erkennbar, es sieht alles gleich aus. Kein Wunder.

Das Therapiezentrum befindet sich auf einer kleinen Anhöhe, darum herum erstreckt sich der Wald, direkt ans Gebäude anschließend, gibt es auch einen Park und eine Freifläche für Basketball und generelles Herumhängen. Normalerweise würden sich hier um diese Zeit sicher jede Menge Kinder und Personal tummeln, jetzt sind es nur so ein, zwei Leute, einer dribbelt unmotiviert mit einem Basketball herum.
Ein paar Autos stehen da noch, eines gehört zu der Einrichtung, ein Kastenwagen für Zeug und Leute. Außerdem ein Privatauto. Ein einzelnes. Keine Polizei weit und breit.

Die Jäger klingeln, werden von einer Frauenstimme begrüßt: “Hallo?”
Irene lässt Cal den Redevortritt. Der hat sich noch schnell umgezogen, trägt jetzt einen leicht verknitterten Anzug, damit er als FBI durchgehen kann.
„Agent Miller, FBI, können wir mit Ihnen reden?“
Cal rollt, schon während er fragt, mit den Augen, weil die Gruppe nicht sehr glaubwürdig aussieht. Egal.

Eine Frau kommt den Jägern entgegen, ihr Kostüm sieht aus, als hätte sie es schon mehrere Tage an – gute Kleider, aber völlig zerknautscht. Sie wirkt übernächtigt, echt fertig, bemüht, sich zusammenzureißen. Beguckt die Truppe mit dem Hund, als würden die von einem anderen Stern kommen.
Zu Cal gewandt, stellt sie sich vor. Sie heißt Susan Brown und ist Leiterin des Zentrums.

Cal stellt ihr die Bande vor:
Gideon macht er zu Agent White (forensische Spurenanalyse), Irene zu Ms. Waters, (externe Beraterin), Sam wird Ms. Jones (Sozialarbeiterin).

Dr. Brown guckt skeptisch, und Gideon ist sich sicher, dass sie den Jägern die FBI-Geschichte nicht abnimmt, aber es ist ihr egal. Resigniert fragt sie: „Was kann ich denn tun?“
“Uns noch einmal genau erzählen, was passiert ist, und uns Gelegenheit geben, den Tatort zu beschauen, bitte.”

Dr. Brown bittet sie rein und erzählt. “Eine Woche ist es jetzt her. Wir sind ein Therapiezentrum, das wissen Sie sicher, wir betreuen traumatisierte Kinder und Jugendliche, die missbraucht wurden oder deren Verwandte gestorben sind oder die Dinge gesehen haben, die man in dem Alter nicht einordnen kann. Unter anderem betreuten wir Matthias Hassallee…
Der Junge stammte aus einer Sekte, die im Bible Belt ihr Unwesen getrieben hat und die Kinder mit komischen religiösen Vorstellungen gefüttert, ihnen Drogen verabreicht und noch Schlimmeres getan hat. Matthias ging es eigentlich schon ganz gut, seine Therapie macht Fortschritte. Dann verschwand er im Wald, was auch zur Therapie gehörte. Aber trotzdem haben wir nach ihm gesucht. Wir haben ihn nicht gefunden, dann ist er von alleine wiedergekommen. Es hat irgendetwas was nicht gestimmt mit ihm. Er hat sich anders verhalten. Genau konnten wir die Veränderung nicht einordnen. Beim Abendessen ist er dann völlig durchgedreht.”

Dr. Brown bringt die Gruppe in den Speisesaal, der noch dominiert wird von Crime Scene Tape. Gideon zieht Gummihandschuhe über, untersucht Blutspuren und umgeworfene Tische. Als Matthias durchgedreht ist, erzählt die Leiterin weiter, hat er zuerst einem Mitschüler das Genick gebrochen und dabei wild gelacht, dann andere angegriffen. Es brach Panik aus, ein Arzt wollte Matthias beruhigen und wurde ebenfalls umgebracht, ein Pfleger wollte ihn ruhigstellen, den hat Matthias regelrecht in der Luft zerrissen. Danach hat er noch mehr Schüler und Ärzte umgebracht, ein Pfleger, der zum Glück Ex-Navy Seal ist, hat Matthias das Genick gebrochen, wurde aber selbst schwer verletzt.
Das traurige Fazit von wenigen Minuten: 4 Schüler tot, 3 Erwachsene tot, einer schwer verletzt.

Die Ärztin hofft, dass Ms. Jones, für die sie Irene hält, jetzt die verbliebenen Schüler aufnimmt. Nachdem Irene das Missverständnis aufgeklärt und auf Sam als angebliche Ms. Jones gezeigt hat, fragt Sam, ob sie mit den Kindern reden kann, die noch hier sind.
Zunächst sieht Ms. Brown Sam völlig verwirrt an, wer die denn überhaupt sei. Dann erklärt sie, es sei keine gute Idee, aber sie werde mal sehen, was sie tun kann.
Ihre nächste Aussage deutet von noch mehr Verwirrung. Sie wolle den Präsidenten, wie heißt er, Roosevelt, ach nein, Kennedy! fragen.

Gideon fragt, ob es ihr gut gehe. Nein, natürlich nicht, ist die Antwort der Ärztin, immerhin hat sie ja das Ganze mit ansehen müssen, aber was will sie denn machen, kann ja nicht weg.
Sam versucht sie ein wenig zu beruhigen und ihre Tarnidentität als Ms. Jones plausibler zu machen, indem sie auf ihr Aussehen mit Lederjacke eingeht und erklärt, das sei wichtig für ihre Arbeit mit Straßenkindern.
Dr Brown sieht aus, als fange sie gleich an zu weinen, aber sie reißt sich zusammen.
Gideon schlägt vor, dass sie doch geruhsam einen Tee trinken gehen könnten, während Ms. Jones ihre Arbeit macht, aber Dr Brown lehnt ab, da sie ja ihre Patienten nicht alleine lassen kann.
Das könne er verstehen, erwidert Gideon, aber er wolle verhindern, dass die Ärztin vor den Kindern einen Heulkrampf bekomme.
“So schlimm?” fragt Dr Brown. “Ganz ehrlich? Ja”, erwidert Gideon.
Ms Brown verzieht das Gesicht, reißt sich zusammen. Sie ruft den Pfleger, Kennedy Blaylock. Der ist noch hier, weil eben auch noch Kinder hier sind, und er macht sich sichtlich Sorgen um Dr Brown.
Die fragt ihn, ob er die Baseball-Sachen schon weggeräumt habe, aber das hat er völlig vergessen. Macht er aber noch, sagt er.
Kids werden eingesammelt um mal befragt zu werden. Zwei von ihnen sind auf dem Gelände, einer ist der Basketball-Spieler. Aber Maybell fehlt. Die Jäger stellen Fragen und die Kinder reden recht offen: Sie erzählen genau dasselbe. Matt war weg, jetzt ist Maybell weg. Sie wollte ihre Traumapuppe aus dem verlorenen Wald holen, weil sie ihr neue Sachen erzählen muss.
Die Puppe ist, wo alle Puppen sind. Die Polizei soll jetzt gerufen werden bei Maybells Verschwinden. Mit vollem Namen heißt das Mädchen Maybell Taylor.
Bei Cal klingelt es: Jeremy Taylor war Jäger, Cal hat ihm die Rede gehalten von Familie und Jagen, aber Jeremy konnte keines von beiden sein lassen. Das Ende vom Lied war, dass ein Monster ihm irgendwann nachhause folgte. Es brachte die ganze Familie um, bis auf das Mädchen.

Cal erzählt das den anderen. Alle stimmen überein, dass sie schnellstens das Mädchen finden müssen. Irene vermutet, dass draußen ein Monster ist, das genau solche Kinder sucht. Sam: “Bzw. genau solche Kinder beeinflusst, dass sie solche Dinge tun.”

Man schließt sich dem Suchtrupp an. Je schneller sie die Kleine finden, desto besser. Die Kids haben auch nicht viel anderes mehr zu erzählen.
Ob es bei Matt schon mal Veränderungen gab, fragt noch jemand. Ja, dem ging es mittlerweile besser. Der hatte von Besessenheit und Gott geredet vorher. Bis zum Ausraster schien er das so langsam verarbeitet zu haben.

Brown und Kennedy erklären den Weg, kommen aber nicht weg, weil da ja noch die anderen Kinder sind. Dr. Brown erklärt noch den Sinn der Traumapuppen: Sie sind Teil der Therapie. Man soll ihnen die schlimmen Erlebnisse immer wieder erzählen. Nicht als Geheimnis, sondern schon in Präsenz des Therapeuten. Wenn man mit dem Trauma fertig ist, trennt man sich symbolisch davon und hängt sie in den Wald. Dafür gibt es einen Sammelplatz. Ein bestimmtes Waldstück. Sieht ein bisschen gruselig aus, aber ist therapeutisch wirksam.
Doof, das Maybell losgerannt ist, um der Puppe weiter Zeug zu erzählen.

