Caleb Fisher

Jäger-Veteran

Description:

Aspekte:

Obsession-Aspekt: Ich habe nur noch die Jagd
- Ist in der Jägergemeinschaft bekannt
- Wirkt einschüchternd, im guten wie im bösen Sinne
- Weiß, wie man sich ohne Job und Geld durchschummelt
- Hat aber keine Ahnung, wie man normal lebt, einem regulären Job nachgeht oder im Alltag mit Menschen umgeht

Furcht-Aspekt: Nur nichts (emotional) an sich ranlassen
- Läuft weg, wenn ihm etwas zu nahe geht
- Benimmt sich wie ein Arschloch, damit ihm niemand nahe kommt
- Kann sich beherrschen, wenn ihn jemand emotional unter Druck setzt
- Bleibt in Drucksituationen kalt

Zorn-Aspekt: Du hast mir gar nichts zu sagen
- Überreagiert, wenn ihm jemand etwas befehlen will oder in sein Leben reinredet
- Kann sich gegen Typen behaupten, die die Autoritätskarte ausspielen
- Ist kritisch, wenn ihm jemand sagen will, wie man etwas am besten macht

Tugend-Aspekt: Wer hilft den Kindern, wenn nicht ich?
- Macht falsche Sachen, um die Kinder zu schützen
- Wenn die drei in Gefahr sind, ist er richtig bei der Sache
- Kann harte Entscheidungen treffen, um ihnen zu helfen

Aspekt: Verantwortlich für Hagen’s Army
Reizen:
- Um in unpraktischen Momenten seinen Verpflichtungen nachgehen zu müssen oder etwas Riskantes für die Truppe tun zu müssen
- Um durch das Verhalten der Soldaten in Schwierigkeiten zu geraten
- Wenn der schlechte Ruf der Truppe für Probleme sorgt
Ausnutzen:
- Für Finanzen, Ausrüstung, Manpower und Kontakte
- Um den Ruf zu seinen Nutzen einzusetzen

Aspekt: Mach mich nicht wütend…
- Reizen: Um wütend zu werden; um überzureagieren, wenn er wütend wird
- Ausnutzen: Um besser jemanden verletzen zu können, wenn er wütend ist – psychisch und physisch

Aspekt: Miffy
Miffy kann ausgenutzt werden (arme Miffy!):
- Sie schlägt an, wenn jemand zum Auto oder Motelzimmer kommt (auch wenn es mehr ein „Oh super, da ist wer!“-Bellen ist
- Wie alle Tiere kann sie als Detektor für Übernatürliches dienen
- In sozialen Situationen entspannend wirken – vielleicht kann Cal kein hysterisches Kind beruhigen, aber ein kleiner Hund kann da Wunder wirken
Miffy kann gereizt werden (Mensch!):
- Mit allen Problemen, die ein kleiner Hund so auslösen kann: Auf wichtige Unterlagen kotzen, die Desert Eagle verstecken, in die Gefahrenzone rennen…
- In sozialen Situationen: „Bis vor einer Sekunde hatte ich noch Angst vor ihnen, aber nachdem ich den Hund gesehen habe… Wer ist ein lieber Hund? Wer ist ein lieber Hund?“

Fähigkeiten:

+5 Schusswaffen (1)
+4 Willensstärke, Menschenkenntnis (2)
+3 Athletik, Kraft, Übernatürliches, Waffenlo, Ausstrahlungs (5)
+2 Aufmerksamkeit, Ausrüstung, Kontakte, Nahkampf, Täuschung (5)
+1 Ausdauer, Charme, Einbruch, Fahren, Nachforschung, Heimlichkeit, (6)

Verteilte XP: 7 Pyramide, 5/5 Säule

Stunts:

• Sperrfeuer: +2 auf Ausweichen (Athletik), wenn er von Soldaten im Kampf unterstützt wird.
• „Ich komme vom…“ (Täuschung): +2 auf Täuschung, um sich als Polizist oder ähnliches auszugeben
• Arsenal (Ausrüstung): +2 auf Ausrüstung, wenn es um Boomsticks geht
• Da wurde ich auch schon mal getroffen (Waffenlos): Kann Waffenlos für erste Hilfe einsetzen
• „Das sollte wehtun?“ (Ein Indianer kennt keinen Schmerz, Ausdauer): Für einen Fatepunkt einmal am Abend die Auswirkung eines Angriffs ignorieren
• „Ich bin der König der Vam… *BLAM*“ (Schusswaffen): Kann mit einer Schusswaffe „Schusswaffen“ als Initiative-Fertigkeit einsetzen.