Es gibt einen Weg, der dahin führt, aber das Waldstück ist nicht klein und nicht übersichtlich, kein GPS. Die Ermittler sollen aufpassen, dass sie sich nicht verlaufen.
Kennedy: “Hey, die sind vom CIA, die finden sich schon zurecht.”

Gideon fällt auf, dass den Leuten ständig kleine Dinge unterlaufen, wo sie Sachen vergessen haben. Es wirken alle irgendwie sehr verpeilt.

Das Waldstück ist nicht schwer zu finden. Die Puppen hängen an Bäumen. Nicht an jedem, aber einigen. Außerdem ist es ungewöhnlich ruhig hier, nicht so, dass man gar keine Tiere hört, aber gedämpft.

Irene sieht unter einem Busch, im Unterholz, eine kleine Flasche, Parfumflasche, richtig edel. Sie könnte schwören, sie hatte sowas mal. Komisch, dass sie hier rumliegt. Irene hebt sie auf, das Ding sieht ganz genau so aus. Sie hatte es von Charles bekommen, war auch nicht ihr Duft. Überhaupt vermeidet sie es, stark nach irgendwas zu riechen. Das ist auf der Jagd nicht so schlau. Seltsam, dass genau sowas jetzt hier ist. Irene steckt das Fläschchen ein.

In diesem Wald gibt es nicht viel Unterholz, aber einige verstreute junge Büsche. Das Gelände ist nicht sehr übersichtlich, aber am Hang, man kann runtergucken, dann sieht man das Zentrum oder die Straße. Es wirkt nicht, als liefe man Gefahr, sich sofort zu verlaufen; falls man sich verliefe, könnte es unangenehm werden, aber hier am Hang geht es noch.

Gideon sieht eine Puppe am Weg liegen. Die murmelt. „Ich konnte es ihnen nie recht machen, ich habs doch versucht, aber was ich auch gemacht hab, wenn ich mich geprügelt hab…“ Eine kindliche Stimme.
„Wartet mal, habt ihr was gehört?“ Keiner sonst hat es mitbekommen.
„Nennt mich verrückt, aber die Puppe hat grad geredet“
Gideon hebt sie auf, die Puppe redet weiter. Papa war immer böse, wenn er sich geprügelt hat, war es nicht recht, aber wenn er sich nicht geprügelt hat, war er ein Weichei…
Sam hört auch was, leise, die anderen nicht.
Die Suche nach einem Aufnahmegerät in der Puppe führt zu keinem Ergebnis.
Gideon hört es von allen am deutlichsten.
„Wenn ich anfange, komische Sachen zu machen, knockt mich aus.“
Irene: „Ahahaha. Warum haben Sie Angst, komische Sachen zu tun?“
Gideon: „Weil ich was höre“
Sam: “Ich hörs ja auch.“
Irene erinnert sich voll Unwohlsein an den Start des Weihnachtstraumas.

Da sind noch mehr Puppen, Teddybären, etc. Alle flüstern leise vor sich hin.
Gideon erzählt, dass alle Puppen Vibes abgeben.
Sam lauscht mal bei den anderen nach Unterschieden. Alle erzählen was eigenes.
„Dann hat er sie einfach erschossen, weiß nicht warum“
„Der hat mich nur angeguckt, und dann ist es abgebrochen, und dann ist sie runtergefallen, und ich habe noch gelacht, ich habe gelacht“
Offensichtlich sind die traumatischen Erlebnisse der Kinder in den Puppen gesammelt.

Gideon fragt, ob wer Kreaturen dieser Art kennt, die Emotionen wieder auf Leute zurückspielen und sie durchdrehen lassen. Irene erwähnt den Schulddämon von Weihnachten. Cal sagt was von Ritualen, die es bestimmt auch gibt. Sowas sollte aber nicht einfach so passieren.
Aber erstmal müssen sie schnell Maybell finden.
Irene fragt: “Ihr, die ihr was hört, fühlt ihr euch beeinflusst?”
Bisher nicht, ist die allgemeine Antwort.
Gideon holt seine Pupillenlampe raus, leuchtet allen mal in die Augen.
Irene: „Was soll das?“
Gideon: “Ich will nur sichergehen.”
Keiner der anderen ist besessen. Irene bittet Gideon und Sam trotzdem, vor Cal und Irene zu gehen, zur Sicherheit, weil die die Stimmen gehört haben, falls sie damit eine potentielle Gefahr darstellen.
Cal: “Ist einer von Euch für Geister empfindlich, könnt ihr die leichter sehen?” Nein. Keiner ist irgendwie medial begabt.
Cal: “Egal, suchen wir einfach weiter. Das Mädchen ist wichtiger jetzt.”
Das Flüstern der Puppen geht leise weiter.

Cal lauscht auch mal, hat kurz den Geruch in der Nase, als habe sich jemand übergeben. Der vergeht schnell, als die anderen weiterreden und Cal sich nicht konzentrieren kann. Er nimmt erstmal an, dass da wirklich gerade was verrottet.

Irene sucht Spuren und findet frische Fußstapfen eines Kinderschuhs. Sie führt die anderen den Spuren nach, so kommen sie an eine Senke im Wald mit einer Brackwasserpfütze. Neben der brackigen Pfütze sitzt ein dunkelhaariges Mädchen von 12 oder 13 Jahren. Maybell. Sie sitzt im Schneidersitz, eine Hand im Wasser, sieht auf, sieht die Gruppe an. Irene und Cal bemerken, dass etwas an ihnen zupft, aber es passiert nichts.
Sam und Gideon haben je einen Flashback. Gideon sieht eine Frau, die er schon mal gesehen hat, ihre Kehle rausgerissen, die Augen blicklos; Sam sieht den Rakshasa, der sie um ein Haar gefressen hätte und den sie zu Kleinholz verarbeitet hat.

Sam bleibt wie angewurzelt stehen, holt gedankenverloren ihr Handy raus. Sie will bescheid geben, dass sie das Mädchen gefunden haben, aber hier ist kein Empfang. Also flucht sie nur.
Gideon sieht ins Leere, muss sich mit Mühe zurück in die Gegenwart ziehen.

Irene: „Maybell?“
Das Mädchen sieht auf, fängt an, erfreut zu grinsen, aber es ist kein gutes Grinsen.
Cal: „Shit!“
Irene wartet gar nicht erst ab, was als nächstes passiert: "Exorciamus te, Omnis Immundus Spiritus, Omnis Satanica Potestas, ….”

Da werden die Augen des Mädchens schwarz, sie springt auf und Irene an. Unglaublich schnell. Cal hat grade erst die Wasserflasche rausgeholt, da ist sie schon da und greift an.
Irene weicht zwar aus, aber sie war so nah dran, der Dämon wirftsie einfach durch die Gegend. Sie kommt mit ein paar Kratzern am Rücken davon, weil sie gegen einen Baum geflogen ist, wird allerdings im Exorzismus unterbrochen, muss nochmal von vorne anfangen.
Sam erkennt die Exorzismus-Formel, stimmt mit ein, als Irene von vorne anfängt.
Irene holt Luft, verteidigt sich voll und fängt nochmal an. “Exorciamus te, Omnis Immundus Spiritus, Omnis Satanica Potestas, Omnis Incursio Infernalis Adversarii, …”
Cal begießt Maybell mit Weihwasser; sie weicht aus, bekommt nur ein paar Spritzer ab.
Gideon hat Skrupel, das volle Geschütz aufzufahren, aber will sie in den Schwitzkasten nehmen, was klappt. Halbwegs. Das Mädchen lacht und windet sich raus – bzw. versucht, ihn wegzuschleudern. Gideon kann sie gerade so festhalten, sie ist unglaublich stark. „Schnell!!“
Irene & Sam sprechen weiter den Exorzismus.
“…Omnis Congregatio et Secta Diabolica, Ergo Draco Maledicte, Ut Ecclesiam Tuam Secura, Tibi Facias Libertate Servire, …”
Sam hilft Gideon beim Festhalten. Sie hat ihr kleines silbernes Kreuz aus der Tasche geholt. Das Kreuz hilft sehr, sie hält den Dämon damit in Schach.
Cal gießt mehr Weihwasser drüber. Das lässt sie schmerzerfüllt aufschreien. (Aber immer noch besser als die Alternative). So schmerzhaft, dass der Dämon keine Lust mehr hat und aus dem Mädchen herausfährt. Die Schwarze Wolke wirft alle in der Gegend herum, Gideon kann das Mädchen festhalten, aber etwas verschwindet von der Lichtung. Der Dämon – und noch etwas, zusätzlich zum Dämon. Es sieht beinahe aus wie ein Mensch. Ob der nun in der Nähe war oder was, ist nicht zu sagen.
Cal: „Hey! Bleib stehen!!“ Sprintet hinterher. Sam und Gideon rennen auch hinterher.
Der Schwitzkasten ist leer. Die Dämonenwolke ist weg. Der Exorzismus war aber noch nicht durch, Irene spricht ihn zuende “…Te Rogamus, Audi Nos!” und will dann hinterher – sieht aber: Es sind alle in 3 unterschiedliche Richtungen weg.
Irene rennt Sam hinterher.

Sam folgt jemandem, denkt, es ist Gideon, aber als sie ihm weiter folgt, dreht die Gestalt sich irgendwann um, und es ist nicht Er. Es ist Sams Vater. Der Gesichtsausdruck missbilligend, stirnrunzelnd, angewidert.
Sam bleibt wie angewurzelt stehen, bleibt zurück. Ihr Vater kommt auf sie zu, Sam weicht zurück.
„Samantha. Das ist wieder mal typisch.“
„Das bist nicht du, du bist tot.“
„Meinst du? Ist das deine Ausrede?“
„Das ist nicht real hier! Irene? Gideon?“
Sam weicht zurück, immer weiter, verliert ihn aus den Augen, dann ist er weg, aber sie hört noch seine Stimme, ein tiefes Seufzen, „Saaaam“.

Irene sieht Sam stehenbleiben, die eine Gestalt ansieht. Die ist aber nicht der Dämon, sondern ist DeVries. Der schaut nicht Sam an, sondern Irene. Wieder ist seine Kehle durchgeschnitten, Blut sprudelt heraus. Er hält sich die Kehle, streckt die Hand nach ihr aus.
„Sam, geh da weg.“
Sam ist schon im Zurückweichen begriffen.
Irene schluckt.
DeVries geht in die Knie, wie damals. „Das ist nur ein Echo von früher, Sam.“
Sam ist nicht mehr neben Irene, scheint von dem Sterbenden weggelaufenzu sein, der da zusammensackt.
Irene weiß es eigentlich besser, sinkt vor ihm aber auf die Knie, versucht, seine Hand zu greifen, aber da ist nur Luft. Er ist weg. Irene ist wieder im Wald. Kein Steinboden, wie Irene gerade noch gedacht hatte.

Gideon holt denjenigen, diejenige ein, dreht sich um, es ist diese Ehefrau des Ghulopfers. Sie blickt ihn hoffnungsvoll an, noch ist ihre Kehle nicht aufgerissen. Gideon starrt sie planlos an, versucht herauszufinden, was er tun muss, sieht sich um, ob noch wer da ist. Schaut kurz weg, und als er wieder hinsieht, ist die Kehle rausgerissen, sie greift sich an den Hals, blutet. Gideon stürzt hin, um sie zu retten, aber als er sie anfasst, verschwindet sie. Auch das Blut von seinen Händen verschwindet.
Er hockt sich auf den Waldboden und wiederholt wie ein Mantra, „das ist nicht real, das ist nicht real, das ist nicht real…“

Cal folgt dem Etwas. Als er um einen Baum biegt, riecht er stark den Geruch des Erbrochenen. An einem Baumstumpf sitzt, bzw. lehnt die Gestalt von Cals Mutter. Erbrochenes klebt ihr am Kinn, sie schaut ihn an.
Cal erstarrt, ist zurück in der Szene, wie er sie als Junge fand, reißt sich aber raus, er weiß ja, dass es Monster gibt, die sowas machen, drängt die Schuldgefühle zurück, wird richtig wütend. Da spielt jemand Spielchen. Nicht mit ihm! Er ballt die Faust, haut seiner nicht realen Mutter ins Gesicht, die verschwindet, seine Faust geht voll in den Baum dahinter. Seine Knöchel platzen auf. „Ich weiß nicht, wer du bist und was du hier veranstaltest, aber wenn du dich traust, dann komm doch raus!“ Cal fühlt sich aber nicht besser von dem markigen Spruch.

Da stehen jetzt alle alleine im Wald.

Sam hat nach den anderen gerufen und keine Antwort erhalten. Sie blickt sich um, sieht etwas Buntes auf dem Boden. Sieht genauer hin, es ist ein Wachsmalstift in Gelb. So einen hatte sie auch mal. Der Stift wirkt gepflegt, nicht so, als liege er seit Wochen im Wald, sondern als sei er neu verloren gegangen.
Sam sieht sich gehetzt um, traut der Sache nicht, ruft nach den anderen. Immer noch keine Antwort. Sie schüttelt den Kopf, lässt das Ding liegen, geht zurück in die Richtung, wo sie herkam.
Beim Umsehen sieht sie noch so einen Stift, rot, ein Stückchen weiter weg, will jedoch in keine der beiden Richtungen gehen. Zur Sicherheit merkt sie sich einen Fixpunkt in der Richtung, wo sie hinwollte, ruft, guckt auf ihr Handy, totales Funkloch, „verdammt, das ist nicht real, wo sind die andren, … zum Ursprung zurück, immer zum Ursprung zurück!“ Sie sieht einen orangefarbenen Stift hinter dem roten. „Verdammt, hat doch alles keinen Sinn, IRENE! Das will mich doch wohin führen….“

Irene hört eine Stimme, es könnte Sam sein, oder auch nicht. Ein kleines Buch unter einem Busch weckt ihre Aufmerksamkeit. Es hat die Größe A6, scheint das gleicheBuch zu sein, wie Irene es mal hatte. Ein Kinderbüchlein. Sie hebt es vorsichtig auf, wirft einen Blick rein. Eine Seite sieht angeknüllt aus, und jemand hat mit Schlamm einen kruden Pfeil hineingemalt.
Irene dreht sich, sieht sich um, bemerkt ein paar Meter weiter ein Schweizer Taschenmesser, wie es ihr mal gehört hat. Das war cool, es hatte einen furchtbar praktischen Haken, war schade, es zu verlieren, könnte das direkt sein.
Der Pfeil im Buch zeigt in die Richtung des Messers. Irene steckt beides ein und geht in diese Richtung weiter.

Gideon hört immer noch das Geflüster von den Puppen, da hängt ein Viech in einem Baum, ein Stoffhase, er murmelt seltsame Dinge. „…und dann kam ein Engel“ und so. Gideon schaut in die Richtung, da liegt ein Kugelschreiber der Boston Celtics, ein tolles Ding, das über Kopf schreibt und alles. Wie seiner, den er mal hatte. Gideon ruft nach den anderen, hört erstmal nichts. Seine Stimme klingt etwas verzerrt. Kurz hat er das Gefühl, es käme ein neuer Flashback an das Haus zurück, die Erinnerung an das Brüllen nach dem Ehemann, als Gideon die tote Frau gesehen hatte. Er ist sich ziemlich sicher, dass der Kuli nicht aus Versehen da liegt. Stück weiter weg, da hängt doch… Freddy, da am Busch. Da geht er hin, um sich das Ding genauer anzusehen. Freddy erzählt nichts, sieht aber aus wie Freddy. Das IST Freddy. Fasst ihn an, er ist keine Sinnestäuschung. Gideon kann ihn runternehmen, er hing sorgfältig am Baum. Gideon sieht das Stofftier an und redet mit ihm. „Was hat das Ding mit uns vor? Du bist doch nicht wirklich da!“

Cal hat gerade den Baum gehauen, sieht sich dann nach den anderen um, hört Stimmen, aber ist nicht sicher, ob er es wirklich hört. Er bildet sich ein, dass dahinten zwischen den Blättern ein kleines Spielzeugauto liegt, sieht aus we das, das er mal hatte und das dann weg war. Erst dreht er sich weg, geht dann aber grummelnd doch hin. Sieht wirklich aus wie seines, ein billiges Plastikauto, mit dem coolen Rallyestreifen und Türen zum Öffnen. Cal schaut sich paranoid um nach Beobachtern oder dem Mädchen oder dem Dämon. Kurz hat er den Eindruck etwas zu riechen, einen Geruch wie das Aftershave seines Vaters. Aber nicht vom Auto her. Er lässt das Auto fallen. Eigentlich wollte er gezielter vorgehen, aber erstmal muss er raus hier! Er sucht sich eine Richtung, die gut aussieht; rennt erstmal noch nicht, aber geht relativ eilig da lang.

Sam geht der Spur von Wachsmalstiften hinterher. Sie entdeckt einen blauen, da in der Nähe ein Ticken. Allerdings hebt sie die Stifte nicht auf, bleibt stehen; sieht sich um, kennt das Ticken, es klingt wie ihr alter Wecker. Da vorne, auf einem umgefallenen Baum, vor einer Lichtung. Es ist eindeutig Sams Wecker, mit allen Dellen und übermalten Macken, genauso wie damals. Ihr erster Instinkt ist es, hinzugehen, doch sie hält inne, wittert eine Falle, sieht sich um, lauscht. Hört das missbilligende „Tststs“ eines Elternteils. „Wer ist da?“ Der Wecker tickt, sonst ist nichts weiter zu hören. Kreuz und Messer in den Händen, pirscht sie sich an den Wecker heran, hockt sich davor, betrachtet ihn. Es ist definitiv Sams, mit allen Kratzern. Dahinter ist eine Lichtung.