Fatepunkte: 4

Bio:

Der Anfang…

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Der Mann drückte die Pistolenmündung auf die Stirn des Jungen. „Hast du mir etwas zu sagen?“ fragte er. Seine Stimme war kalt und emotionslos.
„E… Es tut mir leid, S… Sir. Es kommt… Es kommt nicht wieder vor“, sagte der Junge. Der Zettel aus der Schule zitterte in seinen Fingern.
Der Mann drückte mit der Pistole seinen Kopf zurück. „Was ist los, stotterst du etwa? Bist du so ein Krüppel?“
„N…“ sagte der Junge und unterbrach sich. „Nein, Sir.“
„Versuch es noch mal. Streng dich an.“ Der Mann zog seinen Arm zurück und rammte dem Jungen mit einer kurzen, scharfen Bewegung die Mündung ins Gesicht.
_ „August, bitte, er…“ Die Hände der Frau waren in ihrem Schoß gefaltet. Ihre Stimme war nur ein Flüstern._
Ohne sie anzusehen, sagte der Mann: „Wie ist eine gute Ehefrau?“
Die Frau ließ ihren Kopf hängen. „Man sollte die Anwesenheit einer guten Ehefrau im Haushalt spüren, aber man sollte sie selbst weder sehen, noch hören.“
Der Mann nickte. „Also, was ist, Sohn? Kannst du anständig reden?“
Die Augen des Jungen fixierten einen Punkt irgendwo hinter der Schulter seines Vaters. „Es tut mir Leid, Sir. Ein echter Mann schummelt nicht. Er kommt mit harter Arbeit ans Ziel.“
„Richtig. Merk dir das. Beim nächsten Mal kommst du nicht nur mit einer Tracht Prügel davon.“ Der Mann presste die Waffe noch einen Moment länger auf die Stirn des Jungen.
Als er sie senkte, blieb ein roter Kreis auf der Stirn des Jungen zurück.
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„Gott nimmt die zuerst zu sich, die er am meisten liebt und Elise war Gott eines seiner liebsten Kinder. Gesegnet sind die, die Jesus in ihre Herz aufnehmen und die Liebe Gottes erfahren…“ Die Stimme des Priesters leierte im Hintergrund. Der Wind von der Küste blies seine Kutte auf wie ein riesiges schwarzes Segel und kühlte die feuchten Wangen des Jungen.
Endlich hatte der Priester seinen Monolog beendet. Jeder der Trauernden durfte ein Schäufelchen Erde auf den Sarg fallen lassen, dann schlurften sie wie eine Prozession von bedrückten Pinguinen den Hügel hinunter.
Ehe er ihnen folgten konnte, packte der Mann den Jungen am Kragen und drückte ihn gegen einen Baum. Mit der Rechten schlug er den Jungen ins Gesicht. „Hör auf zu weinen. Bist zu ein Mann oder ein Mädchen?“
„Ein Mann“, sagte der Junge.
Der Vater holte noch einmal aus. Diesmal nahm er die Rückseite seiner Hand. Ein Nachzügler drehte sich zu ihnen um. Schnell sah er wieder weg.
„Dann benimm dich auch so. Du machst uns lächerlich und du beschmutzt Elises Andenken mit deinem Verhalten. Ich habe endgültig genug von deiner Aufsässigkeit und deiner Schwäche.“
„Ja, Sir“, sagte der Junge, aber er dachte: Nicht mehr lange.