Irene hat das Taschenmesser gerade eingesteckt, holt ihr Weihwasser raus, tropft etwas davon auf das Buch. Doch es passiert nichts, außer dass das Buch nass wird. Beim Tropfen auf den Pfeil verläuft der Schlamm schnell, aber es zischt nichts oder riecht seltsam. Da vorne ist eine Lichtung, auf der sie etwas erblickt, was sie nicht einordnen kann, da es durch die Blätter der Büsche schwer zu sehen ist. Am Rand der Lichtung steht ein Paar Schuhe. Sehr coole „fick-mich-Schuhe“, die sie zu Zwecken der Ablenkung und psychologischen Kriegsführung hatte und irgendwann mal irgendwo zurückgelassen hat, als sie schnell wo weg musste. Die Abendsonne leuchtet gerade darauf, sie sehen immer noch sehr cool aus, wenn auch schrecklich unpraktisch. Irene ruft nach den anderen. Sie behält die Weihwasserflasche in der Hand, lässt die Schuhe links liegen und geht auf die Lichtung zu.
Bei Betreten der Lichtung stellt sie fest, dass diese recht groß ist. Da hängt ein altes Flugzeug im Baum. Eine Einmotorige, ziemlich kleine Maschine, überwuchert, aber auffällig an diesem Ort. Es erinnert sie an irgendeinen 50er-Jahre-Film, den sie mal gesehen hat.

Gideon hat von Freddy keine Antworten bekommen, aber das Stofftier hat in eine Richtung geguckt, da ist eine Lichtung: Er läuft hin, sieht Irene, die da steht und das Flugzeug betrachtet. Ihm fällt auf, dass es sehr Messie-artig aussieht. Aller möglicher Kram liegt hier herum: Schlüssel, Handies, Bücher, all so Zeug, liebevoll sortiert. Die Sachen sehen teilweise alt und verblasst aus, aber nicht verwittert. Auch eigene Sachen von ihm sieht er. Bücher, Stifte, ein Lieblingsstein aus Kindertagen. Gideon ist froh, dass er wen von den anderen sieht, ruft nach Irene, die ihn hört.

Cal war in den Wald gelaufen, stapft vor sich hin, auf eine Lichtung zu. Er kommt auf die Lichtung, sieht das Flugzeug, vermutet, dass es Drogenschmugglern gehören könnte. Die benutzen solche handlichen Einmotorigen gerne. Auf der Lichtung stehen Gideon und Irene, Gideon hat Irene angesprochen. Cal sieht einen Speer, der da rumliegt. Offensichtlich ist die Waffe sehr alt, sieht auch ziemlich fragil aus, ist bemalt mit Symbolen, deren Farbe verblasst ist, aber noch zu sehen. Daran hängt ein Amulett mit einem Dämonenbannsymbol dran. Den Speer scheinen Gideon und Irene noch nicht entdeckt zu haben.
Cal hebt den Speer auf, sticht ja aus aus den anderen Sachen heraus. Sieht Native American aus.

Sam war am Rand der Lichtung, erspäht die anderen 3, die auf die Lichtung kommen, sieht Cal nach dem Speer greifen. Sam packt ihren Wecker in die Tasche, bleibt am Rand erstmal stehen und lässt die Szenerie auf sich wirken.

Irene geht zu Gideon hin „Gottseidank!"
Gideon: „Wo wart ihr denn alle?“
Irene: „Ich habe nach Euch gerufen, warum habt Ihr mich nicht gehört? Ihr seid in drei verschiedene Richtungen gerannt. Das war nicht so schlau."
Gideon: “Ich hab auch auch gerufen, dachte wir wären alle in eine Richtung“
Irene seufzt: „Dafür können wir uns wohl bei der Wesenheit bedanken. Schon eine Ahnung, was das hier darstellen soll?“
Gideons Gefühl: „Ich glaube, hier ist irgendwer. Wir sind nicht alleine da.“
Cal betrachtet den Speer. Irene kennt das Amulett, es hat mal ihr gehört. Doch sie macht keine Anstalten, es anzufassen.
Cal kennt sich genug damit aus, um zu wissen, dass das hier ein Speer gegen böse Geister ist, von den Farben und Symbolen her. Fühlt sich aber morsch an.
„Schade, das Ding hätte uns sicherlich helfen können, aber es sieht aus, als würde es schnell zerbrechen. Mehr als ein Schlag steckt da nicht mehr drin.”
Irene: "Ja, da ist das Amulett möglicherweise nützlicher“

Cal: “Vielleicht hat kein Dämon den Kram hier gesammelt, sondern was anderes. Denn was soll ein Dämon mit solchem Zeug – Schlüssel, einzelne Socken ? – hier anfangen?
Sam: „Sind das wirklich nur Sachen von uns?“
Nein, dafür ist es zu viel, und es finden sich schnell auch Sachen, die keiner erkennt. Vor allem das Flugzeug. Das ist eine Personenmaschine, kein Spielzeug. Und da kommt man nicht so ohne weiteres dran.
Irene: „Ob in dem Flugzeug noch jemand… ob da eine Leiche drin ist?“
Gideon: „Würd ich denken“
Ob eine Gestalt oder ein Skelett am Steuerknüppel sitzt, ist schwer zu sehen, auch aus der Perspektive.
Sam geht näher ran, stellt sich unten drunter. Das Modell sieht nicht taufrisch aus. Könnte aus den 50ern sein.
Gideon: „Willst du hochklettern? Soll ich dir ne Räuberleiter machen?“
Sam: „Ja“
Irene: „Wenns runterkommt, weil du an den Ästen herumwackelst, wird es gefährlich.”
Cal: „Wir sollte es uns trotzdem ansehen. Könnte Zufall sein, aber so auffällig wie das da hängt….“
Irene: “Wollen wir es nicht lieber runterschießen? Ein paar große Kaliber in die Äste..” Das ist den wagemutigen Jägern zu umständlich.
Gideon: “Na los! Zusammen kriegen wir Sam da rauf.”

Einer reicht zum Klettern, Sam darf rauf, weil sie nicht so schwer ist. Sie steigt auf Gideons Schultern. Das klappt aber nicht so gut, sie rutscht immer wieder ab und gibt schließlich auf. „Sorry, nicht mein Tag heute“
Irene: “Können wir es nicht doch runterschießen?”
Cal klettert aber schon, kommt hoch. Wirft einen Blick rein, es ist keiner mehr drin, aber Pakete. Im Flugzeug sind keine Löcher drin, es ist also nicht abgeschossen worden. Vielleicht hatte es einen technischen Schaden. Die Pakete enthalten Drogen. Kokain.
Cal wirft zwei Davon runter. Er kommt auch nur an die zwei Pakete ran ohne größere Klettereien. Springt dann wieder runter.

Sam: „Wer holt denn seine Drogen nicht raus, wenn er eine Ladung vermisst?“
Cal: “Die Sachen hier, sind nicht in diesem Wald verloren gegangen, werden aber hier gefunden – wer sagt, dass das Flugzeug hier abgestürzt ist?
Sam: „Hmm, da hat wohl wer ein Flugzeug verloren. … Hat euch auch was im Kopf rumgespielt?“
Gid: „Sowas von!”
Irene: “Aber hallo!”
Allerdings: Hier auf der Lichtung passiert es nicht, auch sind keine Puppen hier.
Cal: „Wir müssen trotzdem das Mädchen finden."
Irene: „Ja, wo kann sie hin sein? Wirds der Dämon nochmal versuchen? Wir sollten auf jeden Fall das Amulett mitnehmen“
Sam: „Gideon und ich hatten sie fest gepackt, sie war dann weg. Ich glaube nicht, dass das Kind noch Kind ist."
„Wir können sie nicht hierlassen.“
Sam: „Natürlich nicht, aber sie ist kein Kind mehr“
Irene: „Hmm, wir haben sie verloren, vielleicht kommt sie hierher?“
Es sieht aber nicht aus, als wären hier Menschen.
Gideon hat immer noch das Gefühl, beobachtet zu werden. Er beginnt, die Lichtung abzusuchen.
Cal: „Ey, komm raus!“
Zwar kommt keiner raus, aber das vom Speer hängende Amulett bewegt sich. Schwankt, als hätte jemand drangestoßen.
Cal: „Hier ist definitiv irgendwas.“
Sam: „Wie werden wir das los?“
Cal: „Solange wir nicht wissen, was es ist?“
Gideon: „Hat der Exorzismus funktioniert?“
Sam: „Ich bin mir nicht sicher.“
Irene: „Naja, ich habe ihn fertig gesprochen.“
Aber der Dämon war nicht den ganzen Text lang nah. War das Mädchen überhaupt noch da? War es vielleicht eine Illusion?
Irene: „Wenn wir sie nochmal zu fassen kriegen, müsst ihr sie festhalten, bis einer von uns eine Teufelsfalle um sie herumzeichnen konnte."
Gideon: „Wie lange dauert das?"
Irene: „Länger, als dir gefallen wird“
Cal: "Das geht nicht so schnell, so ein Ding fertig zu malen.“
Gideon: " Gut, erstmal müssen wir sie finden. Ideen?“
Irene: “Ich würde ja sagen, da wo wir herkamen, aber wir sind in viele Richtungen gelaufen.“
Aber der Ort, wo sie es getroffen haben, war seltsam. Mit dem Sumpfwasser. Den wollen sie wiederfinden.”
Gideon: "Aber diesmal sollten wir drauf achten, zusammen zu bleiben!“
Irene: "Und wenn wir Händchen halten müssen!“ Keiner lacht.
Sam stapft los. Kein Händchen halten. Der Rest stapft dicht hinterher. Irene fasst das Amulett nicht an. Cal nimmt den Speer mit, da hängt das Amulett ja dran.

Im Wald wird es sofort kühler, als sei die Lichtung ein geschützter Ort gewesen. Sam geht Richtung Wachsmalstiftspur. Die anderen folgen. Sam hat ein Gefühl, als ginge sie nicht über Waldboden, sondern durch ein Haus. Dielen, Teppich? Sie hat ein Prickeln im Nacken, als würde jemand zugucken und alles, was sie macht, missbilligen. Gepresst flüstert sie: „Fuck, geht das schon wieder los“
Die anderen sind hinter ihr. Aber im ersten Moment, als sie sich umdreht, sieht Irene aus wie Sams Mutter, mit ihrem „Da Kind kann nix“ Gesichtsausdruck. Sam schenkt Irene einen finsteren Blick.

Irene hat das Gefühl, als sei sie in einer Höhle oder einem großen Raum. Ihre Schritte hallen wider wie in einer Kirche, wie damals bei der Suche nach dem Gral. Ihr ist, als ginge jemand anderes neben ihr. Bei Sams Blick schaut sie neben sich. Vielleicht sieht die gar nicht Irene so finster an, sondern DeVries. Der geht neben ihr her, nicht real mit durchgeschnittener Kehle, starrt Irene an, schweigt erstmal. Niemand sonst außer Irene ist sich seiner Anwesenheit bewusst. Die erstarrt mitten im Schritt, flüstert ganz leise und gequält: „Marcus?“

Gideon hört das, hat einen Geruch des Ghuls in der Nase. Der konnte andere Gestalten annehmen, aber er roch immer nach Fleisch. Gideon riecht den Ghul, sieht die Ehefrau mit der aufgerissenen Brust, sie schaut Gideon nachdenklich an. Gideon: „Du! Bist! Nicht! Da!“
Sie: „Doch, in deinem Kopf bin ich da.“

Cal hört Gid rufen, sieht Irenes Blick. Cal sieht sich um, wonach er ruft, sieht seine Mutter, wie sie neben ihm am Baum lehnt, sich festhält, ihn ansieht, die Hand nach ihm ausstreckt.
Cal wird langsamer, sagt zu den anderen: „Okay, wir reißen uns jetzt alle scheiße nochmal am Riemen, beachten den Kram nicht, und machen das, was immer es ist, so schnell wie möglich fertig.“
Sie fragt ihn: „Willst du es nicht einfach vergessen?“

Sam sieht, dass es gar nicht Irene war, sondern ihre Mutter, die sie missbilligend ansieht. „du wirst nie so gut werden wie dein Vater und ich. Das weißt du, oder?“
„Wer sagt, dass ich das will? So gut wart ihr nicht. Ich bin gut genug“
„Irgendwann ist es für alle zu spät, aber du… du hast immer versagt. Der Rakshasa… vielleicht ist es besser, wenn du vergisst.“
„Wenn ich das vergesse, vergesse ich auch, wer ich bin.“
„Ist es so gut, was du bist?“
„Nein, aber es ist eine gute Erinnerung. Eine Lehre, was man seinen Kindern nicht antun darf.“
„Kindern, die so schwach sind wie du vielleicht. Vielelicht ist es besser, wenn du vergisst, wie schwach du bist.“

Marcus: „Der Marcus, den du kanntest, ist tot.“
Irene: "Ich weiß, und das ist besser so. Marcus, wie er jetzt ist, würde ich nicht am Leben lassen.“ Das ist gelogen, aber die harten Worte helfen ihr.
Marcus: "Vielleicht ist es besser, du vergisst, welche Schuld du mit dir h erumträgst. Nimm einfach meine Hand.“
Er streckt ihr die Hand entgegen.

Gideon streckt ebenfalls die Hand aus, legt sie ihr auf die Schulter. „Wir vier sind real, alles andere sind Halluzinationen.“
„Ich bin keine Halluzination. Ich bin eine Erinnerung. Deine Erinnerung," wiederspricht die Leiche der Frau.
Gideon: "Genau, nur eine Erinnerung.“ Er Ignoriert sie, versucht, die anderen dazu zubringen, ihre Halluzinationen auch zu ignorieren.

Cal: „Tja, manchmal denke ich das auch, dass das besser wäre, aber hey, was soll man machen?“
„Du könntest meine Hand nehmen.“ Seine Mutter streckt sie ihm entgegen.
„Ich wäre ja versucht, aber weißt du, ich habe nicht das Gefühl, dass du eine besonders gute Wesenheit bist.“
„Vielleicht nicht, aber willst du diese Erinnerung wirklich behalten?“
„Ich hab schon zu viel von mir verkauft.“
„Aber das hiflt dir jetzt auch nicht."
„Könnte vielleicht, aber ich wills jetzt nicht ausprobieren.“
Als Gideon ihn anspricht, dreht er sich zu ihm. Ist in Versuchung, denn er hat viele Erinnerungen, die er zu gerne loswäre, aber das ist zu riskant.

Sam geht ihrer Mutter an die Gurgel. Greift ins Leere.
„So leicht wirst du eine Erinnerung nicht los, Sam. Wenn du mich wirklich loswerden willst, dann nimm meine Hand“, sagt die Erscheinung und streckt sie ihr entgegen.
Sam schüttelt den Kopf.

Alle müssen sich gegen die geistigen Angriffe erwehren. Die Erinnerungen kommen alle nochmal mit voller Wucht. Irene hat das im Höllenhaus ja schon mal erlebt, sie kommt also ganz gut drüber weg, aber die andern nicht.

Sams Gedanken kreisen nur noch um die eine Erkenntnis: „Ich werde nie gut genug sein“, Gideon weiß: „Ich habe versagt“, Cal bekommt den Gedanken nicht los: „Warum habe ich meiner Mutter nicht früher geholfen?“

Irene reißt sich von DeVries’ Anblick los, wendet sich an das nächstähnliche Opfer, also gibt sie Gideon einen leidenschaftlichen Kuss, weil er gesagt hat, sie müssten sich auf sich selbst konzentrieren und aneinander halten, nichts sonst sei real. Außerdem erinnert er sie an deVries. Gideon ist sehr überrumpelt.

Die Erinnerungen verblassen, fliegen aber als Fetzen weiter in den Köpfen herum.
Die Jäger wandern weiter durch den Wald, es dauert eine ganze Weile, bis sie wieder an der Senke ankommen. Sie waren tiefer im Wald als gedacht, aber jedesmal, wenn sie sich völlig verfransen, taucht wieder ein kleiner Gegenstand auf, der ihnen den Weg weist. Taschenlampen helfen nicht viel gegen die Dunkelheit.

In der Senke liegt erneut der Körper von dem Mädchen. Ihre Hand hängt wieder im Wasser. Cal und Gideon rennen hin, Sam hält Abstand und achtet darauf, dass es nicht wieder eine Falle ist.
Zwei Gestalten lösen sich aus dem Wasser und positionieren sich neben dem Mädchen.
Diesmal sehen alle die Gestalten. Es sind keine Illusionen mehr.
Cals Mutter erscheint als eine Frau mittleren Alters, verhärmt, im weißen Nachthemd, Brocken von Erbrochenem vor dem Mund. Gideon als Sanitäter kann sehen: Diese Verfärbung an den Lippen weist auf eine Tablettenüberdosis hin. Sie ist an ihrem eigenem Erbrochenen erstickt.
Gideons Patientin ist auch im mittleren Alter, hat ein eher rustikales Äußeres und trägt die typischen Bisswunden und Krallenspuren, die ein Ghulangriff verursacht.
Die toten Frauen stellen sich den beiden Jägern in den Weg, greifen an, als diese sich weiter nähern.