Calebs Vater, Major August Hagen (inzwischen Colonel a.D. August Hagen) war ein Tyrann allererster Güte, der Shock and Awe auch für eine praktikable Taktik hielt, um seinen Sohn und seine Frau unter Kontrolle zu halten. Seine Vorstellung von Zucht und Ordnung sorgte dafür, dass Sohn und Frau in ständigem Terror lebten.
Als Caleb sechzehn war, hielt es seine Mutter endgültig nicht mehr aus und brachte sich mit Schlaftabletten um. Ihr Sohn rückte bald darauf von zu Hause aus. Caleb hielt sich mehr schlecht als recht über Wasser und machte einige wirklich bescheuerte Dinge. Als Ausreißer gehörte er zur bevorzugten Monsterbeute. Ein alter Jäger namens Enzo rettete ihn vor einem Ghoul. Enzo beschloss, die große Wut des Teenagers sinnvoll zu nutzen und nahm ihn unter seine Fittiche. Obwohl Enzo auch keinen Preis für Emotionalität gewinnen würde, konnte er dennoch als Vaterfigur einspringen. Allerdings war Enzo schon in seinen Sechzigern und setzte sich bald zur Ruhe. Vorher machte er Cal aber noch mit Quentin bekannt und die beiden bildeten ein Team – das später zum Trio/Quartett wurde.

Damals…

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Caleb „Cal“ Fisher ist der letzte aktive Jäger der kleinen Gruppe, die außer ihm noch Ysabelle und Aidens Vater (der „Chief“ genannt) beinhaltete. Inzwischen jagt Cal meistens alleine – was zum größten Teil daran liegt, dass er ein misanthropischer Zyniker sein kann, der es schafft, fast jeden Menschen von sich zu entfremden. Er kennt mehr als genug Jäger und sehr viele davon schulden ihm etwas (oft ihr Leben), aber kaum einer davon kann ihn leiden.
Cal hat auch nicht mehr wirklich Interesse an engen Beziehungen. Oder, besser gesagt, er hat Angst davor. In seinem Team hat ihn immerhin so etwas wie eine Freundschaft mit dem Chief verbunden und mit Ysabella… Eine destruktive Liebe. Natürlich hat er ihr aus einer Mischung aus Selbstzweifel und Angst heraus nie gesagt, was er für sie empfindet. Ysa machte die Sache noch schlimmer, indem sie mit Cal eine durch die ständige Lebensgefahr angeheizte Affäre anfing. Sie selbst hielt das für völlig unproblematisch, wie sie ihm ins Gesicht sagte, „weil sie sich bei jemandem wie ihm keine Sorgen zu machen brauchte, dass er sich vielleicht in sie verlieben könnte.“

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Tja.
Und gerade, als er sich mit dem Status Quo halbwegs angefreundet hatte, beschloss Ysa, das Team zu verlassen und zu heiraten. Sie war schwanger, von Cal. Sie ließ ihm nicht wirklich eine Wahl, was, rein objektiv betrachtet, auch völlig richtig war. Cal wäre nie im Leben ein guter Vater geworden. Ganz subjektiv war es für Cal eine emotionale Katastrophe, die seine spätere Lebenssicht prägte.
Das Duo aus Cal und dem Chief bracht kurz darauf ebenfalls auseinander. Cal war kurz davor, entweder sich selbst oder jemand anderen umzulegen und der Chief hat nur noch wenig lichte Momente zwischen seinen Schnapsflaschen.
Beide nahmen sich eine Auszeit. Der Chief blieb als Säufer im Reservat und hängte das Jagen ganz an den Nagel. Cal machte schließlich weiter. Es gab nichts anderes, was er hätte tun wollen und keine Beschäftigung konnte sich wirklich gegen den Adrenalinrausch und das Gefühl, jemandem das Leben gerettet zu haben, durchsetzen. Und als Bonus konnte Cal sein unsympathisches Selbst sein und sich trotzdem irgendwie als Held fühlen.