Gideons Ghul trifft ihn ziemlich schwer, reißt ihm die Brust mit ihren Krallen weit auf.
Cals Mutter trifft ihn auch, boxt ihn in den Bauch, bricht ihm eine Rippe an.
Irene öffnet den Flachmann mit dem Weihwasser und wirft ihn mit der Öffnung nach vorne in den Tümpel. Die Flasche landet am Ufer, Wasser sickert ins modrige Wasser. Das fängt prompt an zu brodeln.
Sam zögert, murmelt was von „hätte das Schwert mitnehmen sollen“, geht langsam und zögerlich in Richtung der Männer. Der Teich brodelt wilder, eine weitere Gestalt versucht herauszukommen. Sieht aus wie Sams Vater und Mutter gleichzeitig, aber nicht vital und kräftig, sondern schwach. Es scheint der Figur schwerer zu fallen, sich aus dem Wasser zu lösen.
Sam: „Da kommen noch mehr!“
Irene erst: „Bleib weg, dann geht’s vielleicht wieder unter!“
Sam: „Aber wir müssen doch helfen, können wir überhaupt helfen?“ Sie wirkt auf einmal viel jünger, als sie ist.
Irene: „Ach scheiß drauf! Natürlich können wir, dafür sind wir schließlich ausgebildet!“ Nimmt Sams Hand und zieht sie mit zum Pool. Eine DeVries-Gestalt kriecht aus dem Wasser.

Gideon nimmt sein Sanitäterbeil und versucht, der Farmerin den Kopf einzuschlagen. Trifft nicht so dolle, aber trifft. Sie hat eine Schramme am Kopf.
Cal hat noch den Speer, der ist verdammt morsch, daher verkneift er sich einen Angriff auf die Mutter, und rammt ihn über sie hinweg in die Wasserfläche. Seine Mutter will ihn hindern. Cal kommt aber vorbei. Der Speer zerbirst, und brodelndes Wasser spritzt auf, und eine Rauchsäule versucht sich herauszuwinden, kommt aber nicht richtig weg. Sie peitscht in der Gegend herum, die Farmersfrau und die Mutter und die beiden anderen werden zu Rauch, wollen zurück zu dem Tümpel, um sich mit dem großen Rauch zu vereinen. Die schwarzen Fetzen wabern und zucken wie im Todeskampf.

Irene: „Das Amulett, häng es ihm um!“ Aber das Amulett ist schon im See.
Cal kippt sein Weihwasser hinterher.
Die Rauchsäule krümmt sich, wird immer kleiner, krümmt sich um den Speer, Speersplitter fallen in den Teich, die weiße Farbe darauf fängt an zu leuchten, und ein Rauchwurm verschwindet in einer übelriechenden Schwefelwolke. Die Gestalten verschwinden gänzlich. Die Erinnerungsfetzen der Jäger sind nicht mehr so unnatürlich präsent. Alle atmen auf.

Maybell liegt am Rand des Tümpels. Gideon untersucht sie, stellt schwachen Puls fest. Er Kann sie im ersten Moment nicht wecken, aber mit Sanitäterkniffen bekommt er sie doch zu sich. Sie Stöhnt, versucht zu schreien, übergibt sich. Ihre Lage ist aber nicht kritisch. Gideons eigene Wunde ist da viel eher bedenklich.
Irene: „Sam, kümmer dich bitte um das Mädchen, Gideon muss verbunden werden."
Sam: „Waswowie? Wieso kümmern? Kann ich doch gar nicht, ich kann gar nichts…“
Irene: „Na, du bist doch unsere Sozialpädagogin, du kannst das am besten“
Sam reißt sich zusammen, kümmert sich um das Mädchen.
Das Wasser hört auf zu brodeln, riecht aber nach wie vor garstig.

Dem Mädchen geht’s nicht gut, sie will wissen, wer sie ist. „Ich bin Sam. Es wird alles gut“
„Wo bin ich denn hier?“
“Im Wald, auf einer Lichtung in der Nähe deines Wohnorts.”
“Wer bin ich?“
„Kannst dich nicht erinnern?“
Kopfschütteln.
Cal dazu. „Kannst du dich an deine Eltern erinnern? An deinen Vater? Jeremy?“
Sie Schüttelt den Kopf. „Nein, gar nicht“, fängt an leise zu weinen. Klammert sich an Sam. Sam nimmt sie in den Arm, hält sich selbst fast an ihr fest.
„Ganz ruhig, es wird sich alles klären“ Maybell fasst Zutrauen zu Sam.

Irene verbindet Gideon. Der hat Erste-Hilfe-Zeug dabei und kann ihr auch Anleitung geben, was sie zu tun hat.
Einen Krankenwagen rufen ist nicht, mangels Netz, aber das Zentrum hat ein Festnetz, die können also spätestens dort Hilfe holen. Cal will keinen. Irene weist darauf hin, dass die Verletzung nicht zwingend die Polizei auf den Plan rufen wird. Es ist Keine Schusswunde, man kann es auf einen Bären schieben. Aber vielleicht sollten sie woanders ein Krankenhaus aufsuchen, wo sie sich nicht als FBI ausgegeben haben.
Irene hat im Auto eine Art Krankentrage eingebaut, wo man halbwegs bequem zum nächsten Klinikum kommt. Falls Gideon denkt, er schafft das. Ja, klar, wird schon noch gehen. Das stimmt eigentlich nicht – einen eigenen Patienten hätte er gehauen – aber das weiß ja keiner außer ihm.

Sam bleibt bei Maybell.
Sam zu Cal: „Kanntest Maybell?“
Cal: „Ich kannte ihren Vater. War auch Jäger, weiß nicht, ob ich das jetzt erzählen sollte“
Sam: „Glaub, das reicht schon, kanns mir denken. Es sollte sich wer um sie kümmern. Vielleicht kenne ich wen, mal sehen.“
Erstmal fahren sie zurück ins Zentrum, wenn Sam nicht sofort eine gute Idee hat. Auf lange Sicht schon. Sie Kennt eine Frau, die schon ein paar Pflegekinder hatte, auch besondere Pflegekinder.
Cal: „Solange es kein Jäger ist“
Sam zögert.
Cal: „Dann würde ich es nicht machen. Das hat sie schon mal durchgemacht, das braucht sie nicht nochmal. Mit kleinen Kindern jagen gehen ist keine gute Idee“
Sam runzelt die Stirn, als er das sagt, aber: „aber vielleicht kennt sie ja wen“

Cal und Sam bringen Maybell zurück ins Therapiezentrum in die gewohnte Umgebung. Die Polizei ist schon da. Die lassen sich nicht mal den FBI-Ausweis zeigen, fangen nicht mit Sicherheitskontrollen an, glauben einfach Dr, Brown. Nach der Geschichte letzte Woche sind alle einfach nur froh, dass das Mädchen wieder da ist. Sam darf bleiben, weil sie ja vom Jugendamt ist. Die bringt das Kind auf ihr Zimmer, damit es Ruhe hat. Dr Brown mischt sich auch ein, dass sie Ruhe hat.

Das Kind ist sehr verwirrt, erkennt ihr Zimmer und die Sachen und Dr Brown nicht. Man gibt ihr ein Leichtes Beruhigungsmittel. Offensichtlich hat sie einen Schock erlitten im Wald. Sam bleibt bei ihr.
Aber Maybells Erinnerungen sind und bleiben weg.

Sams Idee ist es, Maybell zu der Witwe zu bringen, die sich um Sam gekümmert hat, wenn ihre Eltern alleine jagen waren. Damit das Mädchen wenigstens in wissende Kreise kommt.

Die Wege der vier trennen sich dann so langsam.

Aber Cal wartet auf Sam, fragt, ob sie hinterher was trinken gehen, nach so einer Situation, weil das irgendwie Tradition hat.
Irene fährt Gideon ins Krankenhaus und bleibt dort, bis sie sicher ist, dass es ihm wieder gut geht.
Sam und Irene telefonieren hinterher darüber, wie es Gideon geht.
Der solle bitte Bettruhe halten. Die Untersuchungen ergeben schwere Verletzungen mit denen nicht zu spaßen ist, nicht so kompliziert, nur halt langwierig.
Gideon soll im Krankenhaus bleiben, macht es auch, diskutiert aber immer mit den Ärzten.
Die sagen ihm es ginge schneller, wenn er im Bett bliebe und machen würde, was man ihm sagt, verdammt!

Irene geht erst, wenn sie sehr sicher ist, dass es ihm gut geht, auch wenn es mehrere Tage dauert. Sie ist gerade etwas überbesorgt. Gideon versucht sie zu beruhigen, er hätte schon Schlimmeres gesehen, wird schon. Das glaubt Irene aber erst, wenn es die Ärzte auch sagen. Irgendwann sagen die das auch.

Sam und Cal gehen noch einen trinken.
Cal fragt sie mehr oder weniger subtil aus: Sie kommt aus derselben Familie wie Irene? Sam antwortet: “Indirekt. Es ist Kompliziert. Meine Eltern sind schon lange ausgewandert. Von der Familie abgegrenzt.”
Cal: „klingt auch nicht unkompliziert“
Sam: „Ich Gehe nicht so offensiv mit dem Namen um“ Sie trinkt einen Schluck.
Sam: „du sagtest…“ zögert
Cal: „Nee, sag schon“
Sam: „musst ja nicht antworten, wenns zu persönlich ist, aber bezüglich Jäger und Familie – hattest du Familie?“
Cal: „War nicht so auf mich bezogen, ja ich habe Familie, aberich meinte gar nicht so mich direkt. Aber dieses Leben führt schnell zum Tod. Ich mach das ja schon lange, 30 Jahre, und was meinst du, wieviele Leute ich kenne, die jetzt unter der Erde liegen. Ist nichts, was ich jemandem raten würde, sein Leben damit zu verbringen.“
Sam: „Irgendwer muss es ja machen. Apropos: Was machen wir mit dem Ding?“
Cal: „Glaube, der Dämon ist zerstört, aber ich sicher kann man nicht sein. Aufschreiben, in einem Jahr nochmal gucken, oder wem sagen. Oder wir treffen uns in einem Jahr wieder hier?“
Sam ist für ein Treffen.
Sam: „Du kennst Irene – kennst du viele Jäger?“
Cal: „So viele gibt’s ja nicht, man läuft sich doch immer wieder über den Weg. Muss sich ja auch mal helfen. Auch wenn ich nicht der Richtige bin.“
S: „warum?“
C: „guck mich doch an, ich bin nicht so nett“
S: „warum sagst du das?“
C: „bin ich nicht“
S: „da haben wir Was gemeinsam“
C ungläubig: „Du bist doch noch so jung, was willst du denn Schlimmes getan haben?"
S: „muss man was schlimmes getan haben, um als nicht nett angesehen zu werden?“
C: „Es gibt’n Unterschied zwischen dem Eindruck und wirklich Dinge getan zu haben“
S: „Absichtlich?“
C: „Manchmal schon“
S: „Der Job macht das aus uns.“
C: „Ich bin gut in dem Job, aber die meisten Leute wollen doch vielleicht lieber von wem anders gerettet werden“
S: „Schwachsinn, Hauptsache, sie werden gerettet, oder? Den meisten Leuten ist es doch egal, von wem sie gerettet werden, oder wir bleiben gar nicht da, dass sie rauszukriegen können, wer es war….Schon scheiße, wenn man Dinge tun muss…"
C: „Ist bei mir ein bisschen was anderes. Die Frau, mit der ich mal zusammen war, hat mir gesagt, dass sie nicht der Meinung ist, dass ich mit ihr ein Kind aufziehen kann, das sagt schon einiges."
S: „Bitter."
C: „sie hatte aber recht."
S: murmel
C: “Sie war auch Jägerin – naja, vielleicht wäre ich jetzt an einem Punkt, wo es geht. Ich hab inzwischen ein gutes Verhältnis zu meinem Sohn, aber damals, … kann schon verstehen, dass sie das damals nicht wollte, lieber einen anderen Mann. Ok, konnte den nicht leiden.”
Sam: “Dein Sohn? Wie alt ist der?”
C: “Mitte 20, geht auf die Uni”
S: “Und er Soll kein Jäger werden, oder?”
C: “Wir haben schon zusammen gejagt, aber er geht vor allem auf die Uni. Ist schon ein schlauer Kerl.” Man merkt ihm an, dass er ziemlich stolz ist.
S: “naja gut, wenn er es frei entschieden hat.”
C: “Was meinst du?”
S: “Dass er jagen geht”
C: “Wir waren ein paarmal zusammen unterwegs, jetzt macht er’s nicht mehr, bin ich froh drüber. Nicht nur, weil’s gefährlich ist, sondern je länger du das machst, umso mehr Deals, um so mehr Dinge lädst du dir auf, irgendwann kommst du nicht mehr raus.”
Sam erzählt von den Hexen in Dana Point. “Heftig, was gegen die zu tun, aber man musste ja was gegen die tun.”
C: „klar, aber ein Stück und noch ein Stück, und irgendwann frisst es einen auf. Was ist mit dir, hast du Familie?"
Sam schüttelt erst den Kopf, dann lässt sie ein Schulterzucken folgen: „Meine Eltern leben nicht mehr, sie sind auf der Jagd umgekommen. Ich kenn Irene, ich kenn noch ein, zwei, mehr auch nicht. Also eigentlich nicht. Ist auch besser so.“
C: „Manche Familien will man auch gar nicht unbedingt haben. Auch wenn ich gar nicht sagen will, deine Eltern waren nicht cool oder so."
S: „Sie waren nicht cool“
Cal nimmt einen tiefen Schluck.. "Und duziehst immer solo rum?
S: "Das ist schon besser so. Klar, man hat Leute, aber… hab mich ja sogar mit Irene zusammengerauft, aber wir sind jetzt keine engen Freundinnen oder so. So wie hier: Man bekommt was mit, man zieht mit wem rum, dann geht man wieder auseinander. Bindungen? Bin ich nicht so für geschaffen. Meine Eltern hattenwohl recht… "
C: “womit denn?”
S: “Dass ich für nichts gut genug bin.”
C: “lass dir so’n Scheiß nicht einreden, das ist so in einem drin, aber hast doch heute gute Arbeit geleistet. Was soll man sonst sagen?”
S: “Ich bin planlos durch Wald gelaufen.”
C: “Na, ich doch auch, aber der Dämon ist tot, du hast dich um das Kind gekümmert, das könnt ich nicht so gut.”
S: schulternzuckend: “Ja, gut.”
C: “Du siehst aus, als hättest du was in der Birne. wenn du nicht mehr Jäger sein wolltest…”
S: “Ich wüsste nicht, was ich tun sollte und es ist ja auch ne Verantwortung. Manche lesen nur in der Zeitung, dass da halt Kinder austicken un denken sich nichts dabei, nur uns war das sofort klar. Die Polizisten, die wären bloß selbst im Wald verloren gegaangen. Und das soll ich ignorieren und stattdessen innem Burgerladen arbeiten?”
C: “Ist deine Entscheidung, aber lass es dir nicht von deinen Eltern einreden, dass du nichts taugst.”
S: „Meine Eltern haben für meine Ausbildung gesorgt. Was soll ich denn sonst machen.“
C: „Immerhin."
Sam: “Naja, gut. Wohin als nächstes?”
C: “Hab da was zu tun, ist kompliziert, kann ich nicht so einfach erzählen. Muss was erledigen.”

Irene ruft bei Sam an, ob Cal da noch ist.
S: “Ist Gideon ok?”
I: "Die Ärzte schimpfen, weil er sich den harten Kerl raushängen lässt. Ich will noch ein bißchen aufpassen, dass er sich nicht übernimmt. Ist Cal noch da?
S: “Ja, sitzt hier neben mir.”
I: “Ich müsste mit ihm reden. Nicht sofort, aber irgendwann. Ist seine Mobilnummer noch dieselbe?”
S: " Ich verstehe nicht?"
I: “Er hat Infos. Sag ihm, ich muss mit ihm reden.”
S: “Soll ich dich nicht einfach rübergeben?”
Irene seufzt. “ja, dann hab ichs hinter mir.”

Sam gibt das Handy rüber an Cal.