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Als er wieder aktiver Jäger war und sein Leben wieder halbwegs auf die Reihe bekommen hatte, besuchte er Ysa ab und zu und brachte sie manchmal dazu, doch noch mal auf die Jagd zu gehen.
Ihr Mann hasste ihn leidenschaftlich, wozu er ihm auch jeden Grund gab. Seinen Sohn Ben mied er nach Möglichkeit bei seinen Besuchen. Jo dagegen hat immer zu ihm aufgesehen.
Seit Ysas Tod ist er nur noch selten in ihrem Haus gewesen, macht aber jedes Mal einen Umweg, wenn er in der Gegend ist, um doch einen Blick auf ihre Kinder erhaschen zu können.
Er wird wahrscheinlich die meiste Zeit “on the road” sein, aber auch irgendwo eine Wohnung/altes Haus/Lagerraum/Container haben, wo er seinen Kram aufbewahrt und ab und zu mal Pause macht. Finanziell hält er sich mit Betrügereien über Wasser und ist sicherlich auch ganz profanem Diebstahl nicht abgeneigt. Hm, und er verkauft Monsterteile an Sammler und Eso-Läden.

Nach Fading of the Light…

Die Ereignisse in Crossroads haben Caleb fast zerstört. Dass Isabelle ihr Leben und ihre Seele für ihn geopfert hat, konnte er kaum verkraften. Wenn er ihr so wichtig war… Könnte es sein, dass sie mehr für ihn empfunden hat, als er es für möglich gehalten hat? Dass alles hätte anders sein können, wenn er ihr nur die Wahrheit gesagt hätte?
Nach einem totalen Zusammenbruch hat Cal seine Emotionen komplett weggeschlossen. Eine zeitlang hat ihn nichts mehr berührt. Er wartete nur noch auf den Augenblick, an dem er zu langsam oder zu schwach war…

Alle Szenen finden in totaler Stille statt. Erst sieht man Cal, wie er stockbesoffen an Isabelles Grab steht. In einer Hand hält er eine halbvolle Whiskeyflasche, in der anderen sein Mobiltelefon. Auf dem Display wird Bens Nummer angezeigt. Nach nur einem Klingeln legt Cal auf.
In der nächsten Szene sieht man zuerst nur sein Gesicht. Völlig emotionslos starrt er in die Kamera. Die Kamera fährt zurück und man sieht, dass er in der ausgestreckten Hand eine Pistole hält. Im Hintergrund ist eine junge Frau zu sehen, die den Mund aufreißt und anscheinend hysterisch kreischt, aber noch immer ist alles still.
Jetzt sieht man, dass ein Monster mit aufgerissenem Maul und glitzernden Zähnen auf ihn zurennt. Cal tut nichts. Sein Gesicht bleibt völlig still. Die Kreatur kommt so nahe heran, dass man ihre Reflektion schon in seinen Augen sehen kann.
Erst dann drückt er ab.
Man sieht von Cals Blickwinkel aus nach oben, auf die junge Frau, die jetzt rittlings und nackt auf ihm sitzt und anscheinend spaß an dem hat, was sie gerade tut.
Cals Gesichtsausdruck bleibt genauso kalt wie zuvor.
Die junge Frau, halb angezogen, schreit Cal tränenüberströmt an. Er packt sie am Arm und befördert sie grob vor die Moteltür, natürlich ohne jede Gefühlsregung. Noch einmal geht die Tür auf und er wirft ihr ihre Handtasche hinterher. Schluchzend sucht sie draußen ihre Sachen zusammen.
Drinnen setzt sich Cal in den Sessel. Er holt seinen Revolver hervor, schieb eine Kugel ins Magazin und lässt es rotieren. Dann setzt er sich die Waffe an die Schläfe.
Das Bild wird schwarz und das erste Geräusch ist das Klicken des Revolvers.

Nach After Dark…

Erstaunlich, aber Caleb geht es tatsächlich etwas besser. Dass Ben ihn wider Erwarten nicht hasst, hat ihn zumindest von seinem „Suicide by Monster“-Trip wieder runtergeholt. Vielleicht endet doch nicht alles in einer totalen Katastrophe und wenn die Kids ein normales Leben führen können, ist das doch auch schon mal was.
Tatsächlich meldet er sich etwa jeden Monat mal bei Ben, um zu hören, wie es ihm geht.
Jo sieht, ganz nach Aidens Wunsch, nichts mehr von Cal. Cal ist ja selbst der Meinung, dass sein Einfluss eigentlich nicht gut für sie ist und er nur aus egoistischen Gründen mit ihr rumhing.
Ansonsten same old, same old.

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Caleb Fisher

Mädchenkram - Supernatural Nocturama