C: “Ja?”
I: “Ähm. Klingt blöd, aber ich hab da mal eine Frage: In Colma, dieser Kautionsflüchtling, den die Kopfgeldjägerin einsacken wollte Du hast es ihr ausgeredet. Ging irgendwie um Engel…”
C: “…ja?”
I: “Was kannst du mir über Engel sagen, was nicht im Internet steht auf irgendwelchen Esoterikseiten?”
C: “Dass das ganz schöne Arschlöcher sind…”
I: “Okay. Können sie Leute von den Toten zurückholen?”
C: “Soweit ich weiß ja. Oder zumindest Leute heilen, die so gut wie tot sind.”
I: “Okay. Und was wollen sie dann haben?”
C: “Kommt wohl auf den Engel an, dass du was für die tust. Manche lassen ja auch freiwillig einen Engel in sich rein.”
I:" Waaaaas?"
C: “Yep”
I: “Das Erklärt einiges.”
C: “wenn jemand von einem Engel besessen ist, merkst du das. Die können schon was.”
I:" ooookay."
C: “jetzt bist du dran. Warum fragst du das?”
I: “Darauf wollt ich grad kommen. Was die können… ist das dann einfach so hartgesotten sein wie DeVries oder mehr?”
C: “Mehr. Wobei das sicher vom Engel abhängt. Fieses Beispiel: apokalyptischer Engel, kann ne Menge.”
I: “Wie lange kennst du deVries?”
C: “Ich hab ihn vor paar Jahren erstes Mal getroffen, vorher nur von ihm gehört. Traf ihn, als du das Horn gestohlen hast.”
I: “Also nicht länger als 20 Jahre?”
C: “Nein.”
I: “Okay, dann kennst du ihn nicht, wie er früher war. Marcus deVries war mal ein guter Mann. Stell ihn dir ungefähr vor wie Gideon. Ein liebenswerter, mitfühlender Mensch, bis er vor meinen Augen gestorben ist. Dann traf ich ihn wieder, da wo wir gegen die Ghule und den Dämon gekämpft haben, um das Horn. Und er war völlig verändert. Seitdem habe ich herausgefunden, dass er so ne Art Sekte gegründet hat, dauernd von einem Engel faselt, der ihm Befehle gibt, und jedes Mal, wenn wir uns sehen, versucht er, mich umzubringen. Ich hab langsam keinen Bock mehr!!!” Sie atmet hörbar aus. “Weißt du, ich Will nicht mal ihm ans Leder, sondern diesem verdammten Engel oder dem, was sich dafür ausgibt.”
C: “Kein Zweifel, das ist ein echter Engel. Die sind Scheiße genug alleine, da braucht man gar keine anderen Monster, die sich als Engel ausgeben. Wie man die los wird? Gute Frage, wüsste ich auch gerne, wäre für die Welt besser, wenn ich das wüsste.”
I: “Also ist das Horn auch nicht hilfreich?”
C: “Nicht dass ich wüsste, aber du hast das Horn. Ich habs nicht.”
I: “ich habs, aber wenn es sich einsetzen ließe… Ach verdammt, können wir in dieser Sache einfach zusammenarbeiten? Informationen teilen? Sollte ja auch in deinem Sinne sein.”
Cal seufzt: “Na,meinetwegen. Wenn ich was rausfinde, wie man einen Engel umbringen kann, sage ich bescheid.”
I: “Ok, ich gebe auch bescheid.”
C: “Vielleicht sollten wir uns lieber irgendwann mal richtig treffen. Weiß nicht, wie DeVries da drin hängt, aber das ist alles sehr viel größer als nur ein Typ, der von den Toten auferweckt wurde.”
I: “Der Kautionsflüchtling konnte doch sehen, dass du mit nem Engel zu tun hast, aber bei deVries konntest du das nicht?”
C: “nein. Können wir gern wann anders bereden”
Irene: “ja.”
C: “aber vll nicht hier übers Telefon.”
I: “ich hör mich um, wenn ich was höre, melde ich mich bei dir. Sunnys?”
C: “ja”
I: “ok, melde mich.”
C: “dann kann ich dir auch deinen Ehering wiedergeben.”
Irene staunt. “Ich hätte nicht gedacht, dass du den behalten hast.”
C: “was soll ich denn sonst damit machen?”
I: “Ich hätte gedacht, du versetzt den bei erster Gelegenheit, wenn du Geld brauchst.” Lacht.
C: “Den wollte ich die vorher schon zurückgeben, warst dann aber weg.”

Sams Augen werden immer größer bei dem Gespräch.

Irene entschuldigt sich bei Gideon für den Kuss. Sie sagt, es war genau der richtige Arschtritt, den sie brauchte.
Gideon: “dann ist ja gut. Solange wir uns einig sind, dass es in dem Augenblick der Sache diente.”
Irene grinst. “Der Zweck heiligt die Mittel.”
Gideon: “Dann ist das ok.”

Gideon trägt einen Ehering und ist auch noch verheiratet.
Als das Krankenhaus fragte, ob sie Gideons Frau sei, hat Irene ja gesagt und die goldene Krankenversicherungskarte hingehalten. Deswegen liegt er jetzt im Einzelzimmer mit Chefarztbehandlung.
Eine Woche soll er im Krankenhaus bleiben. Sam kommt auch nochmal vorbei, ihn besuchen. Bringt ihm sein Auto.

Maybell wird schließlich auch irgendwo untergebracht.

Gideon: “Kann mir wer erklären, was mit den Sachen war?”
Irene äußert die Vermutung, dass es eine zweite Wesenheit gegeben haben könnte, die hilfreich war und sie vor dem Dämon geschützt hat. Da War ja auch das Amulett.
Gideon: “Ja, aber wie kamen die Sachen dahin?”
Sams Befürchtung ist es, dass das eher ein Wechselspiel vom Dämin war. Anlocken mit Erinnerungen. “Mich hat das Zeug, was ich da gefunden habe, empfänglicher gemacht für die Einflüsterungen. Verlorene Gegenstände sind ja auch irgendwie vergessen. Aber auf der Lichtung war es besser als am Teich. – Cal und ich haben geplant, uns in 1 Jahr wieder zu treffen, um ihn nochmal zu prüfen. Jetzt ist ja Ruhe.”

Das Amulett ist ja mit im Wasser gelandet, und das hat auch keiner rausgeholt, die Jäger finden es ganz gut, wenn es da im See bleibt. Wenn es das ist, was das, was da war, davon abhält, wiederzukommen.

Sam: “Die Frage ist, was zuerst da war. Die Kinder mit den Sorgenpuppen oder das Ding. Aber das Zentrum gibt’s seit 11 Jahren, und es ist nie was passiert. Erst jetzt mit Matthias Hassalee hat es angefangen.”
Sie beschließe, immer aufmerksam die Zeitung zu lesen und wollen alle in 1 Jahr wiederkommen.

Das Therapiezentrum wird geschlossen, vermutlich auch nicht anderswo wieder aufgebaut, weil dem Laden das Geld fehlt.

Cal hat Sam seine Nummer gegeben, falls sie mal Hilfe braucht. Sienimmt sie an, gibt ihm ihre, sagt, sie reist rum und lebt nomadisch.

Abends, als sie aus der Bar kommt, ruft Sam spontan bei Ethan an.
“Sam?”
“Ethan? Bist du’s? Ja, Samantha hier.”

“Hey.” Ethan klingt erfreut. Sogar mit einem weichen Ton in der Stimme.
Sam klingt recht unsicher und zögerlich. “Hey. Geht’s dir… gut?”
“Muss ja.” Ein Zögern, als lausche er ihrer Stimme nach. “Dir? Alles ok?”
“Ja. Soweit alles ok.” Kurze Pause, leises Rauschen. “Stör ich dich grade?”
Er schüttelt den Kopf, ehe ihm klar wird, dass sie das nicht sehen kann. “Mm-mm. Gar nicht.”

Ein dumpfes Geräusch, als würde sie die Hand über das Mikro des Handys halten und leise etwas murmeln.
“Tut mir leid. Da war ein ziemlich übler Dämon, der ziemlich übles Zeug mit meinem Kopf gemacht hat.”
Ihre Worte sind etwas schleppend – als wäre sie entweder sehr müde/erschöpft oder leicht angetrunken. “Aber er ist weg. Keine Angst.”

“Puh.” Spontan. “Geht dir ok?”
“Ja.”
Ein hörbares Aufatmen an seinem Ende der Leitung.
“Kann…”
Sam unterbricht ihn. “Ethan, tut mir leid. Ich hatte die Nummer gewählt und du gingst ran, bevor ich überhaupt realisiert hatte, was ich da tue. Du warst immer nett zu mir und die Sachen….. die wir durchgemacht haben…”

“Nicht. Braucht dir nicht leid tun.”
Kurze Stille. “Danke. Vielleicht … sieht man sich bald mal wieder?”

Seine Stimme klingt, als würde er lächeln. “Wär schön. Aber…”
Wieder das dumpfe Geräusch und leises Fluchen von Sam.
“… magst erzählen?”
“Sorry. Weißt, wie ich das meine. Passiert ja meist eh irgendwie…” sagt sie fast zeitgleich.
“Ähm… ich weiß nicht.”

Kurze Pause. “Vielleicht eher mal was für ne Flasche Whisky und ’nen ruhigen Abend. Ich… muss jetzt auch wieder. Da ist ein kleines Mädchen, das Hilfe braucht. Ich muss sie wo hinbringen.”
“Kay.” Ein kaum hörbarer Atemzug. “Whisky, hm? Abend?”
Schweigen. “Ehm… war nur so dahin gesagt.”
Pause. Dann, schnell, beinahe unbewusst: “Einladung steht aber.”
“Oh.” Rascheln, eine männliche Stimme im Hintergrund. “Nächstes Mal. Du, ich muss jetzt. Pass auf dich auf. Bis bald:”

Noch eine Pause. Ein undefinierbarer Ton in seiner Stimme. Enttäuschung? Aber immer noch dieser weiche Klang. “Okay. Mach’s gut. Hilf der Kleinen. Und…”
“Ja. Mach ich. Ach ja, Ethan? Sorry wegen Boston. Hatte da Hilfe, mit der ich nicht gerechnet hatte. Sonst hätte ich dein Angebot wohl angenommen.”
Erneut eine männliche Stimme im Hintergrund, die ihn vielleicht an Cal erinnern mag.
“Muss dir nicht leid tun. Sei vorsichtig, ja?”
“Bin ich. Bis bald!” Und legt dann auf.
“Und … melde dich.” Aber das hört sie nicht mehr.

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Timberwere

